A K T U E L L E S


Neuer Heimatbrief für Preußisch Holland erschienen

Im 70. Jahr der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland und dem 200. Jahr des historischen Kreises Pr. Holland ist der Heimatbrief Nr. 34 erschienen.
Auf fast 180 Seiten mit vielen teils farbigen Bildern berichten die Autoren zur Geschichte des historischen Kreises sowie zu seinen Kommunen und Kirchspielen. Hinzu kommen die Berichte und Redebeiträge aus dem Veranstaltungsspektrum des Jahres 2017 sowie Nachrichten aus der Familie der Preußisch Holländer.

In seinem Vorwort kann der Herausgeber des Heimatbriefes, Bernd Hinz, auf Neuerungen rund um das Haus der Heimat verweisen. So konnten mit Hilfe des Kreises Steinburg neue Tischvitrinen und eine Säulenvitrine erworben werden. Für die Jubiläumsfestlichkeiten wurde ein weiterer namhafter Zuschuss gewährt.

Für den musealen und archivarischen Bereich wurden neue Exponate erworben, darunter eine seltene Festschrift zu 75 Jahre Johanniterkrankenhaus in Pr. Holland, das 1935 herausgegeben wurde. Von besonderem Wert aber ist insbesondere, so Herausgeber Hinz, der Erwerb von Kopien aller Verwaltungsberichte des Pr. Holländer Landratsamtes und des Kreisausschusses seit 1879 – ein Konvolut von rund 3000 Seiten.

Der langjährige Direktor des Kölner Zoos und Sproß der Pr. Holländer Familie, Gunther Nogge, hat den Vogelreichtum Ostpreußens beobachtet und gibt einen wertvollen ornithologischen Bericht mit weiterführenden Literaturhinweisen.

Diese und viele weitere Artikel historische Abhandlungen sind dem neuen Heimatbrief zu entnehmen.

bk


16. Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat am 05. Mai 2018
Politische Prominenz zeigt sich interessiert an Kulturprogramm von Dramaturg Klaus Edgar Wichmann und Journalist Bernhard Knapstein

Die Kreisgemeinschaft Pr. Holland hat sich 2018 erneut an der Itzehoer Kulturnacht beteiligt, ein eigenes Programm auf die Beine gestellt.
An den Vorträgen des Journalisten Bernhard Knapstein zum kaum bekannten frühkolonialen Schutzgebiet Groß Friedrichsburg und der Sudermann-Lesung des Dramaturgen Klaus Edgar Wichmann konnte Kreisvertreter Bernd Hinz unter weiteren Zuhörern den Itzehoer Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich, den stellvertretenden Landrat Rainer Naudiet und die Kreistagsmitglieder Gabriele Böttcher-Naudiet sowie Stefan Goronczy begrüßen.

Der investigative Journalist der niedersächsischen Böhme-Zeitung  Bernhard Knapstein berichtete im Rahmen eines Lichtbildervortrags über seine Forschungsreise ins schwarzafrikanische Ghana. Dort war er 2016/17 ans Südkap des Landes an der Guineischen Küste gereist, um das ehemalige kurbrandenburgische Schutzgebiet Groß Friedrichsburg zu erforschen, das 1683 der im Ermland geborene Major Otto Friedrich von der Groeben im Auftrag des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm unter schwierigen Umständen in Poqueso, dem heutigen Princess Town begründete und das bereits 1717 wieder vom preußischen König an die Niederländer verkauft wurde. Preußen-Brandenburg, resümierte Knapstein, hatte sich mit seinem Fernhandelsprojekt im Reigen der an der Sklavenküsten bereits fest etablierten Europäer verhoben. Der Referent berichtete, dass eine der drei kurbrandenburgischen Festungsanlagen am Südkap bis heute als verschollen gilt. Die Suche nach der Schanze von Tacrama blieb erfolglos, wie auch schon in den 80ern für den Historiker Prof. Dr. Adam Jones, der zuletzt nach dem Standort der Befestigung geforscht hatte. Knapstein hat im heutigen Ghana die Wasserversorgung und die Vermüllung als Hauptprobleme der ansonsten friedlichen Demokratie ausgemacht. Knapstein verriet, dass die Eingabe zu dieser Forschungsreise aus einem angeregten Gespräch über Preußen-Forschung mit der stellvertretenden Kreisvertreterin der HKG Pr. Holland, Monika Hinz, im Oktober 2016 im masurischen Johannisburg am Rande des deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresses der AKP resultierte.

Groß Friedrichsburg am Südkap von Ghana.
Foto:Bernhard Knapstein


Klaus Edgar Wichmann sprang kurzfristig für den ursprünglich vorgesehenen, indessen erkrankten Berliner Dramaturgen Kraft-Eike Wrede ein. Wichmann, selbst seit mehr als 40 Jahren Dramaturg, las aus Hermann Sudermanns Meisternovelle „Die Reise nach Tilsit“ sowie Auszüge aus „Frau Sorge“. Mit seiner sonoren Stimme verlieh er der teils düsteren Stimmung – ganz Sudermann – den richtigen Ton, die passende Sprachmelodie - eines Dramaturgen würdig.
bk


Hinz wirkt in Ausschussarbeit der deutsch-polnischen Regierungskommission mit

Der Heimatkreisvertreter für Pr. Holland und Vorsitzende der AKP, Bernd Hinz, ist auf Einladung des Europaministers des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, in die Ausschussarbeit der deutsch-polnischen Regierungskommission berufen worden.

Der Kommissionsausschuss für interregionale Zusammenarbeit  steht unter der Leitung des Ministers sowie der Marschallin der Wojewodschaft Lebus/Lubuskie, Elzbieta Anna Polak. In der Sitzung vom 11. April 2018 im Berliner Rathaus, an der Hinz erstmalig teilnahm, behandelte das Gremium die Themen Partnerschaft und Familie im deutsch-polnischen Kontext sowie Wissens- und Innovationstransfer im deutsch-polnischen Wirtschaftsaustausch.

Hinz führte in diesem Rahmen den Meinungs- und Gedankenaustausch mit mehreren deutschen und polnischen Persönlichkeiten, die dem Gremium ebenfalls angehören, unter anderem tauschte er sich angeregt mit dem ehemaligen Sejmabgeordneten und heutigen Sejmikpräsidenten der Wojewodschaft Lebus, Czeslaw Fiedorowicz, aus. Dieser gehörte bereits im Jahr 2000 zu den ersten Referenten und Teilnehmern des von Bernd Hinz begründeten deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresses, der seinerzeit unter landsmannschaftlicher Trägerschaft in Frankfurt an der Oder stattfand.

Die deutsch-polnische Regierungskommission ist durch Artikel 12 des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vom 17. Juni 1991 ins Leben gerufen worden. Dem Ausschuss für interregionale Zusamenarbeit gehören Vertreter aller Bundesländer und Wojewodschaften an, die sich mit Fragen zur regionalen Perspektive in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit befassen.

B. Knapstein


Mitwirkung des AKP-Vorsitzenden Bernd Hinz im Ausschuss für
interregionale
Zusammenarbeit der Deutsch - polnischen Regierungskommission

In diesem Gremium sind alle Bundesländer und Woiwodschaften vertreten. Es behandelt Themen, die aus regionaler Perspektive für die deutsch-polnische Zusammenarbeit relevant sind.
Am 11. April 2018 behandelte im Rathaus Berlin der Ausschuss unter der Leitung des Ministers für Bundes - und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW, Herrn Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, und der Marschallin der Woiwodschaft Lubuskie, Frau Elzbieta Anna Polak, die Themen
- Partnerschaft und Familie im deutsch-polnischen Kontext,
- Wissens- und Innovationstransfer im deutsch-polnischen Wirtschaftsaustausch.

Bernd Hinz führte einen Meinungs- und Gedankenaustausch mit mehreren deutschen und polnischen Mitgliedern des Gremiums, u. a. mit dem heutigen Präsidenten des Sejmiks der Woiwodschaft Lubuskie, Herrn Czeslaw Fiedorowicz, den er im Jahre 2000 für den 1. Deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongress in Frankfurt a. O. als Sejm-Abgeordneter und Referent gewonnen hatte.         


Arbeitsgespräche des Kreisvertreters in Itzehoe im März 2018

Gesprächspartner des Vorstandes der Kreisgemeinschaft Pr. Holland unter der Leitung von Kreisvertreter Bernd Hinz im Rahmen der einwöchigen Arbeitsgespräche Ende März 2018 waren Kreispräsident Peter Labendowicz, Bürgervorsteher Heinz Köhnke, der Stellv. Landrat Rainer Naudiet sowie die Kreistagsabgeordneten Gerlinde Böttcher - Naudiet, Dr. Volker Rehder, Stefan Goronczy sowie der Fraktionsvorsitzende und die stellv. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag Steinburg, Herr Heinrich Voss und Frau Inken Carstensen - Herold, die führenden Vertreter der Piratenfraktion im Kreistag mit der Fraktionsvorsitzenden Ilona Adamski und Dr. Siegfried Hansen und Dr. Tom - Michael Voigt, der Landtagsabgeordnete und CDU- Kreisvorsitzende  Heiner Rickers sowie der Kommunalpolitiker Dr. Otto Carstens. Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich findet das Gespräch Anfang Mai 2018 statt.

Mit diesen kommunalpolitischen Persönlichkeiten wurde die aktuelle kulturhistorische Jahresschift “Der Heimatbrief des Kreises Pr. Holland“, Jahrgang 2017/18 angesprochen und übergeben.
Im Rahmen der kulturellen Projekte der Kreisgemeinschaft Pr. Holland waren Themen der Erwerb von 3 bedeutenden Raritäten und zwar
- Kulturgeschichtliche Kirchen - Historie von 1686 von Christoph Hartknoch,
- Johann Friedrich von Domhardt, ein Beitrag zur Geschichte von Ost - und Westpreussen unter Friedrich dem Großen, 1899 herausgegeben von Erich Joachim,
- Festschrift 75 Jahre Johanniterkrankenhaus in Pr. Holland , herausgegeben vom Kurator des Hauses 1935.

Des Weiteren und für die Arbeit der Kreisgemeinschaft unschätzbarem ideellem Wert ist der Erwerb aller Verwaltungsberichte des Landratsamtes bzw. Kreisausschusses seit 1879 in Kopie. Damit liegen sämtliche vom Kreis Pr. Holland herausgegebenen Verwaltungsberichte vor, die ca. 3000 Seiten umfassen. Vor 20 Jahren hatte der Kreisvertreter alle vorhandenen Kreisblätter des Kreises Pr. Holland aus polnischen Archiven in Kopie erworben.
Weiterhin können wir den Erwerb der von Georg Conrad im Auftrag des Kreistages Pr. Holland für eine Kreisgeschichte erarbeiteten 4 Bände “Lose Blätter der Geschichte des Oberlandes“ verzeichnen.

Ferner wurden die Patenschaftsvertreter auf den Stand der kulturhistorischen Arbeit “Die adligen Güter des Kreises Pr. Holland“ sowie auf den Inhalt und die voraussichtliche Fertigstellung 2019 hingewiesen.
Außerdem konnte die Kreisgemeinschaft den Erwerb von 2 fabrikneuen Tischvitrinen und 1 Säulenvitrine im Heimatmuseum präsentieren und gleichzeitig nochmals den Dank gegenüber dem Kreistag aussprechen.
Mittelpunkt des Gespräches war das im Herbst 2018 stattfindende Doppel- Jubiläums - Kreistreffen “200-jährige Wiederkehr der Gründung des Kreises Pr. Holland“ und “70 Jahre Kreisgemeinschaft Pr. Holland“. Der Kreisvertreter teilte erfreut mit, dass er als Festredner für den Festakt im Ständesaal des Historischen Rathauses zu Itzehoe am 8. September das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Schl.- Holst. Landkreistages, Dr. Sönke E. Schulz, gewonnen habe. Die musikalische Umrahmung soll durch ein Streichquartett erfolgen. Am 9. September 2018 steht dann im Mittelpunkt der Festakt “70 Jahre Kreisgemeinschaft Pr. Holland“ mit Altbürgermeister Günter Hörnlein und Kreisverteter Bernd Hinz.
Angeregt durch die Kreisgemeinschaft wurde in diesem Zusammenhang die Schaffung eines Patenschaftssymbol im Kreis Steinburg.
Außerdem bat Hinz die Politiker mitzuhelfen, dass der Kreistagsbeschluss zu den Hinweisschildern umgesetzt wird.

Auch wurde nach Würdigung des Deutsch-polnischen Kongresses der AKP im Hambacher Schloss im Oktober 2017 über das Vorhaben des bevorstehenden 17. von Hinz organisierten Kongress in Breslau gesprochen.
Ein weiterer Gesprächspunkt war die Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat am 5. Mai 2018, inder der Dramaturg Kraft-Eike Wrede eine Lesung über Hermann Sudermann und der Journalist Bernhard Knapstein eine Präsentation und einen Vortrag über Rote Adler an der Sklavenküste halten.
Beim Thema über die Partnerschaften der Kreisgemeinschaft Pr. Holland mit dem Kreis Elbing und der Stadt Mühlhausen berichtete Hinz auch über seine finanzielle Mitwirkung an der Restaurierung der Gefallenenehrenmale Neu Münsterberg und Schönberg sowie über die weitere Zusammenarbeit mit dem Kreis Elbing.


Lang gepflegte Dialogskultur erweist sich auf Hambacher Schloss als tragfähig
AKP tagt im Oktober 2017 auf historischem Boden –
Hochrangige Referenten und Delegierte aus Deutschland und Polen

Vertreter des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe sowie Vertreter des Kreises Elbing / Elblag und der Kreisgemeinschaft Pr. Holland beim Kommunalpolitischen Kongress im Hambacher Schloss Oktober 2017

Den Bericht von Bernhard Knapstein können Sie hier lesen.

Quelle: B. Knapstein, AKP – www.akp-dialog.de, 10/2017


Höchste Auszeichnung des Kreises Elbing/Elblag an Bernd Hinz verliehen

Bernd Hinz, einer der Initiatoren der Partnerschaft mit der Stadt Itzehoe und dem Kreis Steinburg, erhielt den Orden für "Verdienste für den Kreis Elbląg". Die Medaille wurde ihm vom Landrat des Kreises Elbing / Elblag  Maciej Romanowski während des Deutsch-Polnischen Kommunalkongresses verliehen, der vom 14. bis 15. Oktober auf dem Schloss Hambach in Anwesenheit des polnischen Botschafters Prof. Dr. Andrzej Przylebski und seiner Gattin Julia Przylebska, Präsidentin des polnischen Verfassungsgerichtshofes stattfand. Wir erinnern Sie daran, dass Bernd Hinz auch Ehrenbürger von Paslek ist.



Kreistreffen in Itzehoe am  9./10.September 2017
Kreisgemeinschaft freut sich auf Jubiläum

Jährliches Treffen der Ostpreußen in Itzehoe mit viel prominentem Besuch

Das kommende Jahr wird ein besonderes für die Kreisgemeinschaft Pr. Holland. Der namensgebende Kreis wird 200 Jahre alt, die Kreisgemeinschaft selbst 70 Jahre, und seit 65 Jahren gibt es die Patenschaft des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe für Kreis und Stadt Pr. Holland, heute Paslek. Diese Anlässe sollen gebührend gefeiert werden, kündigte Kreisvertreter Bernd Hinz beim jährlichen Hauptkreistreffen in Itzehoe an.

Die Kreisgemeinschaft Preußisch Holland wurde 1948 als Zusammenschluss der geflüchteten, vertriebenen und ausgesiedelten deutschen Einwohner des ostpreussischen Kreises Pr. Holland sowie deren Nachkommen gegründet und versteht sich als ideelle Fortsetzung des historischen Kreises“ , sagte Hinz.  Der Kreis Steinburg fördere die Kulturarbeit, die Verbundenheit zeigte sich auch durch die  Resonanz auf die Einladung:“Ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, welche Gewichtung unserer Arbeit zugemessen wird“, freute sich Hinz. Bürgervorsteher Heinz Köhnke unterstrich das enge Patenschaftsverhältnis. Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen war ebenso erschienen wie seine Vorgänger Günter Hörnlein und Harald Brommer, auch Kreispräsident Peter Labendowicz und die beiden stellv. Kreispräsidenten Volker Susemihl und Werner Schultze sowie der stellv. Landrat Rainer Naudiet kamen.Die Bundestagsabgeordneten Karin Thissen (SPD) und Mark Helfrich (CDU) hoben in ihren Grußreden die Bedeutung der Patenschaft hervor.
In seinem Tätigkeitsbericht ging Hinz auf die umfangreiche kulturelle und museale Arbeit ein, lobte aber auch besonders Köhnkes Wirken: Er sei eine integrative Persönlichkeit, ein Kommunalpolitiker zum Anfassen und stets um ein gutes Verhältnis bemüht - wie ein Gralshüter der Patenschaft “. Sowohl beim Bürgervorsteher als auch bei seinem Stellvertreter Jürgen Stahmer bedankte sich Hinz mit einem Geschenk. Denn beide Kommunalpolitiker seien beim nächsten Kreistreffen nicht mehr in diesen Ämtern.
Referent der Sonntagsveranstaltung im Cafe Schwarz war Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna - Schlobitten. Er illustrierte anhand vieler Aufnahmen die Geschichte des Schlossen und seiner Bewohner. Sehr eindrucksvoll war der virtuelle Rundgang durch das Schloss.
Neben den Veranstaltungen im Ständesaal des Historischen Rathauses und im Cafe Schwarz gab es eine Kranzniederlegung am Ehrenmal sowie eine Besichtigung des Hauses der Heimat. Für den musikalischen Rahmen des ersten Tages sorgte Judith Michalski, den musikalischen Heimatabend gestaltete Siggi Tornado, und am zweiten Tag brachte der Gesangverein Sude unter der Leitung von Adalbert Becker den Besuchern ein Ständchen. Natürlich gab es für alle Teilnehmer, zu denen auch eine sechsköpfige  Gruppe des Deutschen Vereins aus Pr. Holland / Paslek gehörte, reichlich Zeit für Gespräche.

Quelle : et in Norddeutsche Rundschau vom 13. September 2017 und Ergänzungen des Pressereferates der Kreisgemeinschaft


Blick in das Auditorium im Ständesaal


Blick in das Auditorium im Ständesaal

     

Bürgervorsteher Heinz Köhnke begrüßt die Gäste, davor sitzend die Bundes-tagsabgeordneten Dr. Karin Thissen (SPD) und Mark Helfrich (CDU)

Bernd Hinz dankt Bürgervorsteher Heinz Köhnke für seine langjährige Unterstützung
     

Bernd Hinz dankt dem 1. Stellv. Bürgervorsteher Jürgen Stahmer, der ebenso wie Heinz Köhnke nicht mehr für das Amt kandidiert.

An der Sitzung im Ständesaal nahmen
3 Bürgermeister der Stadt Itzehoe teil;
v. l. Harald Brommer, Dr. Andreas Koeppen, Günter Hörnlein sowie Kreisvertreter Bernd Hinz
     

v.l.. Die drei höchsten Vertreter der Stadt Itzehoe im Ständesaal,1.Stellv. Bürgervorsteher Jürgen Stahmer, 3.v.l. Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen
und ganz rechts Bürgervorsteher Heinz Köhnke mit dem Vertreter des Patenkindes Kreisvertreter Bernd Hinz
( 2.v.l.)

Blick in die Teilnehmerrunde mit der ältesten Teilnehmerin Frau Elli Eigenbrodt aus Reichenbach
(98 Jahre) vorne in der Mitte
     

Teilnehmer des Kreistreffens im Cafe Schwarz   Teilnehmer des Kreistreffens im Cafe Schwarz
     
 
Blick in die Teilnehmerrunde

Blick in die Teilnehmerrunde
     
 
Grußworte von Kreispräsident Peter Labendowicz   Burggraf und Graf zu Dohna- Schlobitten bei seinem Vortrag
     
Delegation des Deutschen Vereins aus Pr. Holland
mit Kreisvertreter Bernd Hinz beim Kreistreffen



Mitwirkung der Kreisgemeinschaft Pr. Holland bei 150 Jahre Kreis Steinburg in Itzehoe

 

Der Kreis Steinburg wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Deshalb feierte der Kreis Steinburg sein 150 jähriger Jubiläum in Itzehoe am 30. Juni und 1. Juli 2017. Die Kreisgemeinschaft Pr.Holland war an beiden Tagen durch den Kreisvertreter Bernd Hinz und das Vorstandsmitglied Monika Hinz vertreten gewesen.
Im Stadttheater Itzehoe fand der Festakt am 30. Juni statt, der eine Würdigung des Kreises Steinburg durch mehrere prominente Festredner beinhaltete.
Am 1. Juli konnte die Kreisgemeinschaft Pr. Holland anlässlich des Tages der offenen Tür im Kreishaus sich gemeinsam mit dem Landkreis Elbing/Elblag und dem Heimatkreisverband Steinburg den Besuchern präsentieren.
Die Kreisgemeinschaft Pr.Holland hat zu diesem Jubiläum extra einen Flyer und 3 Großposter herausgegeben, die sie neben vielen von ihr veröffentlichten kulturhistorischen Großwerken am Informationsstand den Besuchern präsentieren konnte. Für das Kreistreffen haben wir nun an Stelle der 3 Großposter jetzt 3" Roll-up Leinwände in der Größe 200x120 cm mit den Themen " Der Kreis Pr.Holland", der Persönlichkeiten und bedeutende Bauwerke im Kreis Pr. Holland vorstellt. Des Weiteren das Thema "Partnerschaftsvertrag und grenzüberschreitende Arbeit", das in Kurzfassung die inhaltliche Arbeit aufführt sowie das Thema "Aus dem Wirken der Kreisgemeinschaft" mit den Bereichen "Selbstverständnis der Kreisgemeinschaft", "Kulturarbeit" und "Patenschaft mit dem Kreis Steinburg und der Stadt Itzehoe" beinhaltet.
Landrat Wendt überreichte Landrat Romanowski und Kreisvertreter Hinz Exemplare der Schilder über die Partnerschaft und die Patenschaft mit den zugehörigen Kreiswappen, die Bestandteile der neuen Kreishinweisschilder des Kreises Steinburg werden sollen.

Delegation des Kreises Elbing unter der Leitung von Landrat Maciej Romanowski (unten rechts) im Haus der Heimat
Übergabe der Entwürfe für die Kreishinweisschilder des Kreises Steinburg an den Kreisgrenzen; v.l. Kreisvertreter Bernd Hinz , Landrat Torsten Wendt , Kreispräsident Peter Labendowicz und Landrat Maciej Romanowski
 
Kreisvertreter Bernd Hinz im Gespräch mit Kreispräsident Peter Labendowicz, dahinter Rudolf Riep, Fraktions-vorsitzender der SPD-Fraktion, dann stellv. Kreispräsident Volker Susemihl
v.l. Berndt Doege, Maciej Romanowski, Stefan Goronczy, Bernd Hinz



Kulturnacht in Itzehoe am 6. Mai 2017

Das Haus der Heimat nahm auch in diesem Jahr an der 15. Itzehoer Kulturnacht teil und konnte sich über einen vollbesetzten Festsaal freuen. In diesem Jahr standen im Wechsel Vorträge von Friedrich Graf zu Dohna-Schlobitten und Lesungen von Gesa Stork auf dem Programm. Friedrich Graf zu Dohna gliederte seine Vortragsreihe in "Mein Schlobitten Teil I und Teil II sowie "Schlobitter und Pröckelwitzer Treck". Neben Aufnahmen des Schlosses und der Nebengebäuden zeigte der Graf eine Videoanimation vom Schloss. Der virtuelle Rundgang durch das Schlosszeigte den seinerzeitigen beeindruckenden Kulturschatz im Innern des Schlosses.Mein Schlobitten war ein sehr persönlich gehaltener Bericht mit den entsprechenden Fotos. Graf Dohna berichtete von den Anfängen des Geschlechts der Dohna auf ihrer Burg in Dohna/Sachsen, stellte den Bauherrn des Schlosses, Alexander Graf zu Dohna und seine Vita vor. Das Schloss Schlobitten war für die Kinder von Alexander Fürst zu Dohna ein Märchenschloss mit vielen tiefen Erinnerungen. In dem Vortragsteil "Treck" zeigte der Referent den Fluchtwegdes großen Trecks auf, der ca. 500-600 Personen umfasste und der dank der organisatorischen Kompetenz von Alexander Fürst zu Dohna und der intakten "Befehlsstruktur" zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden konnte. Die frühere Bewohnerin des Hauses Hinterm Klosterhof 19 (heute Haus der Heimat ), Gesa Stork trug ihre Kindheitserinnerungen an das Haus in der Zeit von 1935- 1937 vor. Ihre tiefe Liebe zu dem Haus ist bis heute ungebrochen geblieben. Eine sehr stimmungsvoll gehaltene Lesung. Für die musikalische Umrahmung sorgte Judith Michalski ,die Telemann Fantasien spielte.

Itzehoer Kulturnacht 2017 
Haus der Heimat 

1. Reihe von links nach rechts: Mark Helfrich, MdB,  Gesa Stork, Judith Michalski, Ingrid Reichhelm, stellv. Bürgervorsteherin der Stadt Itzehoe,

hintere Reihe von links nach rechts: Gräfin und Graf zu Dohna-Schlobitten,
Bernd Hinz, Kreisvertreter.


Itzehoer Kulturnacht 2017
Haus der Heimat 

Blick ins Plenum



Nicht zeitgemäß, sondern herausragend

Preußisch Holländer geben neuen Heimatbrief im 33. Jahrgang heraus und belegen Leistungskraft und den Willen zur Führung in der grenzüberschreitenden Arbeit .


Er ist eigentlich nicht zeitgemäß, der neue Heimatbrief der ostpreußischen Heimatkreisgemeinschaft Preußisch Holland. 70 Jahre nach Flucht und Vertreibung, nach Zersiedlung im Westen ist das Heimatgefühl nachwachsender Vertriebenengenerationen, eher selten im Geburtsland von Eltern und Großeltern. Angesichts der so ausdünnenden Vertriebenenstrukturen und sich auflösenden Heimatsammlungen, verlieren die Heimatvertriebenen an Bedeutung. Nur wenige Vertriebenenorganisationen haben noch das Kraft und die Kompetenz, die Geschichte ihres ostdeutschen Landkreises und seiner Gemeinden strukturiert und auf akademischen Niveau aufzuarbeiten und die politischen und gesellschaftlichen Kräfte im Patenkreis und in der heute polnischen Heimat in die Sicherung der gemeinsamen Geschichte und der kulturellen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit einzubinden.
Es ist insbesondere die Heimatkreisgemeinschaft Preußisch Holland, die sich gegen den Trend stemmt. Ihr soeben erschienener 33. Band im 33. Jahrgang des Heimatbriefes ist rund 200 Seiten stark, und Kreisvertreter Bernd Hinz lässt keinen Zweifel aufkommen, in welcher Liga er spielt. Allein das vierseitige Vorwort der Publikation gibt Auskunft über das schon hohe Niveau dieser Organisation.
Die Institution nimmt an der jährlichen Itzehoer Kulturnacht mit eigenen Lesungen und Vorträgen teil, befasst sich vertriebenenthematisch beispielsweise auch mit dem Schicksal der gegenwärtigen Flüchtlinge etwa aus Syrien. Es ist noch nicht lange her, dass die Stadt Itzehoe eigens Wegweiser zu den Vertriebenen errichtet hat, und im Landkreis Steinburg hat der Kreistag auf Initiative von SPD und FDP beschlossen, dass an den Kreisgrenzen künftig Schilder auf die Patenschaft zu Kreis und Stadt Pr. Holland hinweisen sollen. Eine Umsetzung steht noch aus.
Das Museum der Preußisch Holländer in Itzehoe hat derweil eine neue Panzerglasvitrine und Gemälde bedeutender Künstler erworben, darunter zwei Kunstwerke der bedeutendsten Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik, Lotte Laserstein - die Künstlerin wurde in Preußisch Holland geboren.
Kreisvertreter Hinz, so verlautet das Vorwort, trifft regelmäßig zu Arbeitsgesprächen mit dem für ihn zuständigen Landrat des Kreises Elbing, Maciej Romanowski zusammen. Bisweilen reist dieser auch zu den Gesprächen in die Bundesrepublik. Die Kreisgemeinschaft hat sich unter Hinz zu einem unentbehrlichen Partner für die deutsch-polnische Partnerschaft gemacht. Ein Umstand, der weit über den rein kommunalen Bezug hinausgeht. Innerhalb des Bundes der Vertriebenen gibt es neben Hinz keine Persönlichkeit, die – unabhängig von den politischen Verhältnissen in Warschau - nachhaltige diplomatische Beziehungen zur polnischen Botschaft pflegt. Mehrere Botschafter Polens haben ihn zu langen Gedankenaustauschgesprächen in der Botschaft persönlich empfangen, haben auf den von ihm unter dem Schirm der AKP organisierten deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongressen referiert
Jeder neue Heimatbrief der Preußisch Holland bestätigt das Vertrauen der Stadt Itzehoe und des Kreises Steinburg in die kulturhistorische und partnerschaftspolitische Arbeit der Kreisgemeinschaft. Er ist über die Kreisgemeinschaft zu beziehen.
B. Knapstein



Arbeitsgespräche  in Itzehoe im April 2017

Im April 2017 führte Kreisvertreter Bernd Hinz  Gespräche mit vielen politischen Persönlichkeiten aus der Bundes – und Kommunalpolitik in Itzehoe. Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich standen der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress im Hambacher Schloss vom 13.-15. Oktober 2017 und das Heimatkreistreffen in Itzehoe am 9. Und 10. September 2017 sowie das Jubiläum 200 Jahre Kreis Pr. Holland im Jahre 2018 im Vordergrund. Mark Helfrich sagte zu, beim Pr. Holländer Kreistreffen im Ständesaal des Historischen Rathauses einen Kurzvortrag zu halten. Daneben ist beabsichtigt, Dr. Karin Thissen MdB ebenfalls für einen Kurzvortrag zu gewinnen.

Herr Helfrich wurde darüber unterrichtet, dass Hinz Gespräche mit dem polnischen Botschafter, mit dem Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten, Klaus Brähmig MdB sowie mit Ministerialrat Dr. Michl und seinem Stab im Bundesinnenministerium geführt hat. Mark Helfrich hält eine Teilnahme beim Kongress für möglich. Mit Heinz Köhnke, Bürgervorsteher der Stadt Itzehoe, wurden die guten Patenschaftsbeziehungen der Kreisgemeinschaft zur Stadt Itzehoe angesprochen und auf wichtige Veranstaltungen im Jahr 2017 hingewiesen.

Mit den kommunalpolitischen Persönlichkeiten im Kreis Steinburg  Stefan Goronczy, stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP- Fraktion, Rainer Naudiet, stellv. Landrat und stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion sowie SPD-Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher – Naudiet, der Fraktionsvorsitzende der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Heinrich Voss mit seiner Stellvertreterin Inken Carstensen-Herold und der vierköpfigen Delegation der Fraktion Die Piraten mit der Fraktionsvorsitzenden Ilona Adamski und dem Kreistagsmitglied Dr. Siegfried Hansen sowie mit dem Kreispräsidenten des Kreises Steinburg, Peter Labendowicz, wurden folgende Themen erörtert:

-Hinweisschilder an den Kreisgrenzen
-kulturelle Projekte der Kreisgemeinschaft
-Mitwirkung an der Jubiläumsveranstaltung "150 Jahre Kreis Steinburg"
-Kreistreffen der Pr. Holländer in Itzehoe
-Kommunalpolitischer Kongress im Hambacher Schloss
-200 Jahre ( hist. ) Kreis Pr. Holland 2018 .

Im Hinblick auf die Neugestaltung der Hinweisschilder an den Kreisgrenzen dankte Hinz all den Fraktionen, die diesem Antrag zur Mehrheit bei der Beschlussfassung im Kreistag verholfen haben und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck,  dass der Kreistagsbeschluss (bald) umgesetzt wird.

Hinz konnte den Politikern die zwei erworbenen Gemälde der sehr bekannten Malerin Lotte Laserstein und eine erworbene Museumsvitrine präsentieren. Darüber hinaus informierte er die kommunalen Persönlichkeiten darüber, dass nach Fertigstellung des Sammelbandes VI der Heimatbriefe des Kreises Pr. Holland  Ende 2018 das nächste Kulturwerk "Die Adeligen Güter des Kreises Pr. Holland" fertiggestellt sein soll.

Im Hinblick auf 150 Jahre Kreis Steinburg möchte sich die Kreisgemeinschaft kulturell mit einem Informationsstand einbringen. In diesem Zusammenhang regte Hinz  angesichts der bevorstehenden 200 Jahrfeier des Kreises Pr. Holland die Schaffung eines Patenschaftssymbol in Denkmalsform an. Dabei sprach er an, dass Feier lichkeiten im Kreis Elbing mit der Schaffung eines Denkmals 200 Jahre (hist) Kreis Pr. Holland unter evt Würdigung der Partnerschaften mit den deutschen Partnern und einem Kulturprogramm angedacht seien. Des Weiteren sollen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten an Denkmälern in Stadt und Gemeinde Mühlhausen finanziell mitünterstützt werden.

Bei den Gesprächen mit den Vertretern der Fraktionen von SPD, FDP, Bündnis 90 / Die Grünen und den Piraten wurden große politische Übereinstimmungen deutlich. Für diese Fraktionen ist die Patenschaft eine sinnstiftende Einrichtung, die ideell und materiell  unterstützungswürdig ist.

Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Haus der Heimat, v.l. stellv. Fraktionsvorsitzende Inken Carstensen-Herold, Fraktionsvorsitzender Heinrich Voss, Kreisvertreter Bernd Hinz
 
Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich (rechts) und Kreisvertreter Bernd Hinz
Die Piratenfraktion im Haus der Heimat mit vord.Reihe re.: die Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski, daneben Dr. Tom-Michael Voigt,hint.Reihe v.l. Bernd Hinz, daneben Kreistagsmitglied Dr. Siegfried Hansen
v.l. stellv Landrat Rainer Naudiet, daneben Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher- Naudiet und Bernd Hinz
 
Hans Grodotzki mit Bernd Hinz vor der Stele im Sportzentrum Potsdam, in der die
2 Silbermedaillen der Olympischen Spiele in Rom 1960 aufgenommen sind
Kreisvertreter Bernd Hinz und Kreispräsident Peter Labendowicz (rechts)



Gespräch zwischen dem polnischen Botschafter und dem AKP- Vorsitzenden

In einem rund einstündigen Gespräch in der polnischen Botschaft in Berlin am 3. März 2017 führten der polnische Botschafter Prof. Dr.Andrzej Przylebski und der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz einen intensiven Informations- und Gedankenaustausch. An diesem Gespräch nahm auch die Pressesprecherin der Botschaft, Jadwiga Janukowicz teil.

Hinz unterrichtete den Botschafter zunächst unter Aushändigung einiger Informationsschriften über vergangene Kongresse über den Wirkungsgrad der AKP und die deutsch-polnische Kongressreihe und sprach den 16. Deutsch-polnischen Kongress unter seiner Leitung im Hambacher Schloss vom 13.-15. Oktober 2017 an.

Er wies den Botschafter darauf hin, dass das Hambacher Schloss als herausragendes historisches Zeugnis für die Freiheit der Völker, für die nationale Identität und für den europäischen Gedanken sowie für die deutsch-polnischen bilateralen Beziehungen in dem gegenwärtigen Europa der Krisen eigentlich einen großen zukunftsweisenden Beitrag des Botschafters geradezu einfordert. Und zwar einerseits für das bilaterale deutsch- polnische Verhältnis und andererseits für Polens Selbstverständnis in einem tragfähigen Europa der Zukunft. Hinz sprach auch die Hoffnung aus, dass in Polen die Bedeutung Deutschlands nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht , sondern auch in geistig- ideeller Hinsicht stärker erkannt wird. Polen und Deutsche sind eine Schicksalsgemeinschaft und sollten dies auch stärker gemeinsam dokumentieren, auch wenn man nicht in allen Fragen und Problemen kongruent denkt.

Auch wurden Fragen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sowie der Ostpolitik gegenüber Russland und dem Baltikum sowie der Ukraine erörtert.
Zum Abschluss des Gesprächs stellten beide Seiten eine weitgehende politische Übereinstimmung fest.
Der Botschafter stellte nachhaltig in Aussicht, dass er sehr gerne zu dem Kongress nach Deidesheim und zum Hambacher Schloss kommen wird. Hinz dankte für das atmosphärisch sehr gute und inhaltlich sehr konstruktive Gespräch.


„Gegenseitiger Wille zur Gemeinsamkeit ist entscheidend“

AKP tagt im masurischen Johannisburg / Hochrangige Referenten und emotionale Debatten

Von Bernhard Knapstein

Ein tragendes Element des lebendigen Austauschs und fruchtbarer Debatten ist regelmäßig ein Umfeld, das die Seele zu öffnen vermag. Ein solches Umfeld hat der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) in dem schönsten lichtdurchfluteten Grün und Gold des herbstlichen Mischwalds Masurens gefunden. In dieser von Deutschen und Polen geprägten Region hatte die AKP auf Einladung von Landrat Andrzej Nowicki gemeinsam mit dem Landkreis in der Kreisstadt Johannisburg (Pisz) die Tagung organisiert.

Zu der vom AKP-Vorsitzenden Bernd Hinz sowie Landrat Nowicki geleiteten Tagung fanden sich mehr als 50 Teilnehmer ein – eine beachtliche Zahl, angesichts des verkehrstechnisch eher abgelegenen Veranstaltungsortes. Doch das Programm hatte es in sich und mochte mit ausschlaggebend gewesen sein für die Größe des Auditoriums, die Lebendigkeit der zum Teil intensiven und emotionalen Debatte, in die sich die zahlreich angereisten deutschen und polnischen Landräte, Kreispräsidenten, Bürgermeister, Parlamentarier, Diplomaten, Kommunalpolitiker und Medienvertreter angesichts der europäischen Krise zum Teil hochengagiert einbrachten. Eine Krise, die einen starken Kontrastpunkt zu den Errungenschaften des 25-jährigen Jubiläums des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages und das inhaltliche Schwergewicht des zweitägigen Kongresses bildete, zu dem eigens auch der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT), Reinhard Sager, über den neuen Allensteiner Regionalflughafen ins südliche Ostpreußen einflogen war. Aber auch der aus Warschau zugereiste Gesandte der Bundesrepublik Deutschland, Manfred Huterer, und die beiden Sejmabgeordneten Jerzy Malecki von der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und Miroslaw Pampuch von der liberalen Oppositionspartei Die Moderne leisteten mit ihren Vorträgen wichtige Beiträge für die Debatte.

Die europäische Krise spiegelte sich in den Vorträgen und insbesondere in den anschließenden Diskussionen von DLT-Präsident Reinhard Sager und Jerzy Malecki wider.

Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages auf dem AKP-Kongress


DLT-Präsident bringt Arbeitskräfteaustausch für Tourismus ins Gespräch

Sager reflektierte in seinem Beitrag die Folgen aus 25 Jahre Nachbarschaftsvertrag. „Die Saat, die damals gesät wurde, ist aufgegangen“, konstatierte Sager, der im Hauptamt Landrat des Kreises Ostholsteins ist. Die beiden Nationen pflegten „gute, dichte und vielfältige Beziehungen wie nie zuvor“. Insgesamt bestünden heute mehr als 1400 kommunale Partnerschaften und Kooperationen, die zum großen Teil auf Landkreisebene gepflegt würden. Dennoch befinde man sich in einer Krisensituation, so Sager. Die Migrantenzahlen seien zwar gesunken, doch die Situation in Syrien scheine sich kurzfristig nicht zu entspannen. Der Brexit werfe zudem die Frage der künftigen Zusammenarbeit auf, die nicht zu Lasten der gegenseitigen Solidarität gehen dürfe. Der DLT-Präsident zitierte in dem Zusammenhang aus einer Rede des damaligen polnischen Konsuls und heutigen stellvertretenden Botschafters der Republik Polen in Berlin, Janusz Styczek, auf dem von Bernd Hinz im Jahr 2003 in Köln organisierten Kommunalpolitischen Kongress. Styczek setzte sich in seinem Vortrag mit der künftigen Rolle beider Nationen und ihrer Beziehung auseinander. „Ihr Zustand ist nicht mehr ein Problem von rein bilateralem Charakter. Ihr Charakter wird grundsätzlich durch die Übereinstimmung oder den Mangel in der Frage der weiteren Entwicklung der europäischen Integration bestimmt.“

Es war symptomatisch, dass die Flüchtlingskrise, in deren Bewältigung die deutsche Bundesregierung die Solidarität der europäischen Partner noch immer zu gewinnen sucht, hier im Vordergrund stand. Der Vorsitzende des Convents der Landräte in der Wojewodschaft Ermland-Masuren und Landrat des Kreises Lötzen (Gizycko), eine Art Landkreistag auf regionaler Ebene, Waclaw Strazewicz, stellte fest, Polen sei gegen die Aufnahme der Flüchtlinge, man habe bereits mit Migration aus der Ukraine und Weißrussland zu tun. „Die Aufnahme der Flüchtlinge könnte Merkel die nächste Wahl kosten“, stellte der Lötzener Landrat zudem mit Blick auf Deutschland fest.

Einen konstruktiven Einschlag erhielt die Debatte als DLT-Präsident Sager mit Blick auf die von Nowicki skizzierten 25 Prozent Arbeitslosigkeit und das Wirtschaftspotenzial des südlichen Ostpreußens einen Austausch von Arbeitskräften zwischen Schleswig-Holstein und Ermland-Masuren im Sinne des ausgelaufenen Projekts „mobioEU“ - Umschulung, Sprachkenntnisausbau und Spezialisierung von Arbeitskräften für den Tourismus in Ermland-Masuren vorschlug. Ganz praxisnah verdeutlichte sich der Sinngehalt dieses Vorschlags in einem von Landrat Nowicki initiiertem Besuch des Johannisburger Heimatmuseums in den Kellergewölben des Rathauses – die Begleittexte zu heimathistorischen Exponaten waren meist nur in polnischer Sprache gehalten, obwohl der mit Abstand größte Anteil der Touristen aus Deutschland kommt.

Der aus Johannisburg stammende PiS-Abgeordnete Jerzy Malecki hatte in dem AKP-Auditorium keinen leichten Stand. Er verteidigte Polens Haltung zur Migrationskrise. Seine Regierung stehe für die polnische Souveränität gegen europäische Überregulierung, aber auch für eine Priorität der Sicherheitsfragen. Als vorbildliche Partnerschaft nannte der Abgeordnete die deutsch-französischen Beziehungen, wobei er mutmaßte, dass es fraglich sei, ob ein solches Niveau in den deutsch-polnischen Beziehungen zu erreichen sei.

In der anschließenden Debatte, scharf in den Argumentationen aber respektvoll in der Diskussionskultur, wurde Malecki insbesondere hinsichtlich des verfassungsrelevanten Umgangs mit der Opposition in Polen von mehreren Seiten mit Fragen stark gefordert. So hinterfragten der Polenkenner, Journalist und ehemalige Kieler NDR-Funkhausdirektor Friedrich-Wilhelm Kramer sowie Miroslaw Pampuch von der Oppositionspartei Die Moderne die Besetzung des nationalen Medienrates. Malecki zeigte sich souverän, es blieb beim Austausch der Standpunkte. Es war an Tagungsleiter Bernd Hinz immer wieder durch gezielte Moderation die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen, zwischen den Kräften zu vermitteln und schließlich festzustellen, dass der offene aber eben auch freundschaftliche Umgang miteinander zur Diskussionskultur der AKP gehöre. Die AKP sei dankbar, dass er, Malecki, im gemeinsamen europäischen Geiste dazu beigetragen habe.

Huterer: „EU-Vertiefung für einige Staaten eher schwierig“

Manfred Huterer, der deutsche Gesandte und Stellvertreter des Botschafters in Warschau, bot in seinem Vortrag einen Auszug an Höhepunkten aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Spektrum der deutsch-polnischen Beziehungen. Ungeachtet derer, gebe es aber auch Differenzen, etwa im Bereich der Migrationspolitik und Energie. „Das muss man aber aushalten können und beharrlich an Lösungen arbeiten. Bezüglich der europäischen Krise gab der Gesandte auch ein persönliches Statement ab. Man müsse aufpassen, dass man die EU der 27 zusammenhalte. „Eine weitere Vertiefung ist für einige Staaten derzeit eher schwierig.“ Außenpolitisch sei die Abstimmung zwischen Deutschland und Polen mit Blick auf Osteuropa von essentieller Bedeutung. Huterer deutete eine allgemeine Unterschätzung des bereits totgesagten Weimarer Dreiecks an. Seit Oktober 2015 hätten allein sechs Ministertreffen des Weimarer Dreiecks stattgefunden, es gebe eine neue Dynamik.

Manfred Huterer, Vizebotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen beim Vortrag auf dem AKP-Kongress

Eigens für den Kongress hatte der Vorsitzende der ermländisch-masurischen Landräte eine Umfrage in der Wojewodschaft durchgeführt, um ein aktuelles Bild zum Umfang der partnerschaftlichen Beziehungen widergeben zu können. Von den 19 Landkreisen seien vier noch immer ohne Partnerschaft, darunter Neidenburg (Nidzica) , Ortelsburg (Sztszyno) und Rastenburg (Ketrzyn). Die erste Partnerschaft sei 1999 der Landkreis Allenstein mit dem Kreis Osnabrück eingegangen. Gleich mehrere Partnerschaften seien auf Initiative der deutschen Minderheit beziehungsweise der deutschen Vertriebenen entstanden, darunter sei auch der Kreis Johannisburg. Die seinerzeitige Initiatorin und heutige Ehrenvorsitzende des Deutschen Freundschaftskreises Rosch, Mira Kreska, saß im Auditorium und wurde, neben dem langjährigen Kreispräsidenten des Kreises Schleswig-Flensburg, Johannes Petersen, gleich mehrfach als herausragende Persönlichkeit in der deutsch-polnischen Partnerschaftsbewegung gewürdigt.

Strazewicz, dessen Kreis Lötzen (Gizycko) einen Partnerschaftsvertrag mit Querfurt pflegt, schlug ein gemeinsames Denkmalprojekt als Symbol für die Gesamtheit der Partnerschaftsbeziehungen vor - ob mit EU-Mitteln durchführbar, sei zu prüfen.

Der Sejmabgeordnete Miroslaw Pampuch, der eine Zeit lang auch Landrat des Kreises Allenstein war, ging auf die historischen Ecksteine der deutsch-polnischen Beziehungen von Brandts Kniefall in Warschau, über Solidarnosc in Danzig und das Treffen von Mazowiecki und Kohl in Kreisau ein, ohne die die deutsche Einheit, der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag und die auch von der AKP so intensiv gepflegten freundschaftlichen Beziehungen nicht denkbar seien. Pampuch skizzierte noch einmal die ersten Schritte zwischen Allenstein-Land und Osnabrücker Land, bei denen sich der verstorbene Allensteiner Kreisvertreter und AKP-Unterstützer Leo Michalski sowie der damalige Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck verdient gemacht hätten. Die Partnerschaft zwischen beiden Nationen habe den europäischen Integrationsprozess unterstützt. Doch wer hätte auf dem Kongress vor zwei Jahren gedacht, „dass wir heute den Brexit zu gegenwärtigen haben und wir in Polen über die verfassungsrechtliche Situation diskutieren und um das Recht kämpfen müssen“, fragte der Oppositionspolitiker im polnischen Sejm. „Polen braucht Deutschland, Deutschland braucht Polen und Europa braucht sie gemeinsam“, konstatierte Pampuch.

Die Vizemarschallin des Sejmiks Ermland-Masuren, Wioletta Śląska-Zyśk, bestätigte die vorherigen Berichte, nach denen vor allem die deutschen Touristen das Bild in der Region prägen. Sie berichtete den Delegierten des Kongresses über das Investitionsprogramm des Marschallamts, um der Arbeitslosigkeit zu begegnen. So würde in innovative Gründer, in die Wasserwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion sowie in die Holz- und Möbelindustrie investiert. Bei der Ausbildung nachwachsender Generationen setze man auch auf Berufsbilder mit sozialem Hintergrund. Berufsbilder, die Armut und Krankheit etwa in der ländlichen Region erforderlich machen und wie sie der Lazarus-Orden mit seinen zahlreichen und segensreich wirkenden Sozialstationen im südlichen Ostpreußen in Anstellung hat.

Auf Einladung der AKP waren die führenden Vertreter der Lazarus-Leitstation Elbing zum Kongress gekommen. Die Direktorin der Lazarus-Sozial-und Pflegeeinrichtungen in Ermland und Masuren, Frau Jolanta Golembiewska, stellte in einer Präsentation die erfolgreiche Arbeit der ab 1998 acht eingerichteten Sozialstationen vor. Im Rahmen des Kongresses dankte und verlieh der Großprior des Lazarus-Ordens Europa, Klaus-Peter Pokolm, gleich mehreren Lazarus-Pflegekräften Verdienstauszeichnungen für langjährige Betreungsdienste. Ein besonders hoher Orden wurde vom Großmeister des Internationalen Lazarus-Ordens, Don Carlos Gereda de Bourbon, Marquis de Almazan,dem langjährigen Stadtpräsidenten der Stadt Elbing verliehen, der sich um die Einrichtung und den Ausbau der Lazarus-Stationen Elbing besonders verdient gemacht hat.

Die Bedeutung der Bildung und Ausbildung hatte zuvor bereits der gastgebende Landrat Andrzej Nowicki in seiner Begrüßungsansprache hervorgehoben. Die Arbeitslosigkeit sei zwar von 33 auf 25 Prozent gesunken, zum Teil werde aber am Markt vorbei ausgebildet. Die Region und insbesondere Johannisburg sieht Nowicki auf einem guten Weg. Sein Kreis stehe in ganz Polen auf dem zweiten Rang hinsichtlich der Investitionen aus EU-Mitteln. Man habe Energie- und andere laufende Kosten darüber deutlich reduzieren können. Das sei den europäischen Partnern zu verdanken, deren Steuergelder in den Infrastrukturausbau flössen. Ein wichtiger Erfolg sei die Verhinderung des Abbaus der Bahnlinie aus Allenstein bis Lyck gewesen. Diese ermögliche nun den Anschluss vom Flughafen Allenstein. Der sollte im laufenden Jahr wenigstens 30.000 Passagiere abfertigen, eine Zahl, die man bereits überschritten habe. Als weiteren Faktor nannte Nowicki den Verkehrsträger Wasser. Um vom Landesinnere zur Seenlandschaft Masuren zu kommen gebe es mit der Pisek nur einen Fluss, der von Nord nach Süd verlaufe. Die Nutzung bedürfe des Baus einer Schleuse, ein Thema, das man nun endlich habe auf den Weg bringen können.

„Entscheidend ist der gegenseitige Wille zur Gemeinsamkeit. Ich wünsche, dass wir diesen Prozess weiterschreiben können zum Wohle beider Länder.“ AKP-Vorsitzender Bernd Hinz hatte mit diesen Worten seine Begrüßungsansprache zu Beginn des Kongresses beschlossen – nach dieser emotionalen, an Höhepunkten gespickten Tagung hätte er sie wohl auch zum Abschluss der zwei Kongresstage sagen können. Es ist genau das, was das Wirken der AKP ausmacht: der gegenseitige Wille zur Gemeinsamkeit - trotz aller Kontroversen.

Teilnehmer des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe
mit v.l. Bernd Hinz, Gerlinde Böttcher-Naudiet, Stefan Goronczy, Ilona Adamski,
dahinter Dr. Siegfried Hansen, ganz rechts Heinz Köhnke

 


Jan Strazewicz, Landrat des Kreises Lötzen (Gizycko) und Vorsitzender des Konvents der Landräte in der Woj. Ermland und Masuren

Wioletta Slaska-Zysk ,Vizemarschallin der Woj. Ermland und Masuren
     

Jerzy Malecki , Mitglied des Sejm

Miroslaw Pampuch, Mitglied des Sejm
     

Blick in die Tagung des AKP-Kongresses, vorne v.l. Reinhard Sager, Frau Kramer, Friedrich-Wilhelm Kramer,ehem. Direktor des NDR-Landesfunk, Lech Slodownik

Im Auditorium die Kreistagsmitglieder v.l. stellv. Kreisvertreterin Monika Hinz, Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet, Bürgervorsteher Heinz Köhnke
     

Vertreter des Kreises Elbing beim Komgress, v.l. Janusz Otreba, Maciej Romanowski, Bernd Hinz,Lech Slodownik, Pawel Troszynski

Teilnehmer des AKP-Kongresses, v.l. Bernhard Knapstein, Reinhard Sager, Bernd Hinz, Wioletta Slask-Zysk, Andrzej Nowicki
     

In der ersten Reihe, v.l. Waclaw Strazewicz, Maciej Romanowski, Marek Misztal

3 Freunde im Stadtmuseum Johannisburg/Pisz,v.l. Bernd Hinz, Maciej Romanowski, Andrzej Nowicki

 


Neue bedeutende Kunstwerke im Haus der Heimat II

Stellvertretend für viele Gruppenbesuche im Haus der Heimat:

Polnische Praktikanten aus Paslek/Pr. Holland mit ihrem Lehrer, die sich alle sehr interessiert beim Besuch im Haus der Heimat zeigten.

 


Neue bedeutende Kunstwerke im Haus der Heimat I

Das Haus der Heimat hat 2 Gemälde der in Pr. Holland geborenen Malerin Lotte Laserstein erworben. Es hat nunmehr im Künstlerraum 3 Werke der bedeutendsten Malerin aus dem Kreis Pr. Holland. Sie gilt auch auch als bedeutendste Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik. Seit 2010 ist die Nationalgalerie in Berlin im Besitz des Gemäldes "Abend über Potsdam" aus dem Jahr 1930.
Dieses Bild soll zukünftig die Ausstellung zur Moderne in der Neuen Nationalgalerie als erstes Bild eröffnen.


Portrait Prof.Anders Karlen,
Stockholm,Öl auf Leinwand

Damenportrait mit dunklem Haar und
Creolen, 1982. Pastell auf Malpappe


Bei den 2 erworbenen Bildern handelt es sich um das Portrait Prof.Anders Karlen, Stockholm,Öl auf Leinwand und Damenportrait mit dunklem Haar und Creolen, 1982. Pastell auf Malpappe.


NEU! Sammelband VI (Heimatbrief des Kreises Pr.Holland / Hefte 26-30) NEU!

Der Sammelband VI des Heimatbriefes des Kreises Pr. Holland (Hefte 26-30) konnte auf dem Kreistreffen in Itzehoe am 10. und 11.September der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Dieser Leinenband mit mehr als 850 Seiten ist nunmehr das 20. Grosswerk in der kulturhistorischen Arbeit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.



Dieser Sammelband konnte dank des großen Zuschusses der Förderstiftung des Kreises Steinburg herausgegeben werden und Sie können ihn hier erwerben.



Hauptkreistreffen in Itzehoe am 10./11.September

Erst das Verständnis - dann die Freundschaft
Internationale Gäste beim Treffen der Kreisgemeinschaft Preussisch Holland


Es passiert seit 63 Jahren immer im September: Teilnehmer aus ganz Deutschland und Nachbarländern kommen nach Itzehoe zum Treffen der Kreisgemeinschaft Preussisch Holland. Bei der diesjährigen Veranstaltung im Ständesaal wurde erneut die Bedeutung der Gemeinschaft in Europa betont.
Bürgervorsteher Heinz Köhnke gratulierte dem Kreisvertreter Bernd Hinz, der in diesem Jahr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten hatte. Schon früh während der Zeit des kalten Krieges habe er erste Kontakte nach Preussisch Hollandin Polen, dem heutigen Paslek, hergestellt. Mit der Einrichtung des Hauses der Heimat in Itzehoe sei es ihm und seinem Team, besonders seine Ehefrau und dem Ehepaar Collmann, gelungen, das Leben in Ostpreußen zu dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten. Die Itzehoer Städtepartnerschaft mit Paslek sei da nur folgerichtig gewesen, sagte Köhnke und lobte Hinz: "Du hast dich auch in schwierigen Zeiten als wahrer Europäer erwiesen."
Der Kreisvertreter hatte viele Gäste zu begrüßen, darunter den Bürgermeister der polnischen Stadt Mlynary, früher Mühlhausen, Marek Misztal sowie den Vizeratsvorsitzenden der Stadt Pr. Holland/Paslek ,Marian Matuszczak, und mehr als 25 Persönlichkeiten aus der Landes- und Kommunalpolitik.Sowohl Misztal als auch Matuszczak hatten zahlreiche Geschenke mitgebracht.

Nach zahlreichen Grußworten von weiteren offiziellen Gästen verglich die SPD-Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen in ihrem Vortrag die Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden heute mit der Lage der Menschen aus den ehemals ostdeutschen Gebieten, die während des Krieges und in den Folgejahren gekommen waren. "Im Internet spielen Grenzen heute nur noch eine geringe Rolle. Sollen wir die in der Realität wieder aufleben lassen?", fragte Herdejürgen und lobte die Errungenschaften im heutigen Europa. Kritik sei erlaubt und erwünscht, aber nicht um Europa kaputt zu machen, sondern um es zu verbessern. Gemessen an der großen Menge der Kriegsflüchtlinge damals sei es heute eine relativ geringe Zahl. Die vielen Ehrenamtlichen hätten Großartiges geleistet, lobte die Landtagsabgeordnete: "Entscheidend sind die menschlichen Gesten."
In seinem Festvortrag beschäftigte sich der Minister a.D. Und FDP-Landtagsabgeordnete Ekkehard Klug ausführlich mit dem Thema "Deutschland und Polen-Nachbarn und Partner in Europa". In einem historischen Rückblick schlug er einen Bogen über mehrere Jahrhunderte von der vollständigen Auslöschung eines Staatswesens über die 6 Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg allein auf polnischer Seite bis hin zur Gegenwart. Es sei erstaunlich ,dass das deutsch-polnische Verhältnis sich bereits relativ wenige Jahre nach dem Krieg zum Guten entwickelt habe. Der Freundschaft vorausgehend sei das wechselseitige Verständnis, so Klug.
Nach der kleinen Gedenkveranstaltung mit Gedenkworten des Bürgervorstehers Heinz Köhnke und mit Kranzniederlegung am Germanengrab begrüßte der Kreisvertreter die Anwesenden im Saal Klosterbrunnen am 2.Tag des Treffens.

Im Mittelpunkt dieser Feierstunde standen der Kurzvortrag von Hans Grodotzki, dem erfolgreichsten Sportler aus dem Kreis Pr. Holland, über sein Sportlerleben sowie die Grussrede vom Bürgermeister Marek Misztal über 700 Jahre Gemeinde Schönberg. Für die musikalische Umrahmungen der Veranstaltungen sorgte der Gesangverein Sude und Judith Michalski.


Quelle: Erhard Trusch in Norddeutsche Rundschau vom 12. September 2016 und Aufzeichnungen eines Pr.Holländers

 

   
Stellv. Landrat Rainer Naudiet und Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet im Ständesaal Itzehoe


Blick in das Auditorium der Sitzung des Kreisausschusses der Kreisgemeinschaft Pr. Holland
       
   
Grußwort des Bürgervorstehers der Stadt Itzehoe, Heinz Köhnke


Grußwort des Stellv. Kreispräsidenten Werner Schultze
       
   
Grußwort des Landtagsabgeordneten Bernd Voss (Bündnis 90/ Die Grünen)


Die polnische Delegation mit v.l. Lehrerin und Dolmetscherin Frau Kosobudska, Bürgermeister der Stadt Mühlhausen/Mlynary, Marek Misztal und dem stellv. Ratsvorsitzenden der Stadt Pr. Holland, Marian Matuszczak
       
   
Die Altbürgermeister der Stadt Itzehoe, v.l. Günter Hörnlein und Harald Brommer


Im Ständesaal v.l. Ratsfrau Dr. Kirsten Lutz (DAF)  und Dr. Reinhard Wenzlaff, Fraktionsvors.der CDU,Kreis Steinburg
       

 
Blick in das Auditorium im Ständesaal


Festrednerin Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen (SPD)
       
   
Festredner Landtagsabgeordneter und Minister a. D. Dr. Ekkehard Klug (FDP)


Besucher des Kreistreffens im Haus Klosterbrunnen,v.l. Kurt Morr aus Grünhagen
       
   
Eberhard Jamrowski mit Lebensgefährtin


Teilnehmer beim Kreistreffen, links das Ehepaar Böttcher aus Hermsdorf
       
   
Dr. Siegfried Grunwaldt mit Gattin(links)


Teilnehmer aus der Gemeinde Reichenbach, ganz links Elli Eigenbrodt
       
   
Der Pr. Holländer Hans Grodotzki, der über seine Erinnerungen an die Olympischen Spiele in Rom referierte


Die Vertreter der Piratenfraktion im Kreistag Steinburg, Dr. Siegfried Hansen und Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski
       
   
Kreispräsident Peter Labendowicz(Mitte) dankt Geschäftsführerin Gudrun Collmann und Kreisvertreter Bernd Hinz


Bürgermeister Marek Misztal,
Stadt und Gemeinde Mühlhausen/ Mlynary beim Vortrag "700 Jahre Gemeinde Schönberg"
       
   
Kreisvertreter Bernd Hinz dankt Bürgermeister M. Misztal


Altkreispräsident Hans-Friedrich Tiemann(links) und Kreisvertreter Bernd Hinz
 
Der Deutsche Verein aus Pr. Holland mit dem Kreisvertreter

 


Besuch der SPD-Kreistagsfraktion im Haus der Heimat in Itzehoe

Am 16.Juli 2016 besuchte die SPD- Kreistagsfraktion Steinburg unter der Leitung des Fraktionsvorsitzenden Rudolf Riep das Haus der Heimat in Itzehoe. Sie informierte sich unter Begleitung der Eheleute Gudrun und Bernd Collmann mehr als 1Stunde über die museale Ausstattung und Konzeption des Kulturhauses der Kreisgemeinschaft Pr. Holland . Dieser Informationsbesuch stand im Zeichen der Begutachtung  der musealen Einrichtungen im Kreis Steinburg , die einen Förderantrag gestellt haben. Zum Abschluss zeigten sich die kommunalen Vertreter sehr beeindruckt von dem Kulturhaus.

von links Niels Jurgons, Gudrun Prassler stellv. Kreispräsident Völker Susemihl, stellv. Landrat Rainer Naudiet, Gerlinde Böttcher-Naudiet, dahinter Gudrun Collmann(Kreisg. Pr.Holland),Manuela Streich(SPD-Kreisvorstand), Jürgen Klein, Hans-Werner Haase, Sina Esselborn-Große, Fraktionsvorsitzender Rudolf Riep; nicht auf dem Foto: Renate Schmidt

 


Der 30. Juni 2016: Ein guter Tag für die Patenschaft und Partnerschaft im Kreis Steinburg

Am 30. Juni 2016 fand im Kreistag Steinburg zum Thema Hinweisschilder an den Kreisgrenzen eine hochengagierte Debatte mit einer leidenschaftlichen Fürsprache für Identifikation des Kreises mit seinen Paten und Partnern, mit der Metropolregion Hamburg und mit Europa statt. Danach hat der Kreistag mit großer Mehrheit entschieden, dass das vom Landrat entfernte Patenschaftsschild für den historischen Kreis Preussisch Holland wieder -wie in den 60 Jahren zuvor- Teil der Kreishinweisschilder an den Kreisgrenzen sein soll und um den Hinweis auf die Partnerschaft mit dem polnischen Kreis Elbing/Elblag ergänzt werden soll.
Dieser Entscheidung stimmten die Fraktionen von SPD, FDP, Bündnis90/Die Grünen, Piraten, Bürgerliste und die Abgeordneten der zwei Wählergemeinschaften WiSt und Freie Wähler zu.
Lediglich die CDU stimmte dieser Beschlussfassung nicht zu.

Die Kreisgemeinschaft Pr. Holland dankt den beiden Initiatoren der Eingabe, Stefan Goronczy (FDP ) und Rainer Naudiet (SPD) sowie allen Kreistagsabgeordneten, die zu dieser Entscheidung im Kreistag des Kreises Steinburg beigetragen haben von ganzem Herzen.

Ein guter Tag auch für die Erinnerungskultur und Bekenntniskultur.
Bernd Hinz , Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Pr. Holland

 

 


14. Kulturnacht am 23.04.2016

In Anwesenheit der Äbtissin und Priorin im Adeligen Kloster in Itzehoe, die ein Grußwort entbot, berichtete Carsten Brecht anhand von zahlreichen Bildern sehr anschaulich über mehr als 750 Jahre Klostergeschichte.

Im zweiten Teil des Kulturprogrammes trug die Schauspielerin Katinka Springborn Texte über aktuelle Fluchtgeschichten vor:

"Der Hauptteil der "Fluchtgeschichten" (nach einem kurzen Abschnitt aus dem Roman "Eine Handvoll Sterne" von Rafik Schami) bestand aus Auszügen aus dem Buch "Über das Meer" von Wolfgang Bauer. Er ist Journalist und hat mit dem Fotografen Stanislav Krupar syrische Flüchtlinge begleitet. Selber als Flüchtlinge getarnt, und in engem Kontakt zu den Menschen, mit denen er gemeinsam 'auf der Flucht war' beschreibt er - zu einem Großteil aus erster Hand - was auf der Flucht alles geschieht.

Die Grausamkeit der Schlepper, die vielen Versuche, überhaupt wegzukommen. Viele Boote drehen aus verschiedenen Gründen wieder um. Mehrfach werden Flüchtlinge von ihren eigenen Schleusern, denen sie viel Geld bezahlt haben, quasi gekidnappt, weil die Schleuser sich gegenseitig erpressen. Sie werden irgendwo ausgesetzt, immer wieder mit Gewehren getrieben wie Vieh. Wieder und wieder versuchen sie es. Familien werden auseinandergerissen, sie werden auf seeuntüchtige, zu kleine Boote gepfercht und haben keine Chance mehr umzukehren. Durch Bauers Beschreibung wird sehr klar, dass niemand das alles aus Spaß oder nur um etwas mehr Geld zu haben, auf sich nimmt."

Zum Schluss berichtete die syrische Studentin Nada Madkhana über die eigene Fluchtgeschichte.
Und über ihre Hoffnung, in ihr Heimatland Syrien zurückkehren zu können und dann Anteil am Wiederaufbau dieses Landes zu nehmen.
Traditionell besuchten Bürgervorsteher Heinz Köhnke, stellv. Kreispräsident Völker Susemihl und stellv. Landrat Rainer Naudiet sowie Gattin Gerlinde Böttcher-Naudiet die Kulturnacht im Haus der Heimat.

 
 
Die Schauspielerin Katinka Springborn bei der Textlesung

V.l.der Referent Carsten Brecht, Kreisvertreter Bernd Hinz,Äbtissin Gudrun von Ahlefeld,Bürgervorsteher Heinz Köhnke, stellv. Kreispräsident Völker Susemihl.

Die syrische Studentin Nada Madkhana beim Vortrag

 


 

Arbeitsbesuch in Ostpreußen im Frühjahr 2016

Vom 28.03. bis 02.04.2016 besuchten Kreisvertreter Bernd Hinz und seine Frau Monika die Kreisstadt Elbing sowie die Städte Pr. Holland, Mühlhausen und Tolkemit.
Mit den Landräten Andrzej Nowicki und Maciej Romanowski besprach Herr Hinz den Kommunalpolitischen Kongress in Johannisburg, der vom 14. – 16.10.2016 im Hotel Nad Piszu durchgeführt werden soll.
Das Leitthema soll lauten: Europa – Quo vadis? Strukturelle Wege in ein zukunftsfähiges Europa.
Die beiden polnischen Landräte laden die polnischen Vertreter zum Kongress ein, die AKP lädt die deutschen Vertreter ein. Die Referentenliste wurde besprochen und es werden entsprechende Anfragen gestartet. Zum Tagungsprogramm wird auch eine Besichtigungsfahrt in die Umgebung von Johannisburg eingeplant.

Beim Empfang im Rathaus der Stadt Elbing durch Oberbürgermeister W. Wroblewski waren auch der stellvertretende Oberbürgermeister Janusz Nowak und der frühere Oberbürgermeister Henryk Slonina anwesend. Ein wichtiges Thema war auch hier der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress, an den sich Oberbürgermeister Wroblewski bei seiner Teilnahme in Kiel noch gut erinnern konnte. Kreisvertreter Bernd Hinz lud den Oberbürgermeister zum nächsten Kongress in Johannisburg ein. Er lud auch Alt-Oberbürgermeister Henryk Slonina ein und teilte ihm mit, dass der Internationale Lazarus-Orden beschlossen hat, ihm die zweithöchste Auszeichnung des Internationalen Ordens für seine große Unterstützung der Lazarus-Station in Elbing zu verleihen.
Danach schloss sich ein Empfang im Landratsamt durch Landrat Romanowski und Kreispräsident Ryszard Zagalski an, in dem über die lebendige Ausgestaltung der Partnerschaft gesprochen wurde.
Es soll eine größere Veranstaltung in Pr. Holland aus Anlass des 200-jährigen Gedenkens an die Gründung des Kreises Pr. Holland 2018 durchgeführt werden. Es ist angedacht, dass ein Gedenkstein mit diesem Datum unter Aufnahme der Partnerschaften des Kreises Elbing und der Stadt Pr. Holland zu diesem Zeitpunkt dann eingeweiht wird.

Als weitere Maßnahmen sind im Gespräch die Restaurierung des Kriegerdenkmals in Quittainen sowie die Pflege weiterer Kriegerdenkmäler im historischen Kreis Pr. Holland.
Beim Empfang im Rathaus von Pr. Holland wurde vereinbart, dass eine Delegation aus der Stadt Pr. Holland 2017 der Einladung zum Arbeitsbesuch in Hürth / Köln nachkommt. Bürgermeister Dr. Sniecikowski zeigte den Eheleuten Hinz neue bauliche Maßnahmen, wie u.a. den großen Kinderspielplatz an der Poststraße.

Des Weiteren wurde die aufwendig renovierte Orgel in der St. Bartholomäus-Kirche sowie ein speziell organisiertes Orgelkonzert durch den Organisten Jacek Matukiewicz bewundert. Bei der von Kreisvertreter Bernd Hinz ausgesprochenen Einladung waren die kommunalen Spitzen des Landkreises Elbing und der Stadt Pr. Holland zum Abendessen und zum geselligen Zusammensein in ein Restaurant der Stadt gekommen. Dort unterstrichen die polnischen Vertreter in ihren Grußworten nachhaltig die sachlich und emotional enge Verbindung der polnischen Gebietskörperschaften zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland.

Nach dem Besuch des Deutschen Vereins in Pr. Holland in den Vereinsräumlichkeiten fand ein Besuch in der Stadt Mühlhausen zunächst im Rathaus statt, an dem neben Bürgermeister Marek Misztal, die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Roginska und die Ratsvorsitzende Stanislawa Szczepaniak teilnahmen. Bürgermeister Misztal teilte uns mit, dass die Lazarusstation in Elbing Pflegedienste in Mühlhausen inzwischen ambulant wahrnimmt. Er plant jedoch, in einem Zeitfenster von zwei bis drei Jahren eine stationäre Pflegeanstalt in der dann ehemaligen Volksschule von Bludau einzurichten. Herr Misztal möchte uns auch bei dem Erwerb von kulturhistorischen Schriften behilflich sein. Mit dem zuständigen Pfarrer von Mühlhausen, einem gelernten Kunsthistoriker, besuchten wir die frühere evangelische Stadtkirche und die katholische Kirche in Mühlhausen. Er zeigte sich sehr interessiert, einen Beitrag für den nächsten Heimatbrief über die katholische Kirche und das Marienbild sowie den Altar zu fertigen. Danach besuchten wir gemeinsam noch die Kirche in Bludau sowie den Friedhof und das Kriegerdenkmal in Neu Münsterberg. Kreisvertreter Bernd Hinz regte an, dass man gemeinsam mit der Stadt Mühlhausen die Kriegerdenkmäler in Schönberg, Hermannswalde und Neu Münsterberg, evtl. auch Bludau, renovieren bzw. pflegen sollte.

Herr Misztal sprach die Einladung zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde Schönberg am 02.07.2016 aus. Des Weiteren will er sich um eine historisierende Bauweise am Markt bemühen.
Des Weiteren hat noch ein Besuch in der Stadt Tolkemit bei Bürgermeister A. Lemanowicz, an dem auch Vizelandrat Likuschewski und der Direktor der Kreissozialeinrichtungen Tomasz Domszalski teilgenommen haben, stattgefunden. Bürgermeister Lemanowicz führte uns durch das neue Rathaus, das insgesamt optimal konstruiert ist und zeigte uns das Zentrum der Stadt sowie den Hafen. Die Stadt hat sich gegenüber unserem ersten Besuch vor ca. 20 Jahren dynamisch positiv weiterentwickelt.
Zum Schluss hatten wir in Podangen ein Sondierungsgespräch mit dem Unternehmer Stefan Hipp, den Kreisvertreter Hinz als Referent zum Kommunalpolitischen Kongress 2016 in die Stadt Johannisburg eingeladen hat. Herr Hipp zeigte sich für die Teilnahme sehr aufgeschlossen und erhielt Informationsmaterialien über die Arbeit der Kreisgemeinschaft im kulturhistorischen Bereich. Beide Seiten wollen den Kontakt fortsetzen und vertiefen sowie weitere Überlegungen zur engeren Zusammenarbeit anstellen.
Herr Hipp plant, die Ruine des Schlosses Schlodien historischgetreu von innen und außen wieder aufzubauen.

 

 
Im Landratsamt des Kreises Elbing :
Landrat Maciej Romanowski (links) ,
Kreisvertreter Bernd Hinz (Mitte), Kreispräsident Ryszard Zagalski (rechts)
 
Landrat Maciej Romanowski (links). Kreisvertreter Bernd Hinz (Mitte), Kreispräsident Ryszard Zagalski (rechts)
     
 
Im Rathaus von Pr.Holland: v.l. Ratsvorsitzender Edward Skalij, Bürgerm. Dr.Wieslaw Sniecikowski, stellv. Kreisvertr. Monika Hinz, Kreisvertr. Bernd Hinz, Vizeratsvors. Henryk Zuchowski, Altratsvorsitzender J. Przepelski
 
Im Rathaus von Tolkmit: Von links:Tomasz Domszalski, Direktor des Kreissozialamtes, Zbigniew Lichuszewski,stellv. Landrat, Bürgermeister Andrzej Lemanowicz, Bernd Hinz und Historiker Lech Slodownik
     
 
Im Rathaus der Stadt Elbing:
v.l. Landrat Maciej Romanowski, Kreisvertreter Bernd Hinz, Oberbürgermeister W. Wroblewski, Altoberbürgermeister Henryk Slonina, stellv. Oberbürgermeister Janusz Nowak
 
Maciej Romanowski, Landrat des Kreises Elbing,Kreisvertreter Bernd Hinz, Andrzej Nowicki, Landrat des Kreises Johannisburg, Historiker Lech Slodownik
     
 
Besuch des Deutschen Vereins in
Pr. Holland von Kreisvertreter Bernd Hinz
 

Besuch im Rathaus der Stadt Mühlhausen: v.l. Historiker Lech Slodownik, Kreisvertreter Bernd Hinz, Bürgermeister Marek Misztal, Ratsvorsitzende Stanislawa
Szczepaniak,stellv.Bürgermeisterin
Maria Roginska

     
v.l.: Ratsvorsitzender Edward Skalij, stellv. Ratsvorsitzender Henryk Zuchowski, Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski, Kreisvertreter Bernd Hinz, stellv. Kreisvertreterin Monika Hinz, Landrat Maciej Romanowski, Joanna Naspinska, Mitglied des Kreisausschusses Elbing, Altbürgermeister Pawel Troszynski, hinten Lech Slodownik
 
Restaurierte Orgel der St. Bartholomäuskirche in Pr. Holland

 


Arbeitsgespräche in Itzehoe im März 2016

Vom 18. bis 24.03.2016 führte Kreisvertreter Bernd Hinz umfangreiche Gespräche mit führenden Vertretern der Patenschaftsträger in Itzehoe.
Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich sprach er die Möglichkeiten einer Teilnahme als Referent beim kommunalpolitischen Kongress im ostpreußischen Johannisburg/Pisz an. Hierfür zeigte sich Herr Helfrich sehr interessiert ebenso für die Vermittlung eines Gespräches mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig, der Vorsitzender der Gruppe der Flüchtlinge, Vertriebenen und Aussiedler in der CDU/CSU Bundestagsfraktion ist.
In Hinblick auf die Vitalisierung der Patenschaft im Kreis Steinburg durch Maßnahmen von Projekten sollte ein Konzept zunächst erarbeitet werden. Als ein gelungenes Beispiel wurde die adventliche Bürgerfragestunde im Haus der Heimat angesehen.
An dem Gespräch mit der Kreistagsfraktion der FDP nahmen Fraktionsvorsitzender Göttsche sowie der stellvertretender Fraktionsvorsitzende Stefan Gronczy und Horst Gabriel teil. In dem von großer Harmonie begleiteten Informations- und Gedankenaustausch stellte man nicht nur die aktuelle ungebrochene Bedeutung der Patenschaft heraus, die FDP-Fraktion regte an, dass eine Sitzung des Kulturausschusses des Kreises Steinburg im Haus der Heimat stattfinden solle und die kulturelle Informationsmöglichkeit für Schüler von Gymnasien und anderen Schulen von den Lehrkräften im Kreis Steinburg genutzt werden sollte. Die politische und die rechtliche Problematik der neu errichteten Kreisschilder an der Kreisgrenze des Kreises Steinburg wurden nachhaltig diskutiert.
Die Möglichkeit eines Referates durch den Kultusminister a.D. Dr. Klug im Ständesaal beim Kreistreffen, der sich hierfür interessiert zeigte wurde angesprochen und avisiert. Mit der Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen wurde ebenfalls die Referententätigkeit beim Kreistreffen in Itzehoe September 2016 angesprochen und festgelegt.
In einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre fand das Gespräch mit Vertretern der SPD-Fraktion im Kreistag. stellvertretender Landrat Rainer Naudiet und Gerlinde Böttcher-Naudiet, statt. Wichtige Punkte im Rahmen der Patenschaft wurden im Konsens erörtert. Angedacht ist ein Treffen der SPD-Kreistagsfraktion im Haus der Heimat. Daneben wurden wichtige Termin in diesem Jahr, u. a. Kulturnacht, Kreistreffen, kommunalpolitischer Kongress in Johannisburg usw., abgestimmt.
Der Kreisvorsitzende der Kreis-CDU und Landtagsabgeordnete Heiner Rickers kam als Freund der Patenschaft ins Haus der Heimat, um sich über den aktuellen Wirkungskreis der Kreisgemeinschaft und ggf. über aktuelle Problemstellungen zu informieren. Herr Rickers wird im September in Itzehoe ein Grußwort entbieten.
Die Fraktion der Piraten im Kreistag Steinburg mit der Fraktionsvorsitzenden Ilona Adamski und Dr. Tom-Michael Voigt erörterte den Ausbau der Möglichkeiten der kulturellen Ausstrahlungskraft des Hauses der Heimat. Hier war auch die Fördermöglichkeit für museale Einrichtungen im Kreis Steinburg Gesprächsthema. Frau Adamski regte im Hinblick auf den reichhaltigen, umfangreichen Wirkungsgrad des Hauses der Heimat an, bereits im Sommer 2016 erneut für das Jahr 2017 einen Förderungsantrag zu stellen.
Kreisvertreter Bernd Hinz bedankte sich bei den Fraktionsmitgliedern der Piraten nachdrücklich für das äußerst fruchtbare Gespräch im Jahre 2015 und auch für die wichtigen Hinweise, die er bisher von der Fraktion erhalten hat. Frau Adamski beabsichtigt, mehrere Veranstaltungen der Kreisgemeinschaft Preußisch-Holland bzw. der AKP in diesem Jahr zu besuchen.

 
 
Mitglieder der SPD- Fraktion im Kreistag Gerlinde Böttcher-Naudiet und Rainer Naudiet sowie Kreisvertreter Bernd Hinz

Kreispräsident Peter Labendowicz (li. ) und Bernd Hinz

Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen und Bernd Hinz
 
 
Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich(links) und Bernd Hinz

Ehepaar Bernd und
Gudrun Collmann, stellv. Kreisvertreterin sowie Bernd Hinz (mitte)

Besuch der FDP-Fraktion im Kreistag im Haus der Heimat mit v.l. stellv. Fraktionvors. Stefan Goronczy, Horst Gabriel und Fraktionsvors. Göttche mit Bernd Hinz
 
 
v.l. Bernd Hinz mit Fraktion der Piraten im Kreistag:
Dr. Tom-Michael Voigt und Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski

Bernd Hinz mit dem Landtagsabgeordneten Heiner Rickers

Bernd Hinz mit Bürgervorsteher Heinz Köhnke

 


Brücken zu Polen gebaut
Bernd Hinz erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Das Bundesverdienstkreuz am Bande hat der Hürther Bernd Hinz schon. Nun, 17 Jahre später, ist Bundespräsident Joachim Gauck dem Vorschlag von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gefolgt, den Brückenbauer zwischen Deutschen und Polen mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse auszuzeichnen. Staatssekretär Thorsten Klute überreichte den Orden und die Urkunde bei einem Festakt am 17. März 2016 in Köln.

Hinz, der 1947 in Köln geboren wurde, ist Nachkomme deutscher Vertriebener aus Preußisch-Holland, der heutigen polnischen Stadt Paslek im Landkreis Elblag/Elbing. „Es hat einen besonderen Charakter, dass ein Nachkomme von vertriebenen Ostpreußen das Vertrauen polnischer Kommunalpolitiker gewonnen hat, um sie bei jährlichen Kongressen mit ihren deutschen Kollegen zusammenzubringen“, sagte der stellvertretende Botschafter der Republik Polen in Berlin, Janusz Styczek.
Staatssekretär Klute erinnerte an die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vor 25 Jahren. Bernd Hinz habe diese Vereinbarung mit Leben gefüllt. Auf Regierungsebene kann man noch so viele Verträge schließen, wenn die Bevölkerung sie nicht trägt, sind sie nur beschriebenes Papier. „Bernd Hinz handelte aus der Überzeugung, dass aus den Kommunen der Wille kommen muss, miteinander an einem friedlichen Europa zu bauen“ führte Klute aus. Insofern hat ihn die Schwere des Bundesverdienstkreuzes am Bande nicht träge gemacht, sondern getragen, so der Nordrhein-Westfälische Staatssekretär aus dem Ministerium für Arbeit, Integration, Soziales.

v.l. Laudation durch Landrat Maciej Romanowski, Kreis Elbing; Bürgermeister Marek Misztal, Stadt Mühlhausen; Stadtratsvorsitzender Henryk Zuchowski,Stadt Pr. Holland; Altbürgermeister Pawel Troszynski, Stadt Pr.Holland und Historiker Lech Slodownik
     

Der polnische Vizebotschafter Janusz Styczek und Bernd Hinz

Ordensverleihung durch Staatssekretär Thorsten Klute an Bernd Hinz

Glückwünsche im Namen
des Kreises Steinburg und
der Stadt Itzehoe von Bürgervorsteher Heinz Köhnke an Bernd Hinz



Zu den Verdiensten des 68jährigen Fachbereichsleiters Recht und Leiter der Antikorruptionsstelle in der Stadtverwaltung Mönchengladbach, Herrn Leitenden Stadtrechtsdirektor Hinz, gehören neben der Gründung der deutsch-polnischen Arbeitsgemeinschaft kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) der Einsatz für die Partnerschaften mit dem Kreis Elbing und der Stadt Preußisch-Holland, die Einrichtung einer Sozialstation in Paslek/Preußisch-Holland und der Wiederaufbau von historischen Stadtmauern bzw. Stadttoren. Der Prior im Internationalen Lazarus-Orden, der lange dem Präsidium und Bundesvorstand des Bundes der Vertriebenen angehörte, sorgte zudem für den Erwerb des Hauses der Heimat in Itzehoe, das von der Kreisgemeinschaft Preußisch-Holland, dessen Vorsitzender er seit 1980 ist, betreut wird.

Quelle u. a. Kölner Stadt-Anzeiger vom 18.03.2016



 

 


Weitere Infos in Kurzform

  • Beim Hauptkreistreffen wurde ein neues Werk der Kreisgemeinschaft vorgestellt:
    Sammelband V des Heimatbriefes des Kreises Pr. Holland, Leinenband, 726 Seiten;

  • eine sensationelle Leihgabe für das Haus der Heimat:
    Die berühmte, vollständige Kupferstichfolge des Krönungsfestzuges in Königsberg 1701 mit 27 Kupferstichtafeln, gefertigt von Johann Georg Wolfgang 1712, eine bedeutende Rarität;

  • Die Kreisgemeinschaft Pr. Holland hat den Erhalt und die Pflege des Grabes des letzten Landrates des Kr. Pr. Holland und langjährigen Bürgermeisters der Stadt Itzehoe, Joachim Schulz und seiner Gattin, für die nächsten 20 Jahre sichergestellt;

  • Die Broschüre „Haus der Heimat – Museum der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Itzehoe

  • “ und die Geschichte der musealen Sammlung der Kreisgemeinschaft von 1954 – 2009 ist veröffentlicht worden.

  • Frau Ursel Burwinkel gehört zum Kompetenzteam der Kreisgemeinschaft Pr. Holland. Sie vertritt das Haus der Heimat in Itzehoe bei den Jahrestagungen und Arbeitskreisen des Museumsverbandes Schleswig-Holstein.

  • Kreisvertreter Bernd Hinz erhielt als Ehrenbürger der Stadt Paslek / Pr. Holland eine Einladung zum Festakt „20 Jahre Demokratie in Polen“. Er übermittelte der Stadt ein Grußwort zu diesem Festakt.

  • Das Erkerzimmer im Haus der Heimat wurde mit Originalwerken von Künstlern aus dem Kreis Pr. Holland ausgestattet.