A K T U E L L E S


Gespräch zwischen dem polnischen Botschafter und dem AKP- Vorsitzenden

In einem rund einstündigen Gespräch in der polnischen Botschaft in Berlin am 3. März 2017 führten der polnische Botschafter Prof. Dr.Andrzej Przylebski und der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz einen intensiven Informations- und Gedankenaustausch. An diesem Gespräch nahm auch die Pressesprecherin der Botschaft, Jadwiga Janukowicz teil.

Hinz unterrichtete den Botschafter zunächst unter Aushändigung einiger Informationsschriften über vergangene Kongresse über den Wirkungsgrad der AKP und die deutsch-polnische Kongressreihe und sprach den 16. Deutsch-polnischen Kongress unter seiner Leitung im Hambacher Schloss vom 13.-15. Oktober 2017 an.

Er wies den Botschafter darauf hin, dass das Hambacher Schloss als herausragendes historisches Zeugnis für die Freiheit der Völker, für die nationale Identität und für den europäischen Gedanken sowie für die deutsch-polnischen bilateralen Beziehungen in dem gegenwärtigen Europa der Krisen eigentlich einen großen zukunftsweisenden Beitrag des Botschafters geradezu einfordert. Und zwar einerseits für das bilaterale deutsch- polnische Verhältnis und andererseits für Polens Selbstverständnis in einem tragfähigen Europa der Zukunft. Hinz sprach auch die Hoffnung aus, dass in Polen die Bedeutung Deutschlands nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht , sondern auch in geistig- ideeller Hinsicht stärker erkannt wird. Polen und Deutsche sind eine Schicksalsgemeinschaft und sollten dies auch stärker gemeinsam dokumentieren, auch wenn man nicht in allen Fragen und Problemen kongruent denkt.

Auch wurden Fragen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sowie der Ostpolitik gegenüber Russland und dem Baltikum sowie der Ukraine erörtert.
Zum Abschluss des Gesprächs stellten beide Seiten eine weitgehende politische Übereinstimmung fest.
Der Botschafter stellte nachhaltig in Aussicht, dass er sehr gerne zu dem Kongress nach Deidesheim und zum Hambacher Schloss kommen wird. Hinz dankte für das atmosphärisch sehr gute und inhaltlich sehr konstruktive Gespräch.


„Gegenseitiger Wille zur Gemeinsamkeit ist entscheidend“

AKP tagt im masurischen Johannisburg / Hochrangige Referenten und emotionale Debatten

Von Bernhard Knapstein

Ein tragendes Element des lebendigen Austauschs und fruchtbarer Debatten ist regelmäßig ein Umfeld, das die Seele zu öffnen vermag. Ein solches Umfeld hat der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) in dem schönsten lichtdurchfluteten Grün und Gold des herbstlichen Mischwalds Masurens gefunden. In dieser von Deutschen und Polen geprägten Region hatte die AKP auf Einladung von Landrat Andrzej Nowicki gemeinsam mit dem Landkreis in der Kreisstadt Johannisburg (Pisz) die Tagung organisiert.

Zu der vom AKP-Vorsitzenden Bernd Hinz sowie Landrat Nowicki geleiteten Tagung fanden sich mehr als 50 Teilnehmer ein – eine beachtliche Zahl, angesichts des verkehrstechnisch eher abgelegenen Veranstaltungsortes. Doch das Programm hatte es in sich und mochte mit ausschlaggebend gewesen sein für die Größe des Auditoriums, die Lebendigkeit der zum Teil intensiven und emotionalen Debatte, in die sich die zahlreich angereisten deutschen und polnischen Landräte, Kreispräsidenten, Bürgermeister, Parlamentarier, Diplomaten, Kommunalpolitiker und Medienvertreter angesichts der europäischen Krise zum Teil hochengagiert einbrachten. Eine Krise, die einen starken Kontrastpunkt zu den Errungenschaften des 25-jährigen Jubiläums des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages und das inhaltliche Schwergewicht des zweitägigen Kongresses bildete, zu dem eigens auch der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT), Reinhard Sager, über den neuen Allensteiner Regionalflughafen ins südliche Ostpreußen einflogen war. Aber auch der aus Warschau zugereiste Gesandte der Bundesrepublik Deutschland, Manfred Huterer, und die beiden Sejmabgeordneten Jerzy Malecki von der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und Miroslaw Pampuch von der liberalen Oppositionspartei Die Moderne leisteten mit ihren Vorträgen wichtige Beiträge für die Debatte.

Die europäische Krise spiegelte sich in den Vorträgen und insbesondere in den anschließenden Diskussionen von DLT-Präsident Reinhard Sager und Jerzy Malecki wider.

Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages auf dem AKP-Kongress


DLT-Präsident bringt Arbeitskräfteaustausch für Tourismus ins Gespräch

Sager reflektierte in seinem Beitrag die Folgen aus 25 Jahre Nachbarschaftsvertrag. „Die Saat, die damals gesät wurde, ist aufgegangen“, konstatierte Sager, der im Hauptamt Landrat des Kreises Ostholsteins ist. Die beiden Nationen pflegten „gute, dichte und vielfältige Beziehungen wie nie zuvor“. Insgesamt bestünden heute mehr als 1400 kommunale Partnerschaften und Kooperationen, die zum großen Teil auf Landkreisebene gepflegt würden. Dennoch befinde man sich in einer Krisensituation, so Sager. Die Migrantenzahlen seien zwar gesunken, doch die Situation in Syrien scheine sich kurzfristig nicht zu entspannen. Der Brexit werfe zudem die Frage der künftigen Zusammenarbeit auf, die nicht zu Lasten der gegenseitigen Solidarität gehen dürfe. Der DLT-Präsident zitierte in dem Zusammenhang aus einer Rede des damaligen polnischen Konsuls und heutigen stellvertretenden Botschafters der Republik Polen in Berlin, Janusz Styczek, auf dem von Bernd Hinz im Jahr 2003 in Köln organisierten Kommunalpolitischen Kongress. Styczek setzte sich in seinem Vortrag mit der künftigen Rolle beider Nationen und ihrer Beziehung auseinander. „Ihr Zustand ist nicht mehr ein Problem von rein bilateralem Charakter. Ihr Charakter wird grundsätzlich durch die Übereinstimmung oder den Mangel in der Frage der weiteren Entwicklung der europäischen Integration bestimmt.“

Es war symptomatisch, dass die Flüchtlingskrise, in deren Bewältigung die deutsche Bundesregierung die Solidarität der europäischen Partner noch immer zu gewinnen sucht, hier im Vordergrund stand. Der Vorsitzende des Convents der Landräte in der Wojewodschaft Ermland-Masuren und Landrat des Kreises Lötzen (Gizycko), eine Art Landkreistag auf regionaler Ebene, Waclaw Strazewicz, stellte fest, Polen sei gegen die Aufnahme der Flüchtlinge, man habe bereits mit Migration aus der Ukraine und Weißrussland zu tun. „Die Aufnahme der Flüchtlinge könnte Merkel die nächste Wahl kosten“, stellte der Lötzener Landrat zudem mit Blick auf Deutschland fest.

Einen konstruktiven Einschlag erhielt die Debatte als DLT-Präsident Sager mit Blick auf die von Nowicki skizzierten 25 Prozent Arbeitslosigkeit und das Wirtschaftspotenzial des südlichen Ostpreußens einen Austausch von Arbeitskräften zwischen Schleswig-Holstein und Ermland-Masuren im Sinne des ausgelaufenen Projekts „mobioEU“ - Umschulung, Sprachkenntnisausbau und Spezialisierung von Arbeitskräften für den Tourismus in Ermland-Masuren vorschlug. Ganz praxisnah verdeutlichte sich der Sinngehalt dieses Vorschlags in einem von Landrat Nowicki initiiertem Besuch des Johannisburger Heimatmuseums in den Kellergewölben des Rathauses – die Begleittexte zu heimathistorischen Exponaten waren meist nur in polnischer Sprache gehalten, obwohl der mit Abstand größte Anteil der Touristen aus Deutschland kommt.

Der aus Johannisburg stammende PiS-Abgeordnete Jerzy Malecki hatte in dem AKP-Auditorium keinen leichten Stand. Er verteidigte Polens Haltung zur Migrationskrise. Seine Regierung stehe für die polnische Souveränität gegen europäische Überregulierung, aber auch für eine Priorität der Sicherheitsfragen. Als vorbildliche Partnerschaft nannte der Abgeordnete die deutsch-französischen Beziehungen, wobei er mutmaßte, dass es fraglich sei, ob ein solches Niveau in den deutsch-polnischen Beziehungen zu erreichen sei.

In der anschließenden Debatte, scharf in den Argumentationen aber respektvoll in der Diskussionskultur, wurde Malecki insbesondere hinsichtlich des verfassungsrelevanten Umgangs mit der Opposition in Polen von mehreren Seiten mit Fragen stark gefordert. So hinterfragten der Polenkenner, Journalist und ehemalige Kieler NDR-Funkhausdirektor Friedrich-Wilhelm Kramer sowie Miroslaw Pampuch von der Oppositionspartei Die Moderne die Besetzung des nationalen Medienrates. Malecki zeigte sich souverän, es blieb beim Austausch der Standpunkte. Es war an Tagungsleiter Bernd Hinz immer wieder durch gezielte Moderation die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen, zwischen den Kräften zu vermitteln und schließlich festzustellen, dass der offene aber eben auch freundschaftliche Umgang miteinander zur Diskussionskultur der AKP gehöre. Die AKP sei dankbar, dass er, Malecki, im gemeinsamen europäischen Geiste dazu beigetragen habe.

Huterer: „EU-Vertiefung für einige Staaten eher schwierig“

Manfred Huterer, der deutsche Gesandte und Stellvertreter des Botschafters in Warschau, bot in seinem Vortrag einen Auszug an Höhepunkten aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Spektrum der deutsch-polnischen Beziehungen. Ungeachtet derer, gebe es aber auch Differenzen, etwa im Bereich der Migrationspolitik und Energie. „Das muss man aber aushalten können und beharrlich an Lösungen arbeiten. Bezüglich der europäischen Krise gab der Gesandte auch ein persönliches Statement ab. Man müsse aufpassen, dass man die EU der 27 zusammenhalte. „Eine weitere Vertiefung ist für einige Staaten derzeit eher schwierig.“ Außenpolitisch sei die Abstimmung zwischen Deutschland und Polen mit Blick auf Osteuropa von essentieller Bedeutung. Huterer deutete eine allgemeine Unterschätzung des bereits totgesagten Weimarer Dreiecks an. Seit Oktober 2015 hätten allein sechs Ministertreffen des Weimarer Dreiecks stattgefunden, es gebe eine neue Dynamik.

Manfred Huterer, Vizebotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen beim Vortrag auf dem AKP-Kongress

Eigens für den Kongress hatte der Vorsitzende der ermländisch-masurischen Landräte eine Umfrage in der Wojewodschaft durchgeführt, um ein aktuelles Bild zum Umfang der partnerschaftlichen Beziehungen widergeben zu können. Von den 19 Landkreisen seien vier noch immer ohne Partnerschaft, darunter Neidenburg (Nidzica) , Ortelsburg (Sztszyno) und Rastenburg (Ketrzyn). Die erste Partnerschaft sei 1999 der Landkreis Allenstein mit dem Kreis Osnabrück eingegangen. Gleich mehrere Partnerschaften seien auf Initiative der deutschen Minderheit beziehungsweise der deutschen Vertriebenen entstanden, darunter sei auch der Kreis Johannisburg. Die seinerzeitige Initiatorin und heutige Ehrenvorsitzende des Deutschen Freundschaftskreises Rosch, Mira Kreska, saß im Auditorium und wurde, neben dem langjährigen Kreispräsidenten des Kreises Schleswig-Flensburg, Johannes Petersen, gleich mehrfach als herausragende Persönlichkeit in der deutsch-polnischen Partnerschaftsbewegung gewürdigt.

Strazewicz, dessen Kreis Lötzen (Gizycko) einen Partnerschaftsvertrag mit Querfurt pflegt, schlug ein gemeinsames Denkmalprojekt als Symbol für die Gesamtheit der Partnerschaftsbeziehungen vor - ob mit EU-Mitteln durchführbar, sei zu prüfen.

Der Sejmabgeordnete Miroslaw Pampuch, der eine Zeit lang auch Landrat des Kreises Allenstein war, ging auf die historischen Ecksteine der deutsch-polnischen Beziehungen von Brandts Kniefall in Warschau, über Solidarnosc in Danzig und das Treffen von Mazowiecki und Kohl in Kreisau ein, ohne die die deutsche Einheit, der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag und die auch von der AKP so intensiv gepflegten freundschaftlichen Beziehungen nicht denkbar seien. Pampuch skizzierte noch einmal die ersten Schritte zwischen Allenstein-Land und Osnabrücker Land, bei denen sich der verstorbene Allensteiner Kreisvertreter und AKP-Unterstützer Leo Michalski sowie der damalige Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck verdient gemacht hätten. Die Partnerschaft zwischen beiden Nationen habe den europäischen Integrationsprozess unterstützt. Doch wer hätte auf dem Kongress vor zwei Jahren gedacht, „dass wir heute den Brexit zu gegenwärtigen haben und wir in Polen über die verfassungsrechtliche Situation diskutieren und um das Recht kämpfen müssen“, fragte der Oppositionspolitiker im polnischen Sejm. „Polen braucht Deutschland, Deutschland braucht Polen und Europa braucht sie gemeinsam“, konstatierte Pampuch.

Die Vizemarschallin des Sejmiks Ermland-Masuren, Wioletta Śląska-Zyśk, bestätigte die vorherigen Berichte, nach denen vor allem die deutschen Touristen das Bild in der Region prägen. Sie berichtete den Delegierten des Kongresses über das Investitionsprogramm des Marschallamts, um der Arbeitslosigkeit zu begegnen. So würde in innovative Gründer, in die Wasserwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion sowie in die Holz- und Möbelindustrie investiert. Bei der Ausbildung nachwachsender Generationen setze man auch auf Berufsbilder mit sozialem Hintergrund. Berufsbilder, die Armut und Krankheit etwa in der ländlichen Region erforderlich machen und wie sie der Lazarus-Orden mit seinen zahlreichen und segensreich wirkenden Sozialstationen im südlichen Ostpreußen in Anstellung hat.

Auf Einladung der AKP waren die führenden Vertreter der Lazarus-Leitstation Elbing zum Kongress gekommen. Die Direktorin der Lazarus-Sozial-und Pflegeeinrichtungen in Ermland und Masuren, Frau Jolanta Golembiewska, stellte in einer Präsentation die erfolgreiche Arbeit der ab 1998 acht eingerichteten Sozialstationen vor. Im Rahmen des Kongresses dankte und verlieh der Großprior des Lazarus-Ordens Europa, Klaus-Peter Pokolm, gleich mehreren Lazarus-Pflegekräften Verdienstauszeichnungen für langjährige Betreungsdienste. Ein besonders hoher Orden wurde vom Großmeister des Internationalen Lazarus-Ordens, Don Carlos Gereda de Bourbon, Marquis de Almazan,dem langjährigen Stadtpräsidenten der Stadt Elbing verliehen, der sich um die Einrichtung und den Ausbau der Lazarus-Stationen Elbing besonders verdient gemacht hat.

Die Bedeutung der Bildung und Ausbildung hatte zuvor bereits der gastgebende Landrat Andrzej Nowicki in seiner Begrüßungsansprache hervorgehoben. Die Arbeitslosigkeit sei zwar von 33 auf 25 Prozent gesunken, zum Teil werde aber am Markt vorbei ausgebildet. Die Region und insbesondere Johannisburg sieht Nowicki auf einem guten Weg. Sein Kreis stehe in ganz Polen auf dem zweiten Rang hinsichtlich der Investitionen aus EU-Mitteln. Man habe Energie- und andere laufende Kosten darüber deutlich reduzieren können. Das sei den europäischen Partnern zu verdanken, deren Steuergelder in den Infrastrukturausbau flössen. Ein wichtiger Erfolg sei die Verhinderung des Abbaus der Bahnlinie aus Allenstein bis Lyck gewesen. Diese ermögliche nun den Anschluss vom Flughafen Allenstein. Der sollte im laufenden Jahr wenigstens 30.000 Passagiere abfertigen, eine Zahl, die man bereits überschritten habe. Als weiteren Faktor nannte Nowicki den Verkehrsträger Wasser. Um vom Landesinnere zur Seenlandschaft Masuren zu kommen gebe es mit der Pisek nur einen Fluss, der von Nord nach Süd verlaufe. Die Nutzung bedürfe des Baus einer Schleuse, ein Thema, das man nun endlich habe auf den Weg bringen können.

„Entscheidend ist der gegenseitige Wille zur Gemeinsamkeit. Ich wünsche, dass wir diesen Prozess weiterschreiben können zum Wohle beider Länder.“ AKP-Vorsitzender Bernd Hinz hatte mit diesen Worten seine Begrüßungsansprache zu Beginn des Kongresses beschlossen – nach dieser emotionalen, an Höhepunkten gespickten Tagung hätte er sie wohl auch zum Abschluss der zwei Kongresstage sagen können. Es ist genau das, was das Wirken der AKP ausmacht: der gegenseitige Wille zur Gemeinsamkeit - trotz aller Kontroversen.

Teilnehmer des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe
mit v.l. Bernd Hinz, Gerlinde Böttcher-Naudiet, Stefan Goronczy, Ilona Adamski,
dahinter Dr. Siegfried Hansen, ganz rechts Heinz Köhnke

 


Jan Strazewicz, Landrat des Kreises Lötzen (Gizycko) und Vorsitzender des Konvents der Landräte in der Woj. Ermland und Masuren

Wioletta Slaska-Zysk ,Vizemarschallin der Woj. Ermland und Masuren
     

Jerzy Malecki , Mitglied des Sejm

Miroslaw Pampuch, Mitglied des Sejm
     

Blick in die Tagung des AKP-Kongresses, vorne v.l. Reinhard Sager, Frau Kramer, Friedrich-Wilhelm Kramer,ehem. Direktor des NDR-Landesfunk, Lech Slodownik

Im Auditorium die Kreistagsmitglieder v.l. stellv. Kreisvertreterin Monika Hinz, Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet, Bürgervorsteher Heinz Köhnke
     

Vertreter des Kreises Elbing beim Komgress, v.l. Janusz Otreba, Maciej Romanowski, Bernd Hinz,Lech Slodownik, Pawel Troszynski

Teilnehmer des AKP-Kongresses, v.l. Bernhard Knapstein, Reinhard Sager, Bernd Hinz, Wioletta Slask-Zysk, Andrzej Nowicki
     

In der ersten Reihe, v.l. Waclaw Strazewicz, Maciej Romanowski, Marek Misztal

3 Freunde im Stadtmuseum Johannisburg/Pisz,v.l. Bernd Hinz, Maciej Romanowski, Andrzej Nowicki

 


Neue bedeutende Kunstwerke im Haus der Heimat II

Stellvertretend für viele Gruppenbesuche im Haus der Heimat:

Polnische Praktikanten aus Paslek/Pr. Holland mit ihrem Lehrer, die sich alle sehr interessiert beim Besuch im Haus der Heimat zeigten.

 


Neue bedeutende Kunstwerke im Haus der Heimat I

Das Haus der Heimat hat 2 Gemälde der in Pr. Holland geborenen Malerin Lotte Laserstein erworben. Es hat nunmehr im Künstlerraum 3 Werke der bedeutendsten Malerin aus dem Kreis Pr. Holland. Sie gilt auch auch als bedeutendste Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik. Seit 2010 ist die Nationalgalerie in Berlin im Besitz des Gemäldes "Abend über Potsdam" aus dem Jahr 1930.
Dieses Bild soll zukünftig die Ausstellung zur Moderne in der Neuen Nationalgalerie als erstes Bild eröffnen.


Portrait Prof.Anders Karlen,
Stockholm,Öl auf Leinwand

Damenportrait mit dunklem Haar und
Creolen, 1982. Pastell auf Malpappe


Bei den 2 erworbenen Bildern handelt es sich um das Portrait Prof.Anders Karlen, Stockholm,Öl auf Leinwand und Damenportrait mit dunklem Haar und Creolen, 1982. Pastell auf Malpappe.


NEU! Sammelband VI (Heimatbrief des Kreises Pr.Holland / Hefte 26-30) NEU!

Der Sammelband VI des Heimatbriefes des Kreises Pr. Holland (Hefte 26-30) konnte auf dem Kreistreffen in Itzehoe am 10. und 11.September der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Dieser Leinenband mit mehr als 850 Seiten ist nunmehr das 20. Grosswerk in der kulturhistorischen Arbeit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.



Dieser Sammelband konnte dank des großen Zuschusses der Förderstiftung des Kreises Steinburg herausgegeben werden und Sie können ihn hier erwerben.



Hauptkreistreffen in Itzehoe am 10./11.September

Erst das Verständnis - dann die Freundschaft
Internationale Gäste beim Treffen der Kreisgemeinschaft Preussisch Holland


Es passiert seit 63 Jahren immer im September: Teilnehmer aus ganz Deutschland und Nachbarländern kommen nach Itzehoe zum Treffen der Kreisgemeinschaft Preussisch Holland. Bei der diesjährigen Veranstaltung im Ständesaal wurde erneut die Bedeutung der Gemeinschaft in Europa betont.
Bürgervorsteher Heinz Köhnke gratulierte dem Kreisvertreter Bernd Hinz, der in diesem Jahr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten hatte. Schon früh während der Zeit des kalten Krieges habe er erste Kontakte nach Preussisch Hollandin Polen, dem heutigen Paslek, hergestellt. Mit der Einrichtung des Hauses der Heimat in Itzehoe sei es ihm und seinem Team, besonders seine Ehefrau und dem Ehepaar Collmann, gelungen, das Leben in Ostpreußen zu dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten. Die Itzehoer Städtepartnerschaft mit Paslek sei da nur folgerichtig gewesen, sagte Köhnke und lobte Hinz: "Du hast dich auch in schwierigen Zeiten als wahrer Europäer erwiesen."
Der Kreisvertreter hatte viele Gäste zu begrüßen, darunter den Bürgermeister der polnischen Stadt Mlynary, früher Mühlhausen, Marek Misztal sowie den Vizeratsvorsitzenden der Stadt Pr. Holland/Paslek ,Marian Matuszczak, und mehr als 25 Persönlichkeiten aus der Landes- und Kommunalpolitik.Sowohl Misztal als auch Matuszczak hatten zahlreiche Geschenke mitgebracht.

Nach zahlreichen Grußworten von weiteren offiziellen Gästen verglich die SPD-Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen in ihrem Vortrag die Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden heute mit der Lage der Menschen aus den ehemals ostdeutschen Gebieten, die während des Krieges und in den Folgejahren gekommen waren. "Im Internet spielen Grenzen heute nur noch eine geringe Rolle. Sollen wir die in der Realität wieder aufleben lassen?", fragte Herdejürgen und lobte die Errungenschaften im heutigen Europa. Kritik sei erlaubt und erwünscht, aber nicht um Europa kaputt zu machen, sondern um es zu verbessern. Gemessen an der großen Menge der Kriegsflüchtlinge damals sei es heute eine relativ geringe Zahl. Die vielen Ehrenamtlichen hätten Großartiges geleistet, lobte die Landtagsabgeordnete: "Entscheidend sind die menschlichen Gesten."
In seinem Festvortrag beschäftigte sich der Minister a.D. Und FDP-Landtagsabgeordnete Ekkehard Klug ausführlich mit dem Thema "Deutschland und Polen-Nachbarn und Partner in Europa". In einem historischen Rückblick schlug er einen Bogen über mehrere Jahrhunderte von der vollständigen Auslöschung eines Staatswesens über die 6 Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg allein auf polnischer Seite bis hin zur Gegenwart. Es sei erstaunlich ,dass das deutsch-polnische Verhältnis sich bereits relativ wenige Jahre nach dem Krieg zum Guten entwickelt habe. Der Freundschaft vorausgehend sei das wechselseitige Verständnis, so Klug.
Nach der kleinen Gedenkveranstaltung mit Gedenkworten des Bürgervorstehers Heinz Köhnke und mit Kranzniederlegung am Germanengrab begrüßte der Kreisvertreter die Anwesenden im Saal Klosterbrunnen am 2.Tag des Treffens.

Im Mittelpunkt dieser Feierstunde standen der Kurzvortrag von Hans Grodotzki, dem erfolgreichsten Sportler aus dem Kreis Pr. Holland, über sein Sportlerleben sowie die Grussrede vom Bürgermeister Marek Misztal über 700 Jahre Gemeinde Schönberg. Für die musikalische Umrahmungen der Veranstaltungen sorgte der Gesangverein Sude und Judith Michalski.


Quelle: Erhard Trusch in Norddeutsche Rundschau vom 12. September 2016 und Aufzeichnungen eines Pr.Holländers

 

   
Stellv. Landrat Rainer Naudiet und Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet im Ständesaal Itzehoe


Blick in das Auditorium der Sitzung des Kreisausschusses der Kreisgemeinschaft Pr. Holland
       
   
Grußwort des Bürgervorstehers der Stadt Itzehoe, Heinz Köhnke


Grußwort des Stellv. Kreispräsidenten Werner Schultze
       
   
Grußwort des Landtagsabgeordneten Bernd Voss (Bündnis 90/ Die Grünen)


Die polnische Delegation mit v.l. Lehrerin und Dolmetscherin Frau Kosobudska, Bürgermeister der Stadt Mühlhausen/Mlynary, Marek Misztal und dem stellv. Ratsvorsitzenden der Stadt Pr. Holland, Marian Matuszczak
       
   
Die Altbürgermeister der Stadt Itzehoe, v.l. Günter Hörnlein und Harald Brommer


Im Ständesaal v.l. Ratsfrau Dr. Kirsten Lutz (DAF)  und Dr. Reinhard Wenzlaff, Fraktionsvors.der CDU,Kreis Steinburg
       

 
Blick in das Auditorium im Ständesaal


Festrednerin Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen (SPD)
       
   
Festredner Landtagsabgeordneter und Minister a. D. Dr. Ekkehard Klug (FDP)


Besucher des Kreistreffens im Haus Klosterbrunnen,v.l. Kurt Morr aus Grünhagen
       
   
Eberhard Jamrowski mit Lebensgefährtin


Teilnehmer beim Kreistreffen, links das Ehepaar Böttcher aus Hermsdorf
       
   
Dr. Siegfried Grunwaldt mit Gattin(links)


Teilnehmer aus der Gemeinde Reichenbach, ganz links Elli Eigenbrodt
       
   
Der Pr. Holländer Hans Grodotzki, der über seine Erinnerungen an die Olympischen Spiele in Rom referierte


Die Vertreter der Piratenfraktion im Kreistag Steinburg, Dr. Siegfried Hansen und Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski
       
   
Kreispräsident Peter Labendowicz(Mitte) dankt Geschäftsführerin Gudrun Collmann und Kreisvertreter Bernd Hinz


Bürgermeister Marek Misztal,
Stadt und Gemeinde Mühlhausen/ Mlynary beim Vortrag "700 Jahre Gemeinde Schönberg"
       
   
Kreisvertreter Bernd Hinz dankt Bürgermeister M. Misztal


Altkreispräsident Hans-Friedrich Tiemann(links) und Kreisvertreter Bernd Hinz
 
Der Deutsche Verein aus Pr. Holland mit dem Kreisvertreter

 


Besuch der SPD-Kreistagsfraktion im Haus der Heimat in Itzehoe

Am 16.Juli 2016 besuchte die SPD- Kreistagsfraktion Steinburg unter der Leitung des Fraktionsvorsitzenden Rudolf Riep das Haus der Heimat in Itzehoe. Sie informierte sich unter Begleitung der Eheleute Gudrun und Bernd Collmann mehr als 1Stunde über die museale Ausstattung und Konzeption des Kulturhauses der Kreisgemeinschaft Pr. Holland . Dieser Informationsbesuch stand im Zeichen der Begutachtung  der musealen Einrichtungen im Kreis Steinburg , die einen Förderantrag gestellt haben. Zum Abschluss zeigten sich die kommunalen Vertreter sehr beeindruckt von dem Kulturhaus.

von links Niels Jurgons, Gudrun Prassler stellv. Kreispräsident Völker Susemihl, stellv. Landrat Rainer Naudiet, Gerlinde Böttcher-Naudiet, dahinter Gudrun Collmann(Kreisg. Pr.Holland),Manuela Streich(SPD-Kreisvorstand), Jürgen Klein, Hans-Werner Haase, Sina Esselborn-Große, Fraktionsvorsitzender Rudolf Riep; nicht auf dem Foto: Renate Schmidt

 


Der 30. Juni 2016: Ein guter Tag für die Patenschaft und Partnerschaft im Kreis Steinburg

Am 30. Juni 2016 fand im Kreistag Steinburg zum Thema Hinweisschilder an den Kreisgrenzen eine hochengagierte Debatte mit einer leidenschaftlichen Fürsprache für Identifikation des Kreises mit seinen Paten und Partnern, mit der Metropolregion Hamburg und mit Europa statt. Danach hat der Kreistag mit großer Mehrheit entschieden, dass das vom Landrat entfernte Patenschaftsschild für den historischen Kreis Preussisch Holland wieder -wie in den 60 Jahren zuvor- Teil der Kreishinweisschilder an den Kreisgrenzen sein soll und um den Hinweis auf die Partnerschaft mit dem polnischen Kreis Elbing/Elblag ergänzt werden soll.
Dieser Entscheidung stimmten die Fraktionen von SPD, FDP, Bündnis90/Die Grünen, Piraten, Bürgerliste und die Abgeordneten der zwei Wählergemeinschaften WiSt und Freie Wähler zu.
Lediglich die CDU stimmte dieser Beschlussfassung nicht zu.

Die Kreisgemeinschaft Pr. Holland dankt den beiden Initiatoren der Eingabe, Stefan Goronczy (FDP ) und Rainer Naudiet (SPD) sowie allen Kreistagsabgeordneten, die zu dieser Entscheidung im Kreistag des Kreises Steinburg beigetragen haben von ganzem Herzen.

Ein guter Tag auch für die Erinnerungskultur und Bekenntniskultur.
Bernd Hinz , Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Pr. Holland

 

 


14. Kulturnacht am 23.04.2016

In Anwesenheit der Äbtissin und Priorin im Adeligen Kloster in Itzehoe, die ein Grußwort entbot, berichtete Carsten Brecht anhand von zahlreichen Bildern sehr anschaulich über mehr als 750 Jahre Klostergeschichte.

Im zweiten Teil des Kulturprogrammes trug die Schauspielerin Katinka Springborn Texte über aktuelle Fluchtgeschichten vor:

"Der Hauptteil der "Fluchtgeschichten" (nach einem kurzen Abschnitt aus dem Roman "Eine Handvoll Sterne" von Rafik Schami) bestand aus Auszügen aus dem Buch "Über das Meer" von Wolfgang Bauer. Er ist Journalist und hat mit dem Fotografen Stanislav Krupar syrische Flüchtlinge begleitet. Selber als Flüchtlinge getarnt, und in engem Kontakt zu den Menschen, mit denen er gemeinsam 'auf der Flucht war' beschreibt er - zu einem Großteil aus erster Hand - was auf der Flucht alles geschieht.

Die Grausamkeit der Schlepper, die vielen Versuche, überhaupt wegzukommen. Viele Boote drehen aus verschiedenen Gründen wieder um. Mehrfach werden Flüchtlinge von ihren eigenen Schleusern, denen sie viel Geld bezahlt haben, quasi gekidnappt, weil die Schleuser sich gegenseitig erpressen. Sie werden irgendwo ausgesetzt, immer wieder mit Gewehren getrieben wie Vieh. Wieder und wieder versuchen sie es. Familien werden auseinandergerissen, sie werden auf seeuntüchtige, zu kleine Boote gepfercht und haben keine Chance mehr umzukehren. Durch Bauers Beschreibung wird sehr klar, dass niemand das alles aus Spaß oder nur um etwas mehr Geld zu haben, auf sich nimmt."

Zum Schluss berichtete die syrische Studentin Nada Madkhana über die eigene Fluchtgeschichte.
Und über ihre Hoffnung, in ihr Heimatland Syrien zurückkehren zu können und dann Anteil am Wiederaufbau dieses Landes zu nehmen.
Traditionell besuchten Bürgervorsteher Heinz Köhnke, stellv. Kreispräsident Völker Susemihl und stellv. Landrat Rainer Naudiet sowie Gattin Gerlinde Böttcher-Naudiet die Kulturnacht im Haus der Heimat.

 
 
Die Schauspielerin Katinka Springborn bei der Textlesung

V.l.der Referent Carsten Brecht, Kreisvertreter Bernd Hinz,Äbtissin Gudrun von Ahlefeld,Bürgervorsteher Heinz Köhnke, stellv. Kreispräsident Völker Susemihl.

Die syrische Studentin Nada Madkhana beim Vortrag

 


 

Arbeitsbesuch in Ostpreußen im Frühjahr 2016

Vom 28.03. bis 02.04.2016 besuchten Kreisvertreter Bernd Hinz und seine Frau Monika die Kreisstadt Elbing sowie die Städte Pr. Holland, Mühlhausen und Tolkemit.
Mit den Landräten Andrzej Nowicki und Maciej Romanowski besprach Herr Hinz den Kommunalpolitischen Kongress in Johannisburg, der vom 14. – 16.10.2016 im Hotel Nad Piszu durchgeführt werden soll.
Das Leitthema soll lauten: Europa – Quo vadis? Strukturelle Wege in ein zukunftsfähiges Europa.
Die beiden polnischen Landräte laden die polnischen Vertreter zum Kongress ein, die AKP lädt die deutschen Vertreter ein. Die Referentenliste wurde besprochen und es werden entsprechende Anfragen gestartet. Zum Tagungsprogramm wird auch eine Besichtigungsfahrt in die Umgebung von Johannisburg eingeplant.

Beim Empfang im Rathaus der Stadt Elbing durch Oberbürgermeister W. Wroblewski waren auch der stellvertretende Oberbürgermeister Janusz Nowak und der frühere Oberbürgermeister Henryk Slonina anwesend. Ein wichtiges Thema war auch hier der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress, an den sich Oberbürgermeister Wroblewski bei seiner Teilnahme in Kiel noch gut erinnern konnte. Kreisvertreter Bernd Hinz lud den Oberbürgermeister zum nächsten Kongress in Johannisburg ein. Er lud auch Alt-Oberbürgermeister Henryk Slonina ein und teilte ihm mit, dass der Internationale Lazarus-Orden beschlossen hat, ihm die zweithöchste Auszeichnung des Internationalen Ordens für seine große Unterstützung der Lazarus-Station in Elbing zu verleihen.
Danach schloss sich ein Empfang im Landratsamt durch Landrat Romanowski und Kreispräsident Ryszard Zagalski an, in dem über die lebendige Ausgestaltung der Partnerschaft gesprochen wurde.
Es soll eine größere Veranstaltung in Pr. Holland aus Anlass des 200-jährigen Gedenkens an die Gründung des Kreises Pr. Holland 2018 durchgeführt werden. Es ist angedacht, dass ein Gedenkstein mit diesem Datum unter Aufnahme der Partnerschaften des Kreises Elbing und der Stadt Pr. Holland zu diesem Zeitpunkt dann eingeweiht wird.

Als weitere Maßnahmen sind im Gespräch die Restaurierung des Kriegerdenkmals in Quittainen sowie die Pflege weiterer Kriegerdenkmäler im historischen Kreis Pr. Holland.
Beim Empfang im Rathaus von Pr. Holland wurde vereinbart, dass eine Delegation aus der Stadt Pr. Holland 2017 der Einladung zum Arbeitsbesuch in Hürth / Köln nachkommt. Bürgermeister Dr. Sniecikowski zeigte den Eheleuten Hinz neue bauliche Maßnahmen, wie u.a. den großen Kinderspielplatz an der Poststraße.

Des Weiteren wurde die aufwendig renovierte Orgel in der St. Bartholomäus-Kirche sowie ein speziell organisiertes Orgelkonzert durch den Organisten Jacek Matukiewicz bewundert. Bei der von Kreisvertreter Bernd Hinz ausgesprochenen Einladung waren die kommunalen Spitzen des Landkreises Elbing und der Stadt Pr. Holland zum Abendessen und zum geselligen Zusammensein in ein Restaurant der Stadt gekommen. Dort unterstrichen die polnischen Vertreter in ihren Grußworten nachhaltig die sachlich und emotional enge Verbindung der polnischen Gebietskörperschaften zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland.

Nach dem Besuch des Deutschen Vereins in Pr. Holland in den Vereinsräumlichkeiten fand ein Besuch in der Stadt Mühlhausen zunächst im Rathaus statt, an dem neben Bürgermeister Marek Misztal, die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Roginska und die Ratsvorsitzende Stanislawa Szczepaniak teilnahmen. Bürgermeister Misztal teilte uns mit, dass die Lazarusstation in Elbing Pflegedienste in Mühlhausen inzwischen ambulant wahrnimmt. Er plant jedoch, in einem Zeitfenster von zwei bis drei Jahren eine stationäre Pflegeanstalt in der dann ehemaligen Volksschule von Bludau einzurichten. Herr Misztal möchte uns auch bei dem Erwerb von kulturhistorischen Schriften behilflich sein. Mit dem zuständigen Pfarrer von Mühlhausen, einem gelernten Kunsthistoriker, besuchten wir die frühere evangelische Stadtkirche und die katholische Kirche in Mühlhausen. Er zeigte sich sehr interessiert, einen Beitrag für den nächsten Heimatbrief über die katholische Kirche und das Marienbild sowie den Altar zu fertigen. Danach besuchten wir gemeinsam noch die Kirche in Bludau sowie den Friedhof und das Kriegerdenkmal in Neu Münsterberg. Kreisvertreter Bernd Hinz regte an, dass man gemeinsam mit der Stadt Mühlhausen die Kriegerdenkmäler in Schönberg, Hermannswalde und Neu Münsterberg, evtl. auch Bludau, renovieren bzw. pflegen sollte.

Herr Misztal sprach die Einladung zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde Schönberg am 02.07.2016 aus. Des Weiteren will er sich um eine historisierende Bauweise am Markt bemühen.
Des Weiteren hat noch ein Besuch in der Stadt Tolkemit bei Bürgermeister A. Lemanowicz, an dem auch Vizelandrat Likuschewski und der Direktor der Kreissozialeinrichtungen Tomasz Domszalski teilgenommen haben, stattgefunden. Bürgermeister Lemanowicz führte uns durch das neue Rathaus, das insgesamt optimal konstruiert ist und zeigte uns das Zentrum der Stadt sowie den Hafen. Die Stadt hat sich gegenüber unserem ersten Besuch vor ca. 20 Jahren dynamisch positiv weiterentwickelt.
Zum Schluss hatten wir in Podangen ein Sondierungsgespräch mit dem Unternehmer Stefan Hipp, den Kreisvertreter Hinz als Referent zum Kommunalpolitischen Kongress 2016 in die Stadt Johannisburg eingeladen hat. Herr Hipp zeigte sich für die Teilnahme sehr aufgeschlossen und erhielt Informationsmaterialien über die Arbeit der Kreisgemeinschaft im kulturhistorischen Bereich. Beide Seiten wollen den Kontakt fortsetzen und vertiefen sowie weitere Überlegungen zur engeren Zusammenarbeit anstellen.
Herr Hipp plant, die Ruine des Schlosses Schlodien historischgetreu von innen und außen wieder aufzubauen.

 

 
Im Landratsamt des Kreises Elbing :
Landrat Maciej Romanowski (links) ,
Kreisvertreter Bernd Hinz (Mitte), Kreispräsident Ryszard Zagalski (rechts)
 
Landrat Maciej Romanowski (links). Kreisvertreter Bernd Hinz (Mitte), Kreispräsident Ryszard Zagalski (rechts)
     
 
Im Rathaus von Pr.Holland: v.l. Ratsvorsitzender Edward Skalij, Bürgerm. Dr.Wieslaw Sniecikowski, stellv. Kreisvertr. Monika Hinz, Kreisvertr. Bernd Hinz, Vizeratsvors. Henryk Zuchowski, Altratsvorsitzender J. Przepelski
 
Im Rathaus von Tolkmit: Von links:Tomasz Domszalski, Direktor des Kreissozialamtes, Zbigniew Lichuszewski,stellv. Landrat, Bürgermeister Andrzej Lemanowicz, Bernd Hinz und Historiker Lech Slodownik
     
 
Im Rathaus der Stadt Elbing:
v.l. Landrat Maciej Romanowski, Kreisvertreter Bernd Hinz, Oberbürgermeister W. Wroblewski, Altoberbürgermeister Henryk Slonina, stellv. Oberbürgermeister Janusz Nowak
 
Maciej Romanowski, Landrat des Kreises Elbing,Kreisvertreter Bernd Hinz, Andrzej Nowicki, Landrat des Kreises Johannisburg, Historiker Lech Slodownik
     
 
Besuch des Deutschen Vereins in
Pr. Holland von Kreisvertreter Bernd Hinz
 

Besuch im Rathaus der Stadt Mühlhausen: v.l. Historiker Lech Slodownik, Kreisvertreter Bernd Hinz, Bürgermeister Marek Misztal, Ratsvorsitzende Stanislawa
Szczepaniak,stellv.Bürgermeisterin
Maria Roginska

     
v.l.: Ratsvorsitzender Edward Skalij, stellv. Ratsvorsitzender Henryk Zuchowski, Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski, Kreisvertreter Bernd Hinz, stellv. Kreisvertreterin Monika Hinz, Landrat Maciej Romanowski, Joanna Naspinska, Mitglied des Kreisausschusses Elbing, Altbürgermeister Pawel Troszynski, hinten Lech Slodownik
 
Restaurierte Orgel der St. Bartholomäuskirche in Pr. Holland

 


Arbeitsgespräche in Itzehoe im März 2016

Vom 18. bis 24.03.2016 führte Kreisvertreter Bernd Hinz umfangreiche Gespräche mit führenden Vertretern der Patenschaftsträger in Itzehoe.
Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich sprach er die Möglichkeiten einer Teilnahme als Referent beim kommunalpolitischen Kongress im ostpreußischen Johannisburg/Pisz an. Hierfür zeigte sich Herr Helfrich sehr interessiert ebenso für die Vermittlung eines Gespräches mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig, der Vorsitzender der Gruppe der Flüchtlinge, Vertriebenen und Aussiedler in der CDU/CSU Bundestagsfraktion ist.
In Hinblick auf die Vitalisierung der Patenschaft im Kreis Steinburg durch Maßnahmen von Projekten sollte ein Konzept zunächst erarbeitet werden. Als ein gelungenes Beispiel wurde die adventliche Bürgerfragestunde im Haus der Heimat angesehen.
An dem Gespräch mit der Kreistagsfraktion der FDP nahmen Fraktionsvorsitzender Göttsche sowie der stellvertretender Fraktionsvorsitzende Stefan Gronczy und Horst Gabriel teil. In dem von großer Harmonie begleiteten Informations- und Gedankenaustausch stellte man nicht nur die aktuelle ungebrochene Bedeutung der Patenschaft heraus, die FDP-Fraktion regte an, dass eine Sitzung des Kulturausschusses des Kreises Steinburg im Haus der Heimat stattfinden solle und die kulturelle Informationsmöglichkeit für Schüler von Gymnasien und anderen Schulen von den Lehrkräften im Kreis Steinburg genutzt werden sollte. Die politische und die rechtliche Problematik der neu errichteten Kreisschilder an der Kreisgrenze des Kreises Steinburg wurden nachhaltig diskutiert.
Die Möglichkeit eines Referates durch den Kultusminister a.D. Dr. Klug im Ständesaal beim Kreistreffen, der sich hierfür interessiert zeigte wurde angesprochen und avisiert. Mit der Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen wurde ebenfalls die Referententätigkeit beim Kreistreffen in Itzehoe September 2016 angesprochen und festgelegt.
In einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre fand das Gespräch mit Vertretern der SPD-Fraktion im Kreistag. stellvertretender Landrat Rainer Naudiet und Gerlinde Böttcher-Naudiet, statt. Wichtige Punkte im Rahmen der Patenschaft wurden im Konsens erörtert. Angedacht ist ein Treffen der SPD-Kreistagsfraktion im Haus der Heimat. Daneben wurden wichtige Termin in diesem Jahr, u. a. Kulturnacht, Kreistreffen, kommunalpolitischer Kongress in Johannisburg usw., abgestimmt.
Der Kreisvorsitzende der Kreis-CDU und Landtagsabgeordnete Heiner Rickers kam als Freund der Patenschaft ins Haus der Heimat, um sich über den aktuellen Wirkungskreis der Kreisgemeinschaft und ggf. über aktuelle Problemstellungen zu informieren. Herr Rickers wird im September in Itzehoe ein Grußwort entbieten.
Die Fraktion der Piraten im Kreistag Steinburg mit der Fraktionsvorsitzenden Ilona Adamski und Dr. Tom-Michael Voigt erörterte den Ausbau der Möglichkeiten der kulturellen Ausstrahlungskraft des Hauses der Heimat. Hier war auch die Fördermöglichkeit für museale Einrichtungen im Kreis Steinburg Gesprächsthema. Frau Adamski regte im Hinblick auf den reichhaltigen, umfangreichen Wirkungsgrad des Hauses der Heimat an, bereits im Sommer 2016 erneut für das Jahr 2017 einen Förderungsantrag zu stellen.
Kreisvertreter Bernd Hinz bedankte sich bei den Fraktionsmitgliedern der Piraten nachdrücklich für das äußerst fruchtbare Gespräch im Jahre 2015 und auch für die wichtigen Hinweise, die er bisher von der Fraktion erhalten hat. Frau Adamski beabsichtigt, mehrere Veranstaltungen der Kreisgemeinschaft Preußisch-Holland bzw. der AKP in diesem Jahr zu besuchen.

 
 
Mitglieder der SPD- Fraktion im Kreistag Gerlinde Böttcher-Naudiet und Rainer Naudiet sowie Kreisvertreter Bernd Hinz

Kreispräsident Peter Labendowicz (li. ) und Bernd Hinz

Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen und Bernd Hinz
 
 
Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich(links) und Bernd Hinz

Ehepaar Bernd und
Gudrun Collmann, stellv. Kreisvertreterin sowie Bernd Hinz (mitte)

Besuch der FDP-Fraktion im Kreistag im Haus der Heimat mit v.l. stellv. Fraktionvors. Stefan Goronczy, Horst Gabriel und Fraktionsvors. Göttche mit Bernd Hinz
 
 
v.l. Bernd Hinz mit Fraktion der Piraten im Kreistag:
Dr. Tom-Michael Voigt und Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski

Bernd Hinz mit dem Landtagsabgeordneten Heiner Rickers

Bernd Hinz mit Bürgervorsteher Heinz Köhnke

 


Brücken zu Polen gebaut
Bernd Hinz erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Das Bundesverdienstkreuz am Bande hat der Hürther Bernd Hinz schon. Nun, 17 Jahre später, ist Bundespräsident Joachim Gauck dem Vorschlag von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gefolgt, den Brückenbauer zwischen Deutschen und Polen mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse auszuzeichnen. Staatssekretär Thorsten Klute überreichte den Orden und die Urkunde bei einem Festakt am 17. März 2016 in Köln.

Hinz, der 1947 in Köln geboren wurde, ist Nachkomme deutscher Vertriebener aus Preußisch-Holland, der heutigen polnischen Stadt Paslek im Landkreis Elblag/Elbing. „Es hat einen besonderen Charakter, dass ein Nachkomme von vertriebenen Ostpreußen das Vertrauen polnischer Kommunalpolitiker gewonnen hat, um sie bei jährlichen Kongressen mit ihren deutschen Kollegen zusammenzubringen“, sagte der stellvertretende Botschafter der Republik Polen in Berlin, Janusz Styczek.
Staatssekretär Klute erinnerte an die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vor 25 Jahren. Bernd Hinz habe diese Vereinbarung mit Leben gefüllt. Auf Regierungsebene kann man noch so viele Verträge schließen, wenn die Bevölkerung sie nicht trägt, sind sie nur beschriebenes Papier. „Bernd Hinz handelte aus der Überzeugung, dass aus den Kommunen der Wille kommen muss, miteinander an einem friedlichen Europa zu bauen“ führte Klute aus. Insofern hat ihn die Schwere des Bundesverdienstkreuzes am Bande nicht träge gemacht, sondern getragen, so der Nordrhein-Westfälische Staatssekretär aus dem Ministerium für Arbeit, Integration, Soziales.

v.l. Laudation durch Landrat Maciej Romanowski, Kreis Elbing; Bürgermeister Marek Misztal, Stadt Mühlhausen; Stadtratsvorsitzender Henryk Zuchowski,Stadt Pr. Holland; Altbürgermeister Pawel Troszynski, Stadt Pr.Holland und Historiker Lech Slodownik
     

Der polnische Vizebotschafter Janusz Styczek und Bernd Hinz

Ordensverleihung durch Staatssekretär Thorsten Klute an Bernd Hinz

Glückwünsche im Namen
des Kreises Steinburg und
der Stadt Itzehoe von Bürgervorsteher Heinz Köhnke an Bernd Hinz



Zu den Verdiensten des 68jährigen Fachbereichsleiters Recht und Leiter der Antikorruptionsstelle in der Stadtverwaltung Mönchengladbach, Herrn Leitenden Stadtrechtsdirektor Hinz, gehören neben der Gründung der deutsch-polnischen Arbeitsgemeinschaft kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) der Einsatz für die Partnerschaften mit dem Kreis Elbing und der Stadt Preußisch-Holland, die Einrichtung einer Sozialstation in Paslek/Preußisch-Holland und der Wiederaufbau von historischen Stadtmauern bzw. Stadttoren. Der Prior im Internationalen Lazarus-Orden, der lange dem Präsidium und Bundesvorstand des Bundes der Vertriebenen angehörte, sorgte zudem für den Erwerb des Hauses der Heimat in Itzehoe, das von der Kreisgemeinschaft Preußisch-Holland, dessen Vorsitzender er seit 1980 ist, betreut wird.

Quelle u. a. Kölner Stadt-Anzeiger vom 18.03.2016



Zuwanderungskrise beherrschendes Thema auf deutsch-polnischem Kommunalkongress


Deutsch-Polnischer Kommunalpolitischer Kongress der AKP tagt in Magdeburg und beschäftigt sich vor allem mit den Folgen der Massenzuwanderung nach Europa. Ministerpräsident Haseloff begrüßt die rund 60 Delegierten in der Landeshauptstadt.

Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg ist ein Kristallisationspunkt in der Verwaltungsgeschichte der europäischen Städte. Das Magdeburger Stadtrecht des Hochmittelalters hat sich tief nach Osten auf rund 1.000 Städte und Ortschaften ausgebreitet und auch für Polen eine starke Sogwirkung entfaltet. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht hatte bereits 2012 in Elbing diese historische Brücke zwischen Deutschland und Polen im Rahmen des deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresses der deutsch-polnischen Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) hervorgehoben.

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Der Landesvater bekannte sich zu dem Kongress in der Landeshauptstadt und verwies dabei auf die Regionalpartnerschaft seines Landes zur Woiwodschaft Masowien. (c) Bernhard Knapstein.


Stahlknechts damals ausgesprochenen Einladung, den Kongress auch einmal in Magdeburg auszurichten, sind wir gerne nachgekommen“, erläutert der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz, der die Kongressreihe bereits im Jahr 2000 initiiert und seither unter verschiedener Trägerschaft geleitet hat. Der Minister selbst musste seine fest eingeplante Teilnahme an dem diesjährigen Kongress aufgrund des vom Bundeskanzleramt kurzfristig einberufenen Asylgipfels absagen.
Im Magdeburger Maritim war es im Oktober 2015 deshalb der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt höchst selbst, der das Wort der Begrüßung an die rund 60 Delegierten der AKP richtete. Dr. Reiner Haseloff begrüßte die deutschen und polnischen Landräte, Kreispräsidenten, Bürgermeister, Landes- und Kommunalpolitiker, Vertriebenenvertreter und Angehörige der deutschen Minderheit. Zu den Teilnehmern zählen immer wieder auch Vertreter der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG), darunter der Landesvorsitzende für Sachsen-Anhalt, Krysztof Blau, sowie der ehemalige NDR-Journalist und DPG-Beirat Friedrich-Wilhelm Kramer. Für sein Land sei Polen das wichtigste Exportland, erklärte der Ministerpräsident. Haseloff, der auch auf die Regionalpartnerschaft seines Landes mit der Wojewodschaft Masowien einging, betonte, dass die Deutschen mit Dankbarkeit auf Solidarnosc, Papst Johannes Paul II. und Polens Rolle beim Ende des Kalten Krieges blickten. „Ohne Polen gäbe es keine Einheit Deutschlands“, zeigte sich der Ministerpräsident fest überzeugt.

In der nachfolgenden Diskussion mit dem Landesvater kristallisierte sich erwartungsgemäß schnell das Thema Asyl- und Zuwanderungspolitik heraus. Die deutschen Kommunalpolitiker wiesen auf die enormen Belastungen hin, ein für Haseloff allerdings vertrautes Thema, da auch sein Bundesland mit den organisatorischen Herausforderungen der Zuwanderung zu kämpfen hat. „Eine dauerhafte Integration der derzeit ins Land strömenden Menschen ist für Deutschland allein nicht leistbar“, widersprach Haseloff dem „Wir schaffen das!“-Mantra seiner Parteivorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dies sei auch für die CDU eine echte Herausforderung. „Wir haben keine Patentrezepte, wir sind Suchende“, musste der Ministerpräsident bekennen.

Die von Haseloff angedeutete und von der Bundesregierung immer wieder eingeforderte europäische Solidarität in der Frage der Verteilung der Europa erreichenden Flüchtlingsströme nach dem Dublin-Schlüssel wies der Stellvertretende Botschafter der Republik Polen in Berlin, Janusz Styczek, für sein Land zurück. Polen habe, was kaum wahrgenommen worden sei, der Übernahme von 8.000 Flüchtlingen – anders als etwa Tschechien und andere Staaten – tatsächlich zugestimmt. Dies sei für das in seiner Bevölkerungsstruktur sonst sehr homogene Polen eine schwierige Entscheidung gewesen.



In seinem Vortrag über Polens Blick auf Deutschland und Europa forderte Styczek, dass sich Deutschland und Polen in der Flüchtlingsfrage nicht auseinanderdividieren lassen dürften. Langfristig aber wünsche sich Polen eine einheitliche europäische Asylpolitik. In zwei Punkten gebe es eine politische Meinungsverschiedenheit und zwar in der Ostpolitik mit Blick auf die Ukraine und in der Klimapolitik, wo es Polen mit seiner auf Kohle basierenden Energiewirtschaft schwer habe, der Klimapolitik der EU zu entsprechen. Im Hinblick auf den Beitritt Polens zur Eurozone stehe nicht das „Ob“, sondern nur das „Wann“ zur Diskussion. Kongressleiter Bernd Hinz erinnerte in seinem Dank daran, dass Styczek bereits 2003 an dem Kommunalpolitischen Kongress in Köln teilgenommen hatte und er seither ein Freund der Initiative und der AKP sei.

Wie dramatisch der Zustand in den deutschen Landkreisen aktuell ist, davon wusste der Vizepräsident des Deutschen Landkreistages Thomas Kubendorff, Kreis Steinfurt, zu berichten. „In NRW ist es mittlerweile so, dass die Gemeinden inzwischen auch die Erstaufnahme durchführen, weil das Land die Flüchtlingskrise schlichtweg ignoriert hat.“ Steinfurt habe so von einem Tag auf den anderen 700 Flüchtlinge aufnehmen müssen.

Thomas Kubendorff, der in seinem Referat primär die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen in den Blickpunkt rückte, wies daraufhin, dass von den 1.400 sehr aktiven kommunalen Partnerschaften zwischen Deutschland und Polen ein starker Einfluss auf die Außenpolitik ausgehe. Kritisch betrachte der DLT-Vizepräsident allerdings, dass die Europäische Union die Förderung der Partnerschaftsarbeit runterfahre. Es gehe zwar nicht um große Mittel, dennoch müsse die EU in dieser Frage umdenken.
In der Tat kommt die Entwertung der Partnerschaftsarbeit auf europäischer Ebene zur Unzeit. Die EU befindet sich nach Expertenmeinung in einem fragilen Zustand abnehmender Zustimmung bei den Bürgern, strukturellen Schwächen und nur geringer demokratischer Legitimierung. Auf dem Hambacher Kongress der AKP 2010 sprach Alt-Ministerpräsident Dr. h.c. Erwin Teufel gar von einer „EU-Zustimmung im freien Fall“. In diesem Kontext bekommt die Streichung der Mittel für Partnerschaftsarbeit einen besonders negativen Beigeschmack.



Wie sehr die Flüchtlingswelle auf Europa hinter den Kulissen das Parlament in Atem hält, offenbarte der Innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Burkhard Lischka. Der Abgeordnete, der auch selbst in der Magdeburger Kommunalpolitik mitwirkt, zeigte Verständnis für die Belastungen der Kommunen. Als Nadelöhr identifizierte Lischka in seinem sehr emotionalen aber auch faktenreichen Beitrag die personelle Ausstattung sowie die Berechnungsgrundlagen für die Bearbeitung von Asylanträgen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Seinem Vortrag schloß sich eine hochintensive und emotionale Diskussion an, bei der man auch den mit der Massenzuwanderung bisher nicht konfrontierten polnischen Kommunalpolitikern Sorgen um das europäische Gemeinwesen anmerkte. Die Diskussion des Auditoriums mit dem Referenten offenbarte, dass die Flüchtlingswelle sowohl die Europäische Union als auch Deutschland selbst spaltet.
Die Flüchtlingskrise droht Europa zu zerreißen. Der Schlüssel von Lösungen in der Flüchtlingsproblematik liegt in Europa, aber leider befinden sich die meisten europäischen Länder lediglich auf der „Zuschauertribüne“. Europa muss sich entscheiden, ob es sich als Solidargemeinschaft oder lediglich nur noch als „Freihandelsraum“ versteht

Auch das Thema Wirtschaftspartnerschaft griff die AKP im Rahmen ihres Kongresses auf. Der Landesvorsitzende des CDU-Wirtschaftsrates und Präsident der Anwaltskammer Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Moeskes, analysierte die Grundlagen der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen ausgehend vom Magdeburger Recht. Er hob in seinem Vortrag die Potenziale der Wirtschaftskooperation als ergänzenden Faktor zur Kommunalpartnerschaft hervor. Es gelte die guten kulturellen Kooperationen auch für wirtschaftliche Synergieeffekte zu nutzen. Immerhin hätten seit der Wiedervereinigung deutsche Unternehmen bereits 27 Mrd. Euro in Polen investiert. Ergänzt wurde sein Vortrag von den Erfahrungsberichten zweier Unternehmer aus der Region mit entsprechendem Engagement. Der Wirtschaftsrat der CDU gehört inzwischen zu den Partnern der AKP-Initiative und nahm gleich mit mehreren Vertretern an dem Kongress teil.

Das Schwerpunktthema des Kommunalpolitischen Kongresses 2014 in Posen, die Ukraine-Krise, griff in Magdeburg noch einmal der langjährige Landtagspräsident des Landes Sachsen-Anhalt, MdL Dieter Steineckeauf. Der Politiker, der auch über einige Jahre Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums war, forderte, die EU müsse sich gegenüber Russland mit Blick auf die Ukraine und Polen entschiedener aufstellen. Die diplomatischen Gespräche würden „mit Leerlauf“ geführt.
Der Kommunalpolitische Kongress der AKP befasste sich auch in diesem Jahr wieder mit der Entwicklung der deutschen Minderheit in Polen. Die Vorsitzende des Deutschen Vereins im masurischen Neidenburg (Nidzica), Sabina Wylengowska, referierte über die Entwicklung des deutschen Sprachunterrichts als Fremd- und als Unterrichtssprache. In Ermland- Masuren unterrichten aktuell nur 22 Lehrer an 19 Schulen Deutsch als Minderheitensprache, die wenigsten der Lehrkräfte haben selbst deutsche Wurzeln. Zu kritisieren sei, dass die nach einer Verordnung des Bildungsministers vom 19.11.2009 vorgeschriebenen methodischen Schulungen der Lehrkräfte unterblieben und auch die Terminierung des Unterrichts als Minderheitensprache zum Teil auf den späten Nachmittag verlegt würde. Schüler vom Lande seien so gezwungen zwischen dem allgemeinen Unterricht und dem minderheitenspezifischen Unterricht viele Stunden durchzuhalten, was dazu führe, dass oft eher auf den Minderheitenunterricht verzichtet werde.

Den Werdegang der Minderheit im Oppelner Schlesien als kulturelle und politische Kraft beschrieb der Vizepräsident des Oppelner Sejmiks, Jozef Kotys. Die vergangenen 25 Jahre der Minderheit seien geprägt gewesen von dem Ringen um Anerkennung und der gleichberechtigten Mitwirkung am Gemeinwesen in der Wojwodschaft Oppeln. Der Vertreter der deutschen Minderheit im polnischen Parlament, dem Sejm, sei Rychard Galla, der auch regelmäßiger Teilnehmer der AKP-Kongressreihe ist. Er stellte in seinem Vortrag die Kernfrage: „Sind die Deutschen in Oppeln ein Hindernis oder eine Bereicherung für die deutsch-polnischen Beziehungen?

Anhand mehrerer Beispiele aus der Praxis (die deutsche Minderheit gewinnt bei Wahlen nicht unerheblich Stimmen aus der polnischen Bevölkerung, Brückenfunktion zu Deutschland und Frankreich durch die Partnerschaft sowie stärkerer Anreiz für Investitionen bei Unternehmern aus Deutschland usw) belegte er die positive Rolle der Deutschen aus Oppeln in Polen.

Der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress beschloss seine Tagung 2015 mit einer Besichtigung des Magdeburger Doms und der Grablage Kaiser Otto I.
Der AKP gelingt immer wieder neu, mit ihrer Traditionsveranstaltung den Finger am Puls der Zeit zu haben. „Ich gratuliere Ihnen zur Organisation des Kongresses auf so hohem Niveau“, ließ etwa der Mühlhausener Bürgermeister Marek Misztal wenige Tage später mit Verweis auf die hochwertige Zusammensetzung der Gäste und Redner verkünden. Dass der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress der AKP seit Jahren eine feste Bank im binationalen Verständigungsprozeß ist, stellte allerdings der masurische Landkreis Johannisburg/ Pisz am eindrucksvollsten unter Beweis. Landrat Andrzej Nowicki, der seit vielen Jahren als Delegierter an dem Kongress teilnimmt, teilte noch auf der Magdeburger Tagung mit, dass der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz für seinen unermüdlichen Einsatz um die Beziehungen zwischen beiden Ländern und die Kongressreihe mit der höchsten Auszeichnung seines Landkreises, dem „Ehrenwolf von Pisz“ 2015 ausgezeichnet werden solle.
Dass ein Vertriebenenfunktionär außerhalb seines eigenen Beritts - Hinz ist Vorsitzender der Pr. Holländer Kreisgemeinschaft und Ehrenbürger seiner polnischen Partnerstadt Paslek - von polnischer Seite derart geehrt wird, werten Kenner der Vertriebenenstrukturen dann allerdings schon als einzigartig.

Quelle: AKP-Infobrief, Nr. 1 - 2016


Ehrenwolf von Johannisburg für AKP-Vorsitzenden

Der polnische Landkreis Pisz führt - wie schon zu Ostpreußens Zeiten - den Wolf im Wappen. Die höchste Auszeichnung des Kreises ist daher der jährlich verliehene "Wolf von Pisz". In diesem Jahr wurde der deutsche Vorsitzende der AKP, Bernd Hinz, mit dem Ehrenwolf ausgezeichnet. Damit würdigte der Kreis die Verdienste des AKP-Vorsitzenden um den deutsch-polnischen Verständigungsprozess im Rahmen der von ihm im Jahr 2000 initiierten Veranstaltungsreihe "Kommunalpolitischer Kongress", der heute unter dem Dach der 2005 gegeründeten AKP ausgerichtet wird. Die Verleihung erfolgte durch Landrat Andrzej Nowicki, der zu den langjährigen Freunden und Partnern der Kongressreihe gehört.

In seiner Laudatio erklärte der Johannisburger Landrat,die AKP unterstütze die partnerschaftliche Zusammenarbeit und dadurch den Verständigungsprozess zwischen Deutschen und Polen im Europäischen Geiste. "Dank der Kooperation der Kommunalverwaltungen aus Deutschland und Polen werden die unterschiedlichen Erfahrungen in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, aber auch leider bestehende Herausforderungen und Vorurteile angesprochen. Alle Aktivitäten, die von der AKP unter Bernd Hinz unternommen wurden, haben die gutnachbarschaftlichen deutsch-polnischen Beziehungen gefestigt. Er ist ein bekannter und erprobter Freund der Gemeinden und Kreise der Woiwodschaften Ermland-Masuren sowie Oppeln, der es versteht, Brücken der gegenseitigen Verständigung zwischen unseren Völkern zu bauen."

An der Verleihung im Rahmen einer Gala nahmen zahlreiche kommunalpolitische Funktionsträger aus Ermland-Masuren und seitens des deutschen Partnerkreises Schleswig-Flensburg teil. Auch die langjährige Vorsitzende des Deutschen Vereins in Johannisburg, Mira Kreska, zählte zu den Ehrengästen. Bernd Hinz würdigte expliztit auch ihre Verdienste in seiner Dankesrede.

Bernd Knapstein

 

 
Laudatio durch Landrat Andrzej Nowicki aus Anlass der Ehrung von Bernd Hinz; ganz links Landrat Maciej Romanowski, weiter im Bild Probst Marcin Pycz.
 
Der Bürgermeister von Johannisburg, Andrzej Szymborski hält im Namen der 3 weiteren Bürgermeister der Städte im Kreis Johannisburg eine weitere Laudatio.
     
 

Ehrenwolf von Johannisburg

 

Urkunde

 


Arbeitsgespräche in Ostpreußen

Kreisvertreter Bernd Hinz hat Ende Oktober 2015 umfangreiche Arbeitsgespräche in Elbing, Allenstein und Johannisburg geführt.
In Elbing kam er mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten Janusz Nowak und dem Landrat des Landkreises Elbing, Maciej Romanowski, zusammen.
Janusz Nowak, der vom Kommunalpolitischen Kongress in Magdeburg Anfang Oktober begeistert war, sicherte auch für den zukünftigen Kongress ideelle Unterstützung zu. Ein breites Thema nahm die Frage der Mithilfe bei der Vermittlung von Krankenschwestern, auch von Pflegeschulabsolventinnen, in den rheinischen Raum. Für 2016 wird Herr Nowak ein Treffen mit dem Stadtpräsidenten Wroblewski vorbereiten.
Mit Landrat Maciej Romanowski und dem Bürgermeister Marek Misztal aus der Stadt Mühlhausen wurde die Möglichkeit der Errichtung einer Sozialstation erörtert. Landrat Romanowski wird sich darüber hinaus tatkräftig in die Organisation für den nächsten Kommunalpolitischen Kongress in Johannisburg / Pisz einbringen. Außerdem sind weitere Gespräche über die Restaurierung des Kriegerdenkmals in Quittainen und über den Ankauf des Denkmalsgrundstückes geführt worden.
2016 soll eine Reise in den historischen Kreis Pr. Holland den Zustand der Gefallenenehrenmale aus dem 1. Weltkrieg erkunden und Verbesserungsmaßnahmen einleiten. Außerdem finden Überlegungen statt, zum 200. Jahrestag des historischen Kreises Pr. Holland 2018 ein angemessenes kleines Denkmal zu errichten.

Mit den politischen Führungspersönlichkeiten der Stadt Pr. Holland, Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski und Ratsvorsitzenden Edward Skalij wurde ein umfangreiches Besichtigungs- und Kulturprogramm anvisiert. Neben der Besichtigung der Stadt mit den aktuellen Baumaßnahmen und den in den letzten beiden Jahren durchgeführten Baumaßnahmen, dem Besuch von Quittainen, dem Gestüt in Weeskenhof, einem Orgelkonzert in der Stadt Pr. Holland, der Fahrt über den Oberländischen Kanal soll auch ein Pokal gestiftet werden, der dem Sieger eines Sportwettbewerbes durch den Ehrenbürger Bernd Hinz überreicht werden soll. Kreisvertreter Hinz wird den Stadtrat der Stadt Pr. Holland zu einem Essen mit einem Informations- und Gedankenaustausch einladen und hat zudem die Einladung an eine kleine Delegation der Stadt Pr. Holland zu einem Besuch in Köln / Hürth für 2016 ausgesprochen.

Am Rande der Feierlichkeiten in Johannisburg / Pisz erklärte sich Landrat Andrzej Nowicki bereit, tatkräftig beim nächsten Kommunalpolitischen Kongress in Johannisburg / Pisz mitzuhelfen. Kreisvertreter Bernd Hinz konnte längere Gespräche mit der langjährigen sehr verdienstvollen Vorsitzenden des Deutschen Vereins in Johannisburg, Mira Kreska, führen und dabei lernte er die Johannitersozialstation sowie Propst Marcin Pysz kennen.

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz bekam die Möglichkeit, seine kommunalpolitische Arbeit dem Konvent der Landräte in der Wojwodschaft Allenstein auf der Arbeitstagung in prägnanter Form vorzustellen und sprach gleichzeitig die Einladung zum zukünftigen Kongress aus. Mehrere Landräte würdigten in ihren Beiträgen den Kommunalpolitischen Kongress der AKP.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde fand noch ein Höflichkeitsbesuch beim Stadtpräsidenten der Stadt Allenstein, Piotr Grzymowicz, und mit dem Mitglied des Sejm in Warschau und früheren Landrat des Landkreises Allenstein, Miroslaw Pampuch, statt. Über die partnerschaftlichen Beziehungen zu den beiden Partnerstädten in Deutschland, Gelsenkirchen und Offenburg, wurde ebenso gesprochen wie über den Kommunalpolitischen Kongress der AKP. Mit Herrn Pampuch wurden auch noch europapolitische und bilaterale Themen erörtert. Auch bei dem Gedankenaustausch mit Herrn Pampuch zeigte sich, dass dieser ein starker Befürworter des Kommunalpolitischen Kongresses der AKP ist.

Zum Abschluss dankte Bernd Hinz Landrat Maciej Romanowski nachhaltig für seinen ungeheuren großen Einsatz bei der 3-tägigen Begleitung und Förderung des umfangreichen Programmes.

 
 

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz begrüßt den stellvertr. Oberbürgermeister der Stadt Elbing Janusz Nowak


von links Bernd Hinz, Janusz Nowak und Landrat Maciej Romanowski

Arbeitsgespräch der Pr. Holländer: v.l. Bürgermeister Wieslaw Sniecikowski, Ratsvors. Edward Skalij und Kreisvertreter Bernd Hinz
         
 
 
Gespräch am Rande des Festaktes in Johannisburg, AKP Vorsitzender Bernd Hinz mit Landrat Andrzej Nowicki und Propst Marcin Pycz, im Hintergrund Mira Kreska

Blick in das Auditorium der Festverantaltung in Johannisburg

Konvent der Landräte der Wojwodschaft Allenstein: AKP-Vorsitzender Bernd Hinz und der Vorsitzende des Konvents Landrat Waclaw Straczewicz
         
 
 
Tagung des Konventes der Landräte

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz begrüßt den Stadtpräsidenten von Allenstein Piotr Grzymowicz und den Sejm-Abgeordneten Miroslaw Pampuch

Gespräch zwischen den vorgenannten Personen

 


Hauptkreistreffen 2015 -
Pr. Holländer eng verbunden mit dem Kreis Steinburg und der Stadt Itzehoe
in einer politisch schwierigen Zeit

Das Programm des Hauptkreistreffens der Kreisgemeinschaft Pr. Holland begann am Samstag mit der Besichtigung des Hauses der Heimat. Um 16.00 Uhr gab es eine öffentliche Sitzung im Ständesaal des Historischen Rathauses. Stellvertretend für den Bürgervorsteher begrüßte Jürgen Stahmer die Gäste. „Es ist für mich sehr beeindruckend, wie viele Mitglieder an dem Hauptkreistreffen in Itzehoe teilnehmen“, sagte er. Die seit 62 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland und der Stadt Itzehoe habe eine gute Entwicklung durchgeführt. Stahmer bedankte sich vor allem bei Bernd Hinz, Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft: „Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Patenschaft mit Leben gefüllt wird.“
Geschäftsführerin Gudrun Collmann dankte er für die Unterstützung vor Ort. Er würdigte auch das Haus der Heimat. „Ein Schmuckstück in Itzehoe, das mit Hingabe gehegt und gepflegt wird und dadurch weit über die Grenzen der Stadt hinausstrahlt“.
Für den Kreis Steinburg sprach der stellvertretende Landrat Rainer Naudiet das Grußwort. Er sprach die kulturhistorische Arbeit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland an, die ein notwendiger und wichtiger Beitrag für den Erhalt des kulturellen Erbes darstellt. Bei dem aktuellen Projekt der Kreisgemeinschaft, der Druck des Sammelbandes VI des Heimatbriefes des Kreises Pr. Holland handelt es sich um eine einzigartige und umfangreiche Dokumentation, so Naudiet. Er machte deutlich, dass er der finanziellen Unterstützung des Projektes durch die Förderstiftung des Kreises Steinburg nachhaltig zustimmt. Darüber hinaus sprach er den Kommunalpolitischen Kongress an, an dem die Kreisgemeinschaft über den regionalen Rahmen hinaus auf internationaler Ebene den Gedanken der Zusammenarbeit und der Partnerschaft fördert und voranbringt.
Bernd Hinz gab einen Ausblick auf die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Er verwies dabei auf die geplante Herausgabe des Sammelbandes VI des Heimatbriefes. Dafür erhoffe man sich die notwendige finanzielle Unterstützung durch die Förderstiftung des Kreises Steinburg. Anschließend sprach der Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa, Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, zum Thema „Aktuelle Ausstrahlung der Europäischen Union in Richtung Osteuropa“. Er ging dabei auf zwei Themen ein: Die Entwicklung in Osteuropa und im Ostseeraum mit Fokus auf Russland und auf die aktuelle Flüchtlingsthematik in Europa.
Neben den teils weit angereisten Gästen waren etliche Vertreter aus der Politik anwesend, auch der Deutsche Verein war mit sechs Mitgliedern dabei. Zu späterer Stunde gab es im Saal des Restaurants „Klosterbrunnen“ einen musikalischen Heimatabend mit Siggi Tornado. Der Sonntag begann mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal am Langen Peter und den Worten des Gedenkens durch den stellvertretenden Bürgervorsteher Jürgen Stahmer. Anschließend fand eine Festveranstaltung im Saal Klosterbrunnen statt. Kreispräsident Peter Labendowicz sprach in seinem Grußwort die Heimat und das unfreiwillige Verlassen der Heimat an. Er stellte zusammenfassend fest: „Unsere Erfahrungen aus dieser jüngeren Vergangenheit verpflichten uns daher alle, für dieses Europa zu kämpfen und Verantwortung zu übernehmen. Lassen Sie uns daher gemeinsam das Erbe der alten Heimat bewahren und unsere Zukunft gestalten in der gemeinsamen Heimat, in Europa.“ Ingrid Reichhelm, die stellvertretende Bürgervorsteherin der Stadt Itzehoe, machte in ihrem Beitrag ihre Unterstützung für die Patenschaft deutlich. Torsten Foelsch ging in seinem Lichtbilder-Vortrag auf die Schlösser Schlodien und Karwinden ein. Hierbei arbeitete er heraus, dass diese beiden Schlösser der Burggrafen und Grafen zu Dohna-Schlodien zu den bedeutendsten Anlagen preußischer Kunst- und Kulturgeschichte gehören.

Quelle: Norddeutsche Rundschau vom 14.09.2015 und Anmerkungen von B.H.

 

Blick in den Ständesaal Itzehoe
aus Anlass der Kreisausschussitzung
der Kreisgemeinschaft Pr. Holland


Vor der Sitzung der Kreisgemeinschaft im Ständesaal: v.l. Wolfgang Weiß,
Stadtverwaltung Itzehoe, Bernd Collmann,
Altbürgermeister Günther Hörnlein
 
Teilnehmer der Kreisausschussitzung, v.l. Altbürgermeister Günther Hörnlein, Kreismitglied Gerline Böttcher-Naudiet, Stellvertretender Kreispräsident Volker Susemihl, Stellvertretender Kreispräsident Werner Schulze, Kreistagsmitglied Stefan Goronczy

 

 
 

Vizebürgervorsteher Jürgen Stahmer dankt der stell-vertretenden Kreisvertreterin Monika Hinz für ihren Einsatz


Grußwort vom stellvertretenden Landrat Rainer Naudiet

Festredner Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer
         
 
 
Totenehrung am Germanengrab durch stellvertr. Bürgervorsteher Jürgen Stahmer und Kreisvertr. Bernd Hinz

Pr. Holländer bei der Gedenkveranstaltung

Chorgem. Sude/Wilster bei der Festveranstaltung
der Pr. Holländer im
Hotel Klosterbrunnen

         
 
 
Grußwort durch die stell-vertretende Bürgervorsteherin Ingrid Reichhelm

Kreispräsident Peter Labendowicz dankt der stellv. Kreisvertr. Gudrun Collmann und dem Kreisvertr. Bernd Hinz für die Patenschaftsarbeit

Lichtbildervortrag durch Torsten Fölsch
         
 
Blick in das Auditorium der Festveranstaltung
 
Vorstand der Kreisgemeinschaft
Pr. Holland mit der Delegation des
Deutschen Vereins aus Pr. Holland
beim Kreistreffen

 


13. Itzehoer Kulturnacht am 25. April 2015
im Haus der Heimat mit Torsten Fölsch

Im Haus der Heimat anlässlich der Itzehoer Kulturnacht referierte Torsten Fölsch über die großen barocken Landschlösser in Ost- und Westpreußen. Er hat in seiner jahrelangen Tätigkeit als aktives ehrenamtliches Mitglied in einer Vielzahl von Heimatvereinen in der Prignitz ein profundes Wissen über seine Heimat erworben. Darüber hinaus faszinieren ihn und inspirieren ihn bis heute die großen barocken Landschlösser in Ost- und Westpreußen, obwohl sie meist zerstört und ausgeplündert sind. Sie liegen eingebettet in einer traumhaft schönen Landschaft und prägten und prägen ganz wesentlich das Erscheinungsbild und die Geschichte dieser östlichsten preußischen Provinzen. Selbst die verlassenen Schlösser atmeten noch den Geist des deutschen Ostens und bewahrten bis 1945 in vielen Generationen zusammengetragene Kunstschätze, die eine Jahrhunderte alte Traditionslinie und Geschichte der Landschaft aber auch der Familien, wie z.B. die Grafen Dohna, Dönhoff, Schwerin, Lehndorff, Finckenstein und andere offenbarten.

 

Kreisvertreter Bernd Hinz, Referent Torsten Foelsch,

 

v.l.: Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten, Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet, Kreisvertreter Bernd Hinz, Referent Torsten Foelsch, Bürgervorsteher Heinz Köhnke,stellv. Landrat Rainer Naudiet

Kunstsinn, Geschmack und Sammelleidenschaft der einzelnen Familienmitglieder bzw. Bauherren ließen gerade im Hinblick mit der ersten preußischen Königskrönung 1701 in Königsberg in der östlichsten und namengebenden Provinz des neuen Königreiches ganz hervorragende Bauwerke und auch Gartenanlagen entstehen. Viele der Bauherren dieser großen Schlösser waren Mitglieder des Königlichen Hofes der ersten beiden Preußenkönige, hochrangige Militärs- oder Regierungsmitglieder und standen daher mit Künstlern und Baumeistern der Residenz in Kontakt und verfügten auch über die für solche Bauten nötigen umfangreichen finanziellen Mittel. Alexander Graf zu Dohna, der Erbauer des barocken Schlobitten, wurde von Königin Sophie Charlotte zum Erzieher des Kurzprinzen Friedrich Wilhelm auserkoren. Er zog für einige Innenentwürfe für Schlobitten den damals viel beschäftigten Berliner Schlossbaumeister, Bildhauer und Barockvirtuosen Andreas Schlüter zu Rate. Der Erbauer von Finckenstein, Konrad Albrecht Graf von Finckenstein, wurde später von König Friedrich Wilhelm I. zum Erzieher seines ältesten Sohnes des Kronprinzen Friedrich bestellt. Christoph Graf zu Dohna galt als Freund und enger Berater König Friedrichs I. und ließ das Schloss in Schlonien nach Plänen von Jean de Bodt erbauen. Graf Schlieben, der in Sanditten ein großes Barockschloss errichten ließ, lebte als Erbjägermeister zeitweise auf Schloss Grunewald bei Berlin und gehörte dem Hof des Soldatenkönigs an.
Torsten Fölsch hat im September 2014 sein neues Buch über die Schlodien und Carwinden im Kreis Pr. Holland in Berlin im Schloss Schönhausen vorgestellt. Diese beiden Schlösser gehörten zu den bedeutendsten Anlagen preußischer Kunst – und Kulturgeschichte. Sie waren im Eigentum der Burggrafen und Grafen zu Dohna – Schlodien.

 


Treffen mit Hans Grodotzki,
dem erfolgreichsten Sportler aus dem Kreis Pr. Holland

Kreisvertreter Bernd Hinz hat sich am 03.04.2015 in Potsdam mit der Leichtathletiklegende Hans Grodotzki getroffen, um seinen ersten Besuch nach dessen Flucht 1945 in der Heimatstadt Pr. Holland vorzubereiten und auch über seinen Beitrag beim Kreistreffen in Itzehoe am 12./13. September 2015 zu besprechen.
Hans Grodotzki hat überwältigende Eindrücke in Pr. Holland und Elbing vermittelt bekommen. Zunächst wurde er in Elbing im Landratsamt von Landrat  Maciej Romanowski empfangen und er erhielt dort einen Einblick in die Partnerschaftsverhältnisse des Kreises Elbing zu Kreis Steinburg und zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland. Dann fuhren der Landrat Hans Grodotzki und seine Familie nach Pr. Holland zum Schloss, das das städtische Rathaus ist, und dort wurde er u.a. von Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski empfangen. Bei der Besichtigung der Stadt hatte er auch Gelegenheit, sein Elternhaus in der Elbinger Siedlung zu besichtigen.
Beim Kreistreffen in Itzehoe wird Hans Grodotzki einen Kurzvortrag über seine sportliche Vita halten.

Bernd Hinz und Hans Grodotzki in Potsdam
vor dem Stadtschloss April 2015


Arbeitsbesuch des Kreisvertreters im März / April 2015 in Itzehoe

Beim Arbeitsbesuch des Kreisvertreters Bernd Hinz in Itzehoe führte er u.a. einen Meinungs- und Informationsaustausch mit Landrat Torsten Wendt und Kreispräsident Peter Labendowicz vom Kreis Steinburg. Dabei wurden die Aktivitäten der Kreisgemeinschaft Pr. Holland im Rahmen des Patenschaftsverhältnisses angesprochen. Darüber hinaus regte Herr Hinz an, dass auf der Internetseite des Kreises Steinburg einige Sätze zur Patenschaft mit der Kreisgemeinschaft aufgenommen werden sollten und zudem ein Link zur Webseite der Kreisgemeinschaft Pr. Holland hergestellt werden soll.
Mit der Vorsitzenden des Hauptausschusses des Kreises Steinburg, Frau Marion Gaudlitz, fand ein sehr fruchtbares Gespräch statt. Frau Gaudlitz zeigte sich von dem Haus der Heimat und der dortigen Präsentation sowie von der Arbeit der Kreisgemeinschaft sehr beeindruckt und sie sichert dem Verband ideelle Unterstützung zu. Zudem wies sie, ebenso wie Frau Adamski, auf die Kreisstiftung hin, bei der man ggf. Projekte im kulturellen Bereich anmelden kann mit der Möglichkeit, dass „Geld ausgeschüttet werden kann“.
Mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP, Herr Goronczy, wurde intensiv über den Besuch des Hauses der Heimat für Schulklassen gesprochen. Er möchte über den Kulturausschussvorsitzenden, Herrn Rückerl, Einfluss nehmen auf Gymnasiallehrer dergestalt, dass diese für diese Maßnahme gewonnen werden sollen. Auch wurde über den Erwerb von Ausstellungsvitrinen im musealen Bereich für das Haus der Heimat gesprochen, bei denen man behilflich sein könnte. Des Weiteren wurde angedacht, dass die FDP-Fraktion wieder im nächsten oder übernächsten Jahr das Gespräch mit der Kreisgemeinschaft führt.
Als Fraktion besuchte in diesem Jahr die Piraten-Fraktion unter der Leitung von Frau Ilona Adamski das Haus der Heimat. In einem sehr ausgiebigen und sehr freundschaftlich geführten Gespräch konnte man sich nicht nur gegenseitig kennenlernen, sondern erfuhr auch vieles über die Arbeit und das Wirken der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.
In der nachstehend aufgeführten Pressemitteilung der Fraktion Piraten des Kreises Steinburg, die weitgehend in der Zeitung „Norddeutsche Rundschau“ aufgenommen worden ist, wird deutlich, dass die Piraten die Arbeit der Kreisgemeinschaft positiv begleiten wollen.
Mit dem Bürgervorsteher der Stadt Itzehoe, Herr Heinz Köhnke, wurde vereinbart, dass er bei der Stadtverwaltung darauf hinwirkt, dass diese auch einen kleinen Text zur Patenschaft und zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland aufnehmen werden.
Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich wurden die wesentlichen Punkte in der politischen Arbeit der Kreisgemeinschaft diskutiert und gemeinsam überlegt, wie man in der politischen Arbeit die gemeinsamen Schnittmengen vergrößern kann.

 

Kreisvertreter Bernd Hinz und Hauptausschussvorsitzende im
Kreistag , Marion Gaudlitz

 

1. Reihe rechts Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski, daneben Dr. Tom-Michael Voigt,
2. Reihe links Harro Burghold und Kreisvertreter Bernd Hinz, obere Reihe: Dr. Siegfried Hansen

Pressemitteilung der Fraktion Piraten des Steinburger Kreistags
Haus der Heimat – Geschichte verstehen, Zukunft gestalten!

Verstehen kann man nur das, was man kennt. Unter diesem Motto stand das Treffen der Piratenfraktion des Kreistages Steinburg mit Vertretern der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in der Landsmannschaft Ostpreußen e.V. im Haus der Heimat in Itzehoe am 31.03.2015. Nach einem geführten informativen Rundgang durch das Haus der Heimat fand abschließend ein fruchtbarer Gedankenaustausch statt.

Dazu die Fraktionsvorsitzende der Piraten, Ilona Adamski: „Es war nicht mein erster Besuch im Haus der Heimat, aber ich stelle immer wieder fest, mit welchem Idealismus und Hingabe das Haus geführt wird. Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich um den Erhalt der Tradition und Bräuche Ostpreußens kümmern, um diese an die Nachkommen weiterzugeben, damit diese wiederum wissen, wo ihre heimatlichen Wurzeln liegen. Ich möchte mich bei unserem Gastgeber, dem Kreisvertreter der Gemeinschaft, Bernd Hinz ganz herzlich für die geschichtsträchtigen und interessanten Stunden sowie seine Gastfreundschaft bedanken. Und wir gehen alle klüger als wir kamen.“

Harro Burghold, bürgerliches Mitglied der Piratenfraktion ergänzt: „Ich kam mit den mir eigenen Vorurteilen über Heimatverbände – ich habe einen Teil des alten Deutschlandes und neuen Polens kennengelernt. Jetzt gehe ich mit dem Wunsch, dass auch andere den Wert der Kultur des Landesteiles in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennenlernen dürfen.“

Dr. Tom-Michael Voigt, Wirtschaftsausschussmitglied der Piraten, führt weiter aus: „Ich würde mir wünschen, dass gerade jüngere Menschen noch mehr als bisher vom Angebot des Besuches des Hauses der Heimat Gebrauch machen würden. So können neben Besuchern aus Schulen hier auch andere Gruppen einen Zugang zu einem Teil der Deutschen Geschichte finden. Ferner sind die Folgen von Krieg und Vertreibung weder auf Deutschland noch auf die Vergangenheit beschränkt. Damit kann die exemplarische Auseinandersetzung mit dem Thema der Vertreibung, wie sie hier ohne jegliche Schuldzuweisung geschieht, für jetzige und zukünftige Generationen sehr hilfreich sein. Und im Ergebnis fördert man ganz praktisch ein wenig die Völkerverständigung zwischen Polen und Deutschen. In diesem Zusammenhang wäre es erfreulich, wenn es zwischen den Steinburger Schulen und denen des polnischen Kreises Powiat Elblask (Elbing) vermehrt zu Schüleraustauschen kommen würde.“

Gastgeber Bernd Hinz formulierte seine Wünsche an die Kreispolitik: „Vor allen anderen Dingen hat die ideelle Unterstützung unserer Sache Vorrang und ich bedanke mich bei den Vertretern der Piratenfraktion für ihr positiv gestimmtes offenes Ohr. Gleichzeitig möchte ich aber auch noch auf weitere bedeutende Aufgabenfelder unseres Vereins wie die grenzüberschreitende Arbeit und kommunale Außenpolitik sowie die kulturhistorische Forschungsarbeit und die humanitäre soziale Arbeit hinweisen.“

Abschließend der Kreistagsabgeordnete der Piraten, Dr. Siegfried Hansen: „Eines wurde wieder ganz klar aufgezeigt: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten. In diesem Sinne wünsche ich Bernd Hinz und der Kreisgemeinschaft Pr. Holland, dass sich auch in Zukunft noch viele gerne auch jüngere Menschen finden, die sich im Haus der Heimat engagieren. Wir Piraten sind auf jeden Fall sensibilisiert und motiviert, dieses positiv zu begleiten.“

 


Weitere Infos in Kurzform

  • Beim Hauptkreistreffen wurde ein neues Werk der Kreisgemeinschaft vorgestellt:
    Sammelband V des Heimatbriefes des Kreises Pr. Holland, Leinenband, 726 Seiten;

  • eine sensationelle Leihgabe für das Haus der Heimat:
    Die berühmte, vollständige Kupferstichfolge des Krönungsfestzuges in Königsberg 1701 mit 27 Kupferstichtafeln, gefertigt von Johann Georg Wolfgang 1712, eine bedeutende Rarität;

  • Die Kreisgemeinschaft Pr. Holland hat den Erhalt und die Pflege des Grabes des letzten Landrates des Kr. Pr. Holland und langjährigen Bürgermeisters der Stadt Itzehoe, Joachim Schulz und seiner Gattin, für die nächsten 20 Jahre sichergestellt;

  • Die Broschüre „Haus der Heimat – Museum der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Itzehoe

  • “ und die Geschichte der musealen Sammlung der Kreisgemeinschaft von 1954 – 2009 ist veröffentlicht worden.

  • Frau Ursel Burwinkel gehört zum Kompetenzteam der Kreisgemeinschaft Pr. Holland. Sie vertritt das Haus der Heimat in Itzehoe bei den Jahrestagungen und Arbeitskreisen des Museumsverbandes Schleswig-Holstein.

  • Kreisvertreter Bernd Hinz erhielt als Ehrenbürger der Stadt Paslek / Pr. Holland eine Einladung zum Festakt „20 Jahre Demokratie in Polen“. Er übermittelte der Stadt ein Grußwort zu diesem Festakt.

  • Das Erkerzimmer im Haus der Heimat wurde mit Originalwerken von Künstlern aus dem Kreis Pr. Holland ausgestattet.