A K T U E L L E S (Archiv)



Zuwanderungskrise beherrschendes Thema auf deutsch-polnischem Kommunalkongress


Deutsch-Polnischer Kommunalpolitischer Kongress der AKP tagt in Magdeburg und beschäftigt sich vor allem mit den Folgen der Massenzuwanderung nach Europa. Ministerpräsident Haseloff begrüßt die rund 60 Delegierten in der Landeshauptstadt.

Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg ist ein Kristallisationspunkt in der Verwaltungsgeschichte der europäischen Städte. Das Magdeburger Stadtrecht des Hochmittelalters hat sich tief nach Osten auf rund 1.000 Städte und Ortschaften ausgebreitet und auch für Polen eine starke Sogwirkung entfaltet. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht hatte bereits 2012 in Elbing diese historische Brücke zwischen Deutschland und Polen im Rahmen des deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresses der deutsch-polnischen Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) hervorgehoben.

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Der Landesvater bekannte sich zu dem Kongress in der Landeshauptstadt und verwies dabei auf die Regionalpartnerschaft seines Landes zur Woiwodschaft Masowien. (c) Bernhard Knapstein.


Stahlknechts damals ausgesprochenen Einladung, den Kongress auch einmal in Magdeburg auszurichten, sind wir gerne nachgekommen“, erläutert der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz, der die Kongressreihe bereits im Jahr 2000 initiiert und seither unter verschiedener Trägerschaft geleitet hat. Der Minister selbst musste seine fest eingeplante Teilnahme an dem diesjährigen Kongress aufgrund des vom Bundeskanzleramt kurzfristig einberufenen Asylgipfels absagen.
Im Magdeburger Maritim war es im Oktober 2015 deshalb der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt höchst selbst, der das Wort der Begrüßung an die rund 60 Delegierten der AKP richtete. Dr. Reiner Haseloff begrüßte die deutschen und polnischen Landräte, Kreispräsidenten, Bürgermeister, Landes- und Kommunalpolitiker, Vertriebenenvertreter und Angehörige der deutschen Minderheit. Zu den Teilnehmern zählen immer wieder auch Vertreter der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG), darunter der Landesvorsitzende für Sachsen-Anhalt, Krysztof Blau, sowie der ehemalige NDR-Journalist und DPG-Beirat Friedrich-Wilhelm Kramer. Für sein Land sei Polen das wichtigste Exportland, erklärte der Ministerpräsident. Haseloff, der auch auf die Regionalpartnerschaft seines Landes mit der Wojewodschaft Masowien einging, betonte, dass die Deutschen mit Dankbarkeit auf Solidarnosc, Papst Johannes Paul II. und Polens Rolle beim Ende des Kalten Krieges blickten. „Ohne Polen gäbe es keine Einheit Deutschlands“, zeigte sich der Ministerpräsident fest überzeugt.

In der nachfolgenden Diskussion mit dem Landesvater kristallisierte sich erwartungsgemäß schnell das Thema Asyl- und Zuwanderungspolitik heraus. Die deutschen Kommunalpolitiker wiesen auf die enormen Belastungen hin, ein für Haseloff allerdings vertrautes Thema, da auch sein Bundesland mit den organisatorischen Herausforderungen der Zuwanderung zu kämpfen hat. „Eine dauerhafte Integration der derzeit ins Land strömenden Menschen ist für Deutschland allein nicht leistbar“, widersprach Haseloff dem „Wir schaffen das!“-Mantra seiner Parteivorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dies sei auch für die CDU eine echte Herausforderung. „Wir haben keine Patentrezepte, wir sind Suchende“, musste der Ministerpräsident bekennen.

Die von Haseloff angedeutete und von der Bundesregierung immer wieder eingeforderte europäische Solidarität in der Frage der Verteilung der Europa erreichenden Flüchtlingsströme nach dem Dublin-Schlüssel wies der Stellvertretende Botschafter der Republik Polen in Berlin, Janusz Styczek, für sein Land zurück. Polen habe, was kaum wahrgenommen worden sei, der Übernahme von 8.000 Flüchtlingen – anders als etwa Tschechien und andere Staaten – tatsächlich zugestimmt. Dies sei für das in seiner Bevölkerungsstruktur sonst sehr homogene Polen eine schwierige Entscheidung gewesen.



In seinem Vortrag über Polens Blick auf Deutschland und Europa forderte Styczek, dass sich Deutschland und Polen in der Flüchtlingsfrage nicht auseinanderdividieren lassen dürften. Langfristig aber wünsche sich Polen eine einheitliche europäische Asylpolitik. In zwei Punkten gebe es eine politische Meinungsverschiedenheit und zwar in der Ostpolitik mit Blick auf die Ukraine und in der Klimapolitik, wo es Polen mit seiner auf Kohle basierenden Energiewirtschaft schwer habe, der Klimapolitik der EU zu entsprechen. Im Hinblick auf den Beitritt Polens zur Eurozone stehe nicht das „Ob“, sondern nur das „Wann“ zur Diskussion. Kongressleiter Bernd Hinz erinnerte in seinem Dank daran, dass Styczek bereits 2003 an dem Kommunalpolitischen Kongress in Köln teilgenommen hatte und er seither ein Freund der Initiative und der AKP sei.

Wie dramatisch der Zustand in den deutschen Landkreisen aktuell ist, davon wusste der Vizepräsident des Deutschen Landkreistages Thomas Kubendorff, Kreis Steinfurt, zu berichten. „In NRW ist es mittlerweile so, dass die Gemeinden inzwischen auch die Erstaufnahme durchführen, weil das Land die Flüchtlingskrise schlichtweg ignoriert hat.“ Steinfurt habe so von einem Tag auf den anderen 700 Flüchtlinge aufnehmen müssen.

Thomas Kubendorff, der in seinem Referat primär die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen in den Blickpunkt rückte, wies daraufhin, dass von den 1.400 sehr aktiven kommunalen Partnerschaften zwischen Deutschland und Polen ein starker Einfluss auf die Außenpolitik ausgehe. Kritisch betrachte der DLT-Vizepräsident allerdings, dass die Europäische Union die Förderung der Partnerschaftsarbeit runterfahre. Es gehe zwar nicht um große Mittel, dennoch müsse die EU in dieser Frage umdenken.
In der Tat kommt die Entwertung der Partnerschaftsarbeit auf europäischer Ebene zur Unzeit. Die EU befindet sich nach Expertenmeinung in einem fragilen Zustand abnehmender Zustimmung bei den Bürgern, strukturellen Schwächen und nur geringer demokratischer Legitimierung. Auf dem Hambacher Kongress der AKP 2010 sprach Alt-Ministerpräsident Dr. h.c. Erwin Teufel gar von einer „EU-Zustimmung im freien Fall“. In diesem Kontext bekommt die Streichung der Mittel für Partnerschaftsarbeit einen besonders negativen Beigeschmack.



Wie sehr die Flüchtlingswelle auf Europa hinter den Kulissen das Parlament in Atem hält, offenbarte der Innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Burkhard Lischka. Der Abgeordnete, der auch selbst in der Magdeburger Kommunalpolitik mitwirkt, zeigte Verständnis für die Belastungen der Kommunen. Als Nadelöhr identifizierte Lischka in seinem sehr emotionalen aber auch faktenreichen Beitrag die personelle Ausstattung sowie die Berechnungsgrundlagen für die Bearbeitung von Asylanträgen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Seinem Vortrag schloß sich eine hochintensive und emotionale Diskussion an, bei der man auch den mit der Massenzuwanderung bisher nicht konfrontierten polnischen Kommunalpolitikern Sorgen um das europäische Gemeinwesen anmerkte. Die Diskussion des Auditoriums mit dem Referenten offenbarte, dass die Flüchtlingswelle sowohl die Europäische Union als auch Deutschland selbst spaltet.
Die Flüchtlingskrise droht Europa zu zerreißen. Der Schlüssel von Lösungen in der Flüchtlingsproblematik liegt in Europa, aber leider befinden sich die meisten europäischen Länder lediglich auf der „Zuschauertribüne“. Europa muss sich entscheiden, ob es sich als Solidargemeinschaft oder lediglich nur noch als „Freihandelsraum“ versteht

Auch das Thema Wirtschaftspartnerschaft griff die AKP im Rahmen ihres Kongresses auf. Der Landesvorsitzende des CDU-Wirtschaftsrates und Präsident der Anwaltskammer Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Moeskes, analysierte die Grundlagen der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen ausgehend vom Magdeburger Recht. Er hob in seinem Vortrag die Potenziale der Wirtschaftskooperation als ergänzenden Faktor zur Kommunalpartnerschaft hervor. Es gelte die guten kulturellen Kooperationen auch für wirtschaftliche Synergieeffekte zu nutzen. Immerhin hätten seit der Wiedervereinigung deutsche Unternehmen bereits 27 Mrd. Euro in Polen investiert. Ergänzt wurde sein Vortrag von den Erfahrungsberichten zweier Unternehmer aus der Region mit entsprechendem Engagement. Der Wirtschaftsrat der CDU gehört inzwischen zu den Partnern der AKP-Initiative und nahm gleich mit mehreren Vertretern an dem Kongress teil.

Das Schwerpunktthema des Kommunalpolitischen Kongresses 2014 in Posen, die Ukraine-Krise, griff in Magdeburg noch einmal der langjährige Landtagspräsident des Landes Sachsen-Anhalt, MdL Dieter Steineckeauf. Der Politiker, der auch über einige Jahre Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums war, forderte, die EU müsse sich gegenüber Russland mit Blick auf die Ukraine und Polen entschiedener aufstellen. Die diplomatischen Gespräche würden „mit Leerlauf“ geführt.
Der Kommunalpolitische Kongress der AKP befasste sich auch in diesem Jahr wieder mit der Entwicklung der deutschen Minderheit in Polen. Die Vorsitzende des Deutschen Vereins im masurischen Neidenburg (Nidzica), Sabina Wylengowska, referierte über die Entwicklung des deutschen Sprachunterrichts als Fremd- und als Unterrichtssprache. In Ermland- Masuren unterrichten aktuell nur 22 Lehrer an 19 Schulen Deutsch als Minderheitensprache, die wenigsten der Lehrkräfte haben selbst deutsche Wurzeln. Zu kritisieren sei, dass die nach einer Verordnung des Bildungsministers vom 19.11.2009 vorgeschriebenen methodischen Schulungen der Lehrkräfte unterblieben und auch die Terminierung des Unterrichts als Minderheitensprache zum Teil auf den späten Nachmittag verlegt würde. Schüler vom Lande seien so gezwungen zwischen dem allgemeinen Unterricht und dem minderheitenspezifischen Unterricht viele Stunden durchzuhalten, was dazu führe, dass oft eher auf den Minderheitenunterricht verzichtet werde.

Den Werdegang der Minderheit im Oppelner Schlesien als kulturelle und politische Kraft beschrieb der Vizepräsident des Oppelner Sejmiks, Jozef Kotys. Die vergangenen 25 Jahre der Minderheit seien geprägt gewesen von dem Ringen um Anerkennung und der gleichberechtigten Mitwirkung am Gemeinwesen in der Wojwodschaft Oppeln. Der Vertreter der deutschen Minderheit im polnischen Parlament, dem Sejm, sei Rychard Galla, der auch regelmäßiger Teilnehmer der AKP-Kongressreihe ist. Er stellte in seinem Vortrag die Kernfrage: „Sind die Deutschen in Oppeln ein Hindernis oder eine Bereicherung für die deutsch-polnischen Beziehungen?

Anhand mehrerer Beispiele aus der Praxis (die deutsche Minderheit gewinnt bei Wahlen nicht unerheblich Stimmen aus der polnischen Bevölkerung, Brückenfunktion zu Deutschland und Frankreich durch die Partnerschaft sowie stärkerer Anreiz für Investitionen bei Unternehmern aus Deutschland usw) belegte er die positive Rolle der Deutschen aus Oppeln in Polen.

Der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress beschloss seine Tagung 2015 mit einer Besichtigung des Magdeburger Doms und der Grablage Kaiser Otto I.
Der AKP gelingt immer wieder neu, mit ihrer Traditionsveranstaltung den Finger am Puls der Zeit zu haben. „Ich gratuliere Ihnen zur Organisation des Kongresses auf so hohem Niveau“, ließ etwa der Mühlhausener Bürgermeister Marek Misztal wenige Tage später mit Verweis auf die hochwertige Zusammensetzung der Gäste und Redner verkünden. Dass der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress der AKP seit Jahren eine feste Bank im binationalen Verständigungsprozeß ist, stellte allerdings der masurische Landkreis Johannisburg/ Pisz am eindrucksvollsten unter Beweis. Landrat Andrzej Nowicki, der seit vielen Jahren als Delegierter an dem Kongress teilnimmt, teilte noch auf der Magdeburger Tagung mit, dass der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz für seinen unermüdlichen Einsatz um die Beziehungen zwischen beiden Ländern und die Kongressreihe mit der höchsten Auszeichnung seines Landkreises, dem „Ehrenwolf von Pisz“ 2015 ausgezeichnet werden solle.
Dass ein Vertriebenenfunktionär außerhalb seines eigenen Beritts - Hinz ist Vorsitzender der Pr. Holländer Kreisgemeinschaft und Ehrenbürger seiner polnischen Partnerstadt Paslek - von polnischer Seite derart geehrt wird, werten Kenner der Vertriebenenstrukturen dann allerdings schon als einzigartig.

Quelle: AKP-Infobrief, Nr. 1 - 2016


Ehrenwolf von Johannisburg für AKP-Vorsitzenden

Der polnische Landkreis Pisz führt - wie schon zu Ostpreußens Zeiten - den Wolf im Wappen. Die höchste Auszeichnung des Kreises ist daher der jährlich verliehene "Wolf von Pisz". In diesem Jahr wurde der deutsche Vorsitzende der AKP, Bernd Hinz, mit dem Ehrenwolf ausgezeichnet. Damit würdigte der Kreis die Verdienste des AKP-Vorsitzenden um den deutsch-polnischen Verständigungsprozess im Rahmen der von ihm im Jahr 2000 initiierten Veranstaltungsreihe "Kommunalpolitischer Kongress", der heute unter dem Dach der 2005 gegeründeten AKP ausgerichtet wird. Die Verleihung erfolgte durch Landrat Andrzej Nowicki, der zu den langjährigen Freunden und Partnern der Kongressreihe gehört.

In seiner Laudatio erklärte der Johannisburger Landrat,die AKP unterstütze die partnerschaftliche Zusammenarbeit und dadurch den Verständigungsprozess zwischen Deutschen und Polen im Europäischen Geiste. "Dank der Kooperation der Kommunalverwaltungen aus Deutschland und Polen werden die unterschiedlichen Erfahrungen in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, aber auch leider bestehende Herausforderungen und Vorurteile angesprochen. Alle Aktivitäten, die von der AKP unter Bernd Hinz unternommen wurden, haben die gutnachbarschaftlichen deutsch-polnischen Beziehungen gefestigt. Er ist ein bekannter und erprobter Freund der Gemeinden und Kreise der Woiwodschaften Ermland-Masuren sowie Oppeln, der es versteht, Brücken der gegenseitigen Verständigung zwischen unseren Völkern zu bauen."

An der Verleihung im Rahmen einer Gala nahmen zahlreiche kommunalpolitische Funktionsträger aus Ermland-Masuren und seitens des deutschen Partnerkreises Schleswig-Flensburg teil. Auch die langjährige Vorsitzende des Deutschen Vereins in Johannisburg, Mira Kreska, zählte zu den Ehrengästen. Bernd Hinz würdigte expliztit auch ihre Verdienste in seiner Dankesrede.

Bernd Knapstein

 

 
Laudatio durch Landrat Andrzej Nowicki aus Anlass der Ehrung von Bernd Hinz; ganz links Landrat Maciej Romanowski, weiter im Bild Probst Marcin Pycz.
 
Der Bürgermeister von Johannisburg, Andrzej Szymborski hält im Namen der 3 weiteren Bürgermeister der Städte im Kreis Johannisburg eine weitere Laudatio.
     
 

Ehrenwolf von Johannisburg

 

Urkunde

 


Arbeitsgespräche in Ostpreußen

Kreisvertreter Bernd Hinz hat Ende Oktober 2015 umfangreiche Arbeitsgespräche in Elbing, Allenstein und Johannisburg geführt.
In Elbing kam er mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten Janusz Nowak und dem Landrat des Landkreises Elbing, Maciej Romanowski, zusammen.
Janusz Nowak, der vom Kommunalpolitischen Kongress in Magdeburg Anfang Oktober begeistert war, sicherte auch für den zukünftigen Kongress ideelle Unterstützung zu. Ein breites Thema nahm die Frage der Mithilfe bei der Vermittlung von Krankenschwestern, auch von Pflegeschulabsolventinnen, in den rheinischen Raum. Für 2016 wird Herr Nowak ein Treffen mit dem Stadtpräsidenten Wroblewski vorbereiten.
Mit Landrat Maciej Romanowski und dem Bürgermeister Marek Misztal aus der Stadt Mühlhausen wurde die Möglichkeit der Errichtung einer Sozialstation erörtert. Landrat Romanowski wird sich darüber hinaus tatkräftig in die Organisation für den nächsten Kommunalpolitischen Kongress in Johannisburg / Pisz einbringen. Außerdem sind weitere Gespräche über die Restaurierung des Kriegerdenkmals in Quittainen und über den Ankauf des Denkmalsgrundstückes geführt worden.
2016 soll eine Reise in den historischen Kreis Pr. Holland den Zustand der Gefallenenehrenmale aus dem 1. Weltkrieg erkunden und Verbesserungsmaßnahmen einleiten. Außerdem finden Überlegungen statt, zum 200. Jahrestag des historischen Kreises Pr. Holland 2018 ein angemessenes kleines Denkmal zu errichten.

Mit den politischen Führungspersönlichkeiten der Stadt Pr. Holland, Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski und Ratsvorsitzenden Edward Skalij wurde ein umfangreiches Besichtigungs- und Kulturprogramm anvisiert. Neben der Besichtigung der Stadt mit den aktuellen Baumaßnahmen und den in den letzten beiden Jahren durchgeführten Baumaßnahmen, dem Besuch von Quittainen, dem Gestüt in Weeskenhof, einem Orgelkonzert in der Stadt Pr. Holland, der Fahrt über den Oberländischen Kanal soll auch ein Pokal gestiftet werden, der dem Sieger eines Sportwettbewerbes durch den Ehrenbürger Bernd Hinz überreicht werden soll. Kreisvertreter Hinz wird den Stadtrat der Stadt Pr. Holland zu einem Essen mit einem Informations- und Gedankenaustausch einladen und hat zudem die Einladung an eine kleine Delegation der Stadt Pr. Holland zu einem Besuch in Köln / Hürth für 2016 ausgesprochen.

Am Rande der Feierlichkeiten in Johannisburg / Pisz erklärte sich Landrat Andrzej Nowicki bereit, tatkräftig beim nächsten Kommunalpolitischen Kongress in Johannisburg / Pisz mitzuhelfen. Kreisvertreter Bernd Hinz konnte längere Gespräche mit der langjährigen sehr verdienstvollen Vorsitzenden des Deutschen Vereins in Johannisburg, Mira Kreska, führen und dabei lernte er die Johannitersozialstation sowie Propst Marcin Pysz kennen.

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz bekam die Möglichkeit, seine kommunalpolitische Arbeit dem Konvent der Landräte in der Wojwodschaft Allenstein auf der Arbeitstagung in prägnanter Form vorzustellen und sprach gleichzeitig die Einladung zum zukünftigen Kongress aus. Mehrere Landräte würdigten in ihren Beiträgen den Kommunalpolitischen Kongress der AKP.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde fand noch ein Höflichkeitsbesuch beim Stadtpräsidenten der Stadt Allenstein, Piotr Grzymowicz, und mit dem Mitglied des Sejm in Warschau und früheren Landrat des Landkreises Allenstein, Miroslaw Pampuch, statt. Über die partnerschaftlichen Beziehungen zu den beiden Partnerstädten in Deutschland, Gelsenkirchen und Offenburg, wurde ebenso gesprochen wie über den Kommunalpolitischen Kongress der AKP. Mit Herrn Pampuch wurden auch noch europapolitische und bilaterale Themen erörtert. Auch bei dem Gedankenaustausch mit Herrn Pampuch zeigte sich, dass dieser ein starker Befürworter des Kommunalpolitischen Kongresses der AKP ist.

Zum Abschluss dankte Bernd Hinz Landrat Maciej Romanowski nachhaltig für seinen ungeheuren großen Einsatz bei der 3-tägigen Begleitung und Förderung des umfangreichen Programmes.

 
 

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz begrüßt den stellvertr. Oberbürgermeister der Stadt Elbing Janusz Nowak


von links Bernd Hinz, Janusz Nowak und Landrat Maciej Romanowski

Arbeitsgespräch der Pr. Holländer: v.l. Bürgermeister Wieslaw Sniecikowski, Ratsvors. Edward Skalij und Kreisvertreter Bernd Hinz
         
 
 
Gespräch am Rande des Festaktes in Johannisburg, AKP Vorsitzender Bernd Hinz mit Landrat Andrzej Nowicki und Propst Marcin Pycz, im Hintergrund Mira Kreska

Blick in das Auditorium der Festverantaltung in Johannisburg

Konvent der Landräte der Wojwodschaft Allenstein: AKP-Vorsitzender Bernd Hinz und der Vorsitzende des Konvents Landrat Waclaw Straczewicz
         
 
 
Tagung des Konventes der Landräte

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz begrüßt den Stadtpräsidenten von Allenstein Piotr Grzymowicz und den Sejm-Abgeordneten Miroslaw Pampuch

Gespräch zwischen den vorgenannten Personen

 


Hauptkreistreffen 2015 -
Pr. Holländer eng verbunden mit dem Kreis Steinburg und der Stadt Itzehoe
in einer politisch schwierigen Zeit

Das Programm des Hauptkreistreffens der Kreisgemeinschaft Pr. Holland begann am Samstag mit der Besichtigung des Hauses der Heimat. Um 16.00 Uhr gab es eine öffentliche Sitzung im Ständesaal des Historischen Rathauses. Stellvertretend für den Bürgervorsteher begrüßte Jürgen Stahmer die Gäste. „Es ist für mich sehr beeindruckend, wie viele Mitglieder an dem Hauptkreistreffen in Itzehoe teilnehmen“, sagte er. Die seit 62 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland und der Stadt Itzehoe habe eine gute Entwicklung durchgeführt. Stahmer bedankte sich vor allem bei Bernd Hinz, Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft: „Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Patenschaft mit Leben gefüllt wird.“
Geschäftsführerin Gudrun Collmann dankte er für die Unterstützung vor Ort. Er würdigte auch das Haus der Heimat. „Ein Schmuckstück in Itzehoe, das mit Hingabe gehegt und gepflegt wird und dadurch weit über die Grenzen der Stadt hinausstrahlt“.
Für den Kreis Steinburg sprach der stellvertretende Landrat Rainer Naudiet das Grußwort. Er sprach die kulturhistorische Arbeit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland an, die ein notwendiger und wichtiger Beitrag für den Erhalt des kulturellen Erbes darstellt. Bei dem aktuellen Projekt der Kreisgemeinschaft, der Druck des Sammelbandes VI des Heimatbriefes des Kreises Pr. Holland handelt es sich um eine einzigartige und umfangreiche Dokumentation, so Naudiet. Er machte deutlich, dass er der finanziellen Unterstützung des Projektes durch die Förderstiftung des Kreises Steinburg nachhaltig zustimmt. Darüber hinaus sprach er den Kommunalpolitischen Kongress an, an dem die Kreisgemeinschaft über den regionalen Rahmen hinaus auf internationaler Ebene den Gedanken der Zusammenarbeit und der Partnerschaft fördert und voranbringt.
Bernd Hinz gab einen Ausblick auf die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Er verwies dabei auf die geplante Herausgabe des Sammelbandes VI des Heimatbriefes. Dafür erhoffe man sich die notwendige finanzielle Unterstützung durch die Förderstiftung des Kreises Steinburg. Anschließend sprach der Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa, Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, zum Thema „Aktuelle Ausstrahlung der Europäischen Union in Richtung Osteuropa“. Er ging dabei auf zwei Themen ein: Die Entwicklung in Osteuropa und im Ostseeraum mit Fokus auf Russland und auf die aktuelle Flüchtlingsthematik in Europa.
Neben den teils weit angereisten Gästen waren etliche Vertreter aus der Politik anwesend, auch der Deutsche Verein war mit sechs Mitgliedern dabei. Zu späterer Stunde gab es im Saal des Restaurants „Klosterbrunnen“ einen musikalischen Heimatabend mit Siggi Tornado. Der Sonntag begann mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal am Langen Peter und den Worten des Gedenkens durch den stellvertretenden Bürgervorsteher Jürgen Stahmer. Anschließend fand eine Festveranstaltung im Saal Klosterbrunnen statt. Kreispräsident Peter Labendowicz sprach in seinem Grußwort die Heimat und das unfreiwillige Verlassen der Heimat an. Er stellte zusammenfassend fest: „Unsere Erfahrungen aus dieser jüngeren Vergangenheit verpflichten uns daher alle, für dieses Europa zu kämpfen und Verantwortung zu übernehmen. Lassen Sie uns daher gemeinsam das Erbe der alten Heimat bewahren und unsere Zukunft gestalten in der gemeinsamen Heimat, in Europa.“ Ingrid Reichhelm, die stellvertretende Bürgervorsteherin der Stadt Itzehoe, machte in ihrem Beitrag ihre Unterstützung für die Patenschaft deutlich. Torsten Foelsch ging in seinem Lichtbilder-Vortrag auf die Schlösser Schlodien und Karwinden ein. Hierbei arbeitete er heraus, dass diese beiden Schlösser der Burggrafen und Grafen zu Dohna-Schlodien zu den bedeutendsten Anlagen preußischer Kunst- und Kulturgeschichte gehören.

Quelle: Norddeutsche Rundschau vom 14.09.2015 und Anmerkungen von B.H.

 

Blick in den Ständesaal Itzehoe
aus Anlass der Kreisausschussitzung
der Kreisgemeinschaft Pr. Holland


Vor der Sitzung der Kreisgemeinschaft im Ständesaal: v.l. Wolfgang Weiß,
Stadtverwaltung Itzehoe, Bernd Collmann,
Altbürgermeister Günther Hörnlein
 
Teilnehmer der Kreisausschussitzung, v.l. Altbürgermeister Günther Hörnlein, Kreismitglied Gerline Böttcher-Naudiet, Stellvertretender Kreispräsident Volker Susemihl, Stellvertretender Kreispräsident Werner Schulze, Kreistagsmitglied Stefan Goronczy

 

 
 

Vizebürgervorsteher Jürgen Stahmer dankt der stell-vertretenden Kreisvertreterin Monika Hinz für ihren Einsatz


Grußwort vom stellvertretenden Landrat Rainer Naudiet

Festredner Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer
         
 
 
Totenehrung am Germanengrab durch stellvertr. Bürgervorsteher Jürgen Stahmer und Kreisvertr. Bernd Hinz

Pr. Holländer bei der Gedenkveranstaltung

Chorgem. Sude/Wilster bei der Festveranstaltung
der Pr. Holländer im
Hotel Klosterbrunnen

         
 
 
Grußwort durch die stell-vertretende Bürgervorsteherin Ingrid Reichhelm

Kreispräsident Peter Labendowicz dankt der stellv. Kreisvertr. Gudrun Collmann und dem Kreisvertr. Bernd Hinz für die Patenschaftsarbeit

Lichtbildervortrag durch Torsten Fölsch
         
 
Blick in das Auditorium der Festveranstaltung
 
Vorstand der Kreisgemeinschaft
Pr. Holland mit der Delegation des
Deutschen Vereins aus Pr. Holland
beim Kreistreffen

 


13. Itzehoer Kulturnacht am 25. April 2015
im Haus der Heimat mit Torsten Fölsch

Im Haus der Heimat anlässlich der Itzehoer Kulturnacht referierte Torsten Fölsch über die großen barocken Landschlösser in Ost- und Westpreußen. Er hat in seiner jahrelangen Tätigkeit als aktives ehrenamtliches Mitglied in einer Vielzahl von Heimatvereinen in der Prignitz ein profundes Wissen über seine Heimat erworben. Darüber hinaus faszinieren ihn und inspirieren ihn bis heute die großen barocken Landschlösser in Ost- und Westpreußen, obwohl sie meist zerstört und ausgeplündert sind. Sie liegen eingebettet in einer traumhaft schönen Landschaft und prägten und prägen ganz wesentlich das Erscheinungsbild und die Geschichte dieser östlichsten preußischen Provinzen. Selbst die verlassenen Schlösser atmeten noch den Geist des deutschen Ostens und bewahrten bis 1945 in vielen Generationen zusammengetragene Kunstschätze, die eine Jahrhunderte alte Traditionslinie und Geschichte der Landschaft aber auch der Familien, wie z.B. die Grafen Dohna, Dönhoff, Schwerin, Lehndorff, Finckenstein und andere offenbarten.

 

Kreisvertreter Bernd Hinz, Referent Torsten Foelsch,

 

v.l.: Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten, Kreistagsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet, Kreisvertreter Bernd Hinz, Referent Torsten Foelsch, Bürgervorsteher Heinz Köhnke,stellv. Landrat Rainer Naudiet

Kunstsinn, Geschmack und Sammelleidenschaft der einzelnen Familienmitglieder bzw. Bauherren ließen gerade im Hinblick mit der ersten preußischen Königskrönung 1701 in Königsberg in der östlichsten und namengebenden Provinz des neuen Königreiches ganz hervorragende Bauwerke und auch Gartenanlagen entstehen. Viele der Bauherren dieser großen Schlösser waren Mitglieder des Königlichen Hofes der ersten beiden Preußenkönige, hochrangige Militärs- oder Regierungsmitglieder und standen daher mit Künstlern und Baumeistern der Residenz in Kontakt und verfügten auch über die für solche Bauten nötigen umfangreichen finanziellen Mittel. Alexander Graf zu Dohna, der Erbauer des barocken Schlobitten, wurde von Königin Sophie Charlotte zum Erzieher des Kurzprinzen Friedrich Wilhelm auserkoren. Er zog für einige Innenentwürfe für Schlobitten den damals viel beschäftigten Berliner Schlossbaumeister, Bildhauer und Barockvirtuosen Andreas Schlüter zu Rate. Der Erbauer von Finckenstein, Konrad Albrecht Graf von Finckenstein, wurde später von König Friedrich Wilhelm I. zum Erzieher seines ältesten Sohnes des Kronprinzen Friedrich bestellt. Christoph Graf zu Dohna galt als Freund und enger Berater König Friedrichs I. und ließ das Schloss in Schlonien nach Plänen von Jean de Bodt erbauen. Graf Schlieben, der in Sanditten ein großes Barockschloss errichten ließ, lebte als Erbjägermeister zeitweise auf Schloss Grunewald bei Berlin und gehörte dem Hof des Soldatenkönigs an.
Torsten Fölsch hat im September 2014 sein neues Buch über die Schlodien und Carwinden im Kreis Pr. Holland in Berlin im Schloss Schönhausen vorgestellt. Diese beiden Schlösser gehörten zu den bedeutendsten Anlagen preußischer Kunst – und Kulturgeschichte. Sie waren im Eigentum der Burggrafen und Grafen zu Dohna – Schlodien.

 


Treffen mit Hans Grodotzki,
dem erfolgreichsten Sportler aus dem Kreis Pr. Holland

Kreisvertreter Bernd Hinz hat sich am 03.04.2015 in Potsdam mit der Leichtathletiklegende Hans Grodotzki getroffen, um seinen ersten Besuch nach dessen Flucht 1945 in der Heimatstadt Pr. Holland vorzubereiten und auch über seinen Beitrag beim Kreistreffen in Itzehoe am 12./13. September 2015 zu besprechen.
Hans Grodotzki hat überwältigende Eindrücke in Pr. Holland und Elbing vermittelt bekommen. Zunächst wurde er in Elbing im Landratsamt von Landrat  Maciej Romanowski empfangen und er erhielt dort einen Einblick in die Partnerschaftsverhältnisse des Kreises Elbing zu Kreis Steinburg und zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland. Dann fuhren der Landrat Hans Grodotzki und seine Familie nach Pr. Holland zum Schloss, das das städtische Rathaus ist, und dort wurde er u.a. von Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski empfangen. Bei der Besichtigung der Stadt hatte er auch Gelegenheit, sein Elternhaus in der Elbinger Siedlung zu besichtigen.
Beim Kreistreffen in Itzehoe wird Hans Grodotzki einen Kurzvortrag über seine sportliche Vita halten.

Bernd Hinz und Hans Grodotzki in Potsdam
vor dem Stadtschloss April 2015


Arbeitsbesuch des Kreisvertreters im März / April 2015 in Itzehoe

Beim Arbeitsbesuch des Kreisvertreters Bernd Hinz in Itzehoe führte er u.a. einen Meinungs- und Informationsaustausch mit Landrat Torsten Wendt und Kreispräsident Peter Labendowicz vom Kreis Steinburg. Dabei wurden die Aktivitäten der Kreisgemeinschaft Pr. Holland im Rahmen des Patenschaftsverhältnisses angesprochen. Darüber hinaus regte Herr Hinz an, dass auf der Internetseite des Kreises Steinburg einige Sätze zur Patenschaft mit der Kreisgemeinschaft aufgenommen werden sollten und zudem ein Link zur Webseite der Kreisgemeinschaft Pr. Holland hergestellt werden soll.
Mit der Vorsitzenden des Hauptausschusses des Kreises Steinburg, Frau Marion Gaudlitz, fand ein sehr fruchtbares Gespräch statt. Frau Gaudlitz zeigte sich von dem Haus der Heimat und der dortigen Präsentation sowie von der Arbeit der Kreisgemeinschaft sehr beeindruckt und sie sichert dem Verband ideelle Unterstützung zu. Zudem wies sie, ebenso wie Frau Adamski, auf die Kreisstiftung hin, bei der man ggf. Projekte im kulturellen Bereich anmelden kann mit der Möglichkeit, dass „Geld ausgeschüttet werden kann“.
Mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP, Herr Goronczy, wurde intensiv über den Besuch des Hauses der Heimat für Schulklassen gesprochen. Er möchte über den Kulturausschussvorsitzenden, Herrn Rückerl, Einfluss nehmen auf Gymnasiallehrer dergestalt, dass diese für diese Maßnahme gewonnen werden sollen. Auch wurde über den Erwerb von Ausstellungsvitrinen im musealen Bereich für das Haus der Heimat gesprochen, bei denen man behilflich sein könnte. Des Weiteren wurde angedacht, dass die FDP-Fraktion wieder im nächsten oder übernächsten Jahr das Gespräch mit der Kreisgemeinschaft führt.
Als Fraktion besuchte in diesem Jahr die Piraten-Fraktion unter der Leitung von Frau Ilona Adamski das Haus der Heimat. In einem sehr ausgiebigen und sehr freundschaftlich geführten Gespräch konnte man sich nicht nur gegenseitig kennenlernen, sondern erfuhr auch vieles über die Arbeit und das Wirken der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.
In der nachstehend aufgeführten Pressemitteilung der Fraktion Piraten des Kreises Steinburg, die weitgehend in der Zeitung „Norddeutsche Rundschau“ aufgenommen worden ist, wird deutlich, dass die Piraten die Arbeit der Kreisgemeinschaft positiv begleiten wollen.
Mit dem Bürgervorsteher der Stadt Itzehoe, Herr Heinz Köhnke, wurde vereinbart, dass er bei der Stadtverwaltung darauf hinwirkt, dass diese auch einen kleinen Text zur Patenschaft und zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland aufnehmen werden.
Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich wurden die wesentlichen Punkte in der politischen Arbeit der Kreisgemeinschaft diskutiert und gemeinsam überlegt, wie man in der politischen Arbeit die gemeinsamen Schnittmengen vergrößern kann.

 

Kreisvertreter Bernd Hinz und Hauptausschussvorsitzende im
Kreistag , Marion Gaudlitz

 

1. Reihe rechts Fraktionsvorsitzende Ilona Adamski, daneben Dr. Tom-Michael Voigt,
2. Reihe links Harro Burghold und Kreisvertreter Bernd Hinz, obere Reihe: Dr. Siegfried Hansen

Pressemitteilung der Fraktion Piraten des Steinburger Kreistags
Haus der Heimat – Geschichte verstehen, Zukunft gestalten!

Verstehen kann man nur das, was man kennt. Unter diesem Motto stand das Treffen der Piratenfraktion des Kreistages Steinburg mit Vertretern der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in der Landsmannschaft Ostpreußen e.V. im Haus der Heimat in Itzehoe am 31.03.2015. Nach einem geführten informativen Rundgang durch das Haus der Heimat fand abschließend ein fruchtbarer Gedankenaustausch statt.

Dazu die Fraktionsvorsitzende der Piraten, Ilona Adamski: „Es war nicht mein erster Besuch im Haus der Heimat, aber ich stelle immer wieder fest, mit welchem Idealismus und Hingabe das Haus geführt wird. Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich um den Erhalt der Tradition und Bräuche Ostpreußens kümmern, um diese an die Nachkommen weiterzugeben, damit diese wiederum wissen, wo ihre heimatlichen Wurzeln liegen. Ich möchte mich bei unserem Gastgeber, dem Kreisvertreter der Gemeinschaft, Bernd Hinz ganz herzlich für die geschichtsträchtigen und interessanten Stunden sowie seine Gastfreundschaft bedanken. Und wir gehen alle klüger als wir kamen.“

Harro Burghold, bürgerliches Mitglied der Piratenfraktion ergänzt: „Ich kam mit den mir eigenen Vorurteilen über Heimatverbände – ich habe einen Teil des alten Deutschlandes und neuen Polens kennengelernt. Jetzt gehe ich mit dem Wunsch, dass auch andere den Wert der Kultur des Landesteiles in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennenlernen dürfen.“

Dr. Tom-Michael Voigt, Wirtschaftsausschussmitglied der Piraten, führt weiter aus: „Ich würde mir wünschen, dass gerade jüngere Menschen noch mehr als bisher vom Angebot des Besuches des Hauses der Heimat Gebrauch machen würden. So können neben Besuchern aus Schulen hier auch andere Gruppen einen Zugang zu einem Teil der Deutschen Geschichte finden. Ferner sind die Folgen von Krieg und Vertreibung weder auf Deutschland noch auf die Vergangenheit beschränkt. Damit kann die exemplarische Auseinandersetzung mit dem Thema der Vertreibung, wie sie hier ohne jegliche Schuldzuweisung geschieht, für jetzige und zukünftige Generationen sehr hilfreich sein. Und im Ergebnis fördert man ganz praktisch ein wenig die Völkerverständigung zwischen Polen und Deutschen. In diesem Zusammenhang wäre es erfreulich, wenn es zwischen den Steinburger Schulen und denen des polnischen Kreises Powiat Elblask (Elbing) vermehrt zu Schüleraustauschen kommen würde.“

Gastgeber Bernd Hinz formulierte seine Wünsche an die Kreispolitik: „Vor allen anderen Dingen hat die ideelle Unterstützung unserer Sache Vorrang und ich bedanke mich bei den Vertretern der Piratenfraktion für ihr positiv gestimmtes offenes Ohr. Gleichzeitig möchte ich aber auch noch auf weitere bedeutende Aufgabenfelder unseres Vereins wie die grenzüberschreitende Arbeit und kommunale Außenpolitik sowie die kulturhistorische Forschungsarbeit und die humanitäre soziale Arbeit hinweisen.“

Abschließend der Kreistagsabgeordnete der Piraten, Dr. Siegfried Hansen: „Eines wurde wieder ganz klar aufgezeigt: Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten. In diesem Sinne wünsche ich Bernd Hinz und der Kreisgemeinschaft Pr. Holland, dass sich auch in Zukunft noch viele gerne auch jüngere Menschen finden, die sich im Haus der Heimat engagieren. Wir Piraten sind auf jeden Fall sensibilisiert und motiviert, dieses positiv zu begleiten.“

 


Kommunalpolitischen Kongress 2014 in Posen

Ukraine-Konflikt erzeugt emotionale Debatte

Posen: AKP-Kongress befasst sich mit neuen Herausforderungen für die Partnerschaft

Von Bernhard Knapstein

Wenn man von einer europäischen Großstadt behaupten kann, jung, quicklebendig und europäisch zu sein, dann trifft das sicherlich auf die polnische Universitätsstadt Posen zu. Anfang Oktober tagte in der polnischen Warthe-Metropole der Kommunalpolitische Kongress der deutsch-polnischen Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP). Rund 50 polnische und deutsche Landräte, Bürgermeister, Kreispräsidenten sowie Vertreter der dialogorientierten deutschen Heimatkreisgemeinschaften der Vertriebenen und der deutschen Minderheit in Polen fanden sich im Zentrum jener Stadt ein, in der sich die Menschen nicht nur zu den guten deutsch-polnischen Beziehungen bekennen, sondern auch den preußischen Teil der eigenen Stadtgeschichte im besten Sinne für sich reklamieren. "Wir waren 130 Jahre lang preußisch, unsere Tugenden sind es heute noch", so die selbstbewusste Einschätzung der Fremdenführerin im Rahmen einer Stadtbesichtigung.

 
 

Bernd Hinz, AKP-Vorsitzender; Andrzej Sobon, Bürgermeister der Stadt Posen; Janusz Marszalek, Stadtpräsident a. D. von Auschwitz

Blick in den Veranstaltungssaal mit den Teilnehmern der Stadt Pr. Holland und des Kreises Elbing

Grußwort der Landesregierung Sachsen-Anhalt, vorgetragen von Dr. Michael Moeskes, Präsident der Anwaltskammer Sachsen-Anhalt

 

Posen scheint in der Tat seine ganze Geschichte mit Licht und Schatten anzunehmen, auch den deutschen Teil seiner Geschichte. Nicht jeder polnischen Kommune mit deutscher Vergangenheit gelingt das so ungeteilt konstruktiv-positiv. Mit Blick auf die im Jahr 2000 noch unter anderer Trägerschaft begründete Kongressreihe und der damit verbundenen Versöhnungspolitik erklärte der deutsche AKP-Vorsitzende und Tagungsleiter Bernd Hinz, es könnten sich alle "glücklich schätzen, dass wir nach vielen Jahrzehnten des Misstrauens und der Ablehnung nunmehr seit ca. 25 Jahren unsere gemeinsame positive Geschichte erzählen können und ich wünsche uns, dass wir diesen Prozess zum Wohle beider Länder und insbesondere der Menschen nachhaltig fortschreiben können."


Die AKP, die mit ihrem Kongress jährlich wechselnd in Polen und Deutschland tagt, hatte sich bewusst für Posen entschieden, wo der europäische Geist stark ist, wo mit 130.000 Studenten das Herz einer jungen Stadt schlägt, der Polnische Städtetag seinen Sitz hat und der bedeutende polnische Diplomat und zweimalige polnische Botschafter in Berlin, Dr. Andrzej Byrt, als Vorstandsvorsitzender der Internationalen Messe Posen vorübergehend für die Wirtschaft tätig ist.

 
 

Bernd Hinz dankt Bürgermeister Andrzej Sobon für sein Grußwort

Katarzyna Paczynska vom polnischen Städtetag (ZMP) bei ihrem Vortrag
Dr. Hans-Peter Hinrichsen, Leiter der politischen Abteilung der Dt. Botschaft in Warschau


In Vertretung des Stadtpräsidenten begrüßte Verwaltungsvorstand Andrzej Sobon die Delegierten des Kongresses im Mercure im Stadtzentrum und berichtete über die guten Beziehungen zur niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover und zur Bamberg-Kooperation, die auf die fränkischen Ansiedlungen in der Region Posen zwischen 1719 und 1753 zurückgeht. Noch heute gibt es einen aktiven Verein der Posener Bamber sowie ein Museum, das sich mit diesem Teil der Posener Geschichte befasst. Es gebe auch eine Kooperation mit dem ukrainischen Charkiw, so Sobon. Diese sei aber schwierig, zumal die Stadt östlich orientiert sei.

Andrzej Byrt ließ es sich trotz dichten Terminkalenders und seines nahen Amtsantritts als Botschafter in Paris nicht nehmen, den AKP-Kongress in Posen willkommen zu heißen.
Schwerpunktthema des diesjährigen Komunalpolitischen Kongresses  waren die deutsch-polnischen Beziehungen im Zeichen der Ukraine-Krise. Mit Blick darauf und Putins Rolle darin, erläuterte Byrt den polnischen Blickwinkel unter anderem anhand eines auf den ersten Blick verstörenden Vergleichs. "Wir Polen sehen Putins Aussage, das größte Unglück Russlands sei der Zerfall der Sowjetunion, inhaltlich wie beispielsweise eine hypothetische Aussage Bundespräsident Gaucks, das größte Unglück Deutschlands sei der Zusammenbruch des Deutschen Reichs."

 

Ansgar Graw, Chef-korrespondent der Tageszeitung "Die Welt" in Washington; Bernd Hinz; Bernhard Knapstein, Geschäftsführer der AKP

Stefan Selle, Dezernent des LK Osnabrück; Allensteiner Landrat Miroslaw Pampuch, Erster Botschaftsrat Dr. Hans-Peter Hinrichsen, AKP-Vorsitzender Bernd Hinz


Eine Haltung, die auch der Rastenburger Landrat und Vorsitzende des Convents der Landräte in der Wojewodschaft Ermland und Masuren, Tadeusz Mordasiewicz, sichtlich bewegt zum Ausdruck brachte. Sein Landkreis liegt nahe der Grenze zum Königsberger Gebiet. Er höre regelmäßig die Schüsse in den russischen Kasernen. Auch wenn man keine Angst habe, der Westen müsse aufwachen und erkennen, dass Putin die Verteidigungsbereitschaft Europas teste. Diplomat Byrt forderte dennoch von allen politischen Kräften Ruhe und Sachlichkeit ein. Für die Entwicklung der Gesellschaft in ganz Europa sei das Wirken der Menschen auf kommunaler Ebene von essentieller Bedeutung. Daran habe auch die AKP ihren Anteil. "Dass wir jetzt rational bleiben, geschieht auch wegen Konferenzen wie dieser."

Den nicht unerheblichen US-amerikanischen Blickwinkel auf den Ukraine-Konflikt erläuterte den Delegierten der politische Chefkorrespondent der Tageszeitung "Die Welt" in Washington, Ansgar Graw. Die Wahrnehmung des Konflikts nehme im Zeichen von Ebola und der islamistischen ISIS zwar ab, dennoch setzten sich die führenden Think Tanks natürlich mit der Ukraine auseinander. Die USA hätten eine Pro-Sanktionen-Haltung. Allerdings sei man in Washington davon ausgegangen, dass schon die Androhung ausreichen würde, um Russland zum Einlenken zu bewegen. Inzwischen spreche man freilich schon über die dritte Stufe der Sanktionen. Hinsichtlich der Stabilisierung der Ukraine ließ der Journalist Fakten sprechen: Während die EU Zusagen von über 11 Mrd. USD getätigt hätten, seien seitens der USA 300 Mio. USD geflossen und eine Bürgschaft über 1 Mrd. USD ausgesprochen worden. Von diesen US-Investitionen seien 40 % in Form von militärischem Zubehör erfolgt, aber nicht in Form von Waffen. Ansgar Graw ging bei seiner persönlichen Einschätzung davon aus, dass die Ukraine mittelfristig weiterhin destabilisiert bleiben werde.
Einen tiefen Einblick in den bundesdeutschen Blickwinkel auf die Ukraine vermittelte der Erste Botschaftsrat der Deutschen Botschaft in Warschau, Dr. Hans-Peter Hinrichsen, der die deutsch-polnischen Beziehungen in den Kontext der Herausforderungen für die Europäische Union stellte. Ein Beleg für die Lebendigkeit der deutsch-polnischen Beziehungen sei der AKP-Kongress, so der Diplomat. Neben der Ukraine-Krise seien die Energie-Unabhängigkeit vom russischen Gas, die Währungskrise und auch der Investitionsbedarf in Innovation für die globale Wettbewerbsfähigkeit die aktuellen Herausforderungen für die EU.

 
 

Pawel Troszynski, Bürgermeister a. D. mit der Vorsitzenden d. Deutschen Minderheit der Stadt Elbing

Ulrich Brüggemeier, Kreis-präs.des Kreises Schleswig-Flensburg; Johannes Petersen, ehem. Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages; Lutz Clefsen, Kreispräsident des Kreises Rendsburg-Eckernförde
links Rainer Naudiet,
stellv. Landrat
des Kreises Steinburg


Dass den polnischen Delegierten des Kongresses insbesondere die Politik Putins wichtig ist, offenbarte die Debatte, die immer wieder - auch emotional - auf die Ukraine-Krise zurückführte. So äußerte der Allensteiner Landrat Miroslaw Pampuch seine Sorge, dass Art. 5 des Nato-Vertrages zwar eine Garantie gäbe, aber aus polnischer Sicht unklar sei, ob diese Garantie im Ernstfall auch eingehalten werde. Im Übrigen stünden in Königsberg Iskander-Raktenen und SS 20, weshalb eine von der Nato eingeplante 48-Stunden-Einsatzbereitschaft einer schnellen Eingreiftruppe im Zweifel zu spät käme. In seiner Analyse verwies Hinrichsen dem gegenüber auf die möglichen Motive Putins. Der setze derzeit auf Nationalismus, da die Energiewirtschaft im Zeichen des Preisverfalls an Integrationskraft verliere. Auch wenn die Krimbesetzung geplant gewesen sei, gelte das nicht für die Ostukraine. Russland wolle lediglich verhindern, dass der Staat politisch weiter nach Westen abdrifte. Polen und Deutschland seien sich einig, dass eine Lockerung der Sanktionen nicht in Frage komme. "Kurzfristiges Ziel muss sein", so Hinrichsen, "ein Einfrieren der Lage in der Ost-Ukraine zugunsten der Separatisten zu vermeiden". Allen Beteiligten müsse aber auch klar sein, dass am Ende die Ukraine mit ihrem großen Nachbarn im Osten leben können müsse.

 
Bernd Hinz und
Maciej Romanowski
 
Botschafter
Dr. Andrzej Byrt
 
Dr. Byrt und Bernd Hinz
         
 
 

Ansgar Graw

 
Robert Aszkielowicz, Unternehmer in der Wojewodschaft Posen,
der sich sehr um die AKP verdient gemacht hat
 

Tadeusz Mordasiewicz,
Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Länder in der Wojewodschaft Allenstein

 

Dass auch kommunalpolitisch orientierte Partnerschaft dazu beitragen kann, die Ukraine auf ihrem Demokratisierungsprozess zu unterstützen, zeigte der Beitrag von Katarzyna Paczynska vom Polnischen Städtetag (ZMP). Sie vertrat den kurzfristig verhinderten Direktor der Institution, Andrzej Porawski. Der ZMP engagiere sich in der Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, indem bereits 60 Vertreter ukrainischer Kommunen zu Studienzwecken nach Polen eingeladen worden seien. Es gäbe darüber hinaus rund 400 Kontakte zu meist westukrainischen Städten, aber auch in die Ostukraine. Ziel sei die Stärkung des Verständnisses für kommunale Selbstverwaltung.
Der stellvertretende Landrat des Kreises Elbing, Maciej Romanowski, berichtete von den eigenen Bemühungen um eine Partnerschaft in der Ukraine. Früher habe man die Hilfe der deutschen Partner erhalten, nun könne man das Wissen und eigene Erfahrungen weitergeben. Man sei aber auf erhebliche Hürden gestoßen. Aus deutscher Sicht, so ein Delegierter, sei eine Ausweitung deutsch-polnischer Partnerschaften auf die Ukraine für den Demokratisierungsprozess sicherlich sinnvoll. Man müsse aber im Blick haben, dass ein Spielraum in den kommunalen Etats schlichtweg nicht mehr vorhanden sei und hier auch die EU entscheiden müsse, ob sie derlei Aktivitäten auch finanziell fördere.
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt, die bereits durch Innenminister Holger Stahlknecht beim Kongress 2012 in Elbing hochrangig vertreten war, übermittelte an den AKP-Kongress eine Grußbotschaft. In der vom Präsidenten der Anwaltskammer Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Moeskes, vorgetragenen Grußbotschaft, wurde die Einladung nach Magdeburg ausgesprochen. Dem Ansinnen wird die AKP bereits 2015 nachkommen und dort ihren Folgekongress ausrichten. Auch der polnische Spitzendiplomat Andrzej Byrt regte gegenüber den Delegierten an, in Verbindung mit deutsch-polnisch-französischen Partnerschaften doch einmal in Paris zu tagen. Ein Beitrag, der seitens der AKP angesichts der Parallelen zur deutsch-französischen Verständigung und Versöhnung und der aktuellen Herausforderungen für ganz Europa dankbar aufgenommen wurde.


Wie wichtig der Kommunalpolitische Kongress für alle Beteiligten ist, zeigt nicht nur der alljährliche Zuspruch, sondern auch die Intensität der Debatten zu sensiblen Themenkomplexen. "Nur die Wahrheit kann uns befreien. Die AKP und die Teilnehmer der Kongresse haben zwischen Polen und Deutschen eine Brücke gebaut ", resümiert der Rastenburger Landrat Tadeusz Mordasiewicz. Einige Delegierte nehmen seit Anbeginn der Initiative an den AKP-Kongressen teil und nutzen die Begegnung für die Vertiefung und den Ausbau der Kontakte sowie für Vorgespräche für neue Projekte in der Partnerschaftsarbeit. Das hohe Niveau in den Beiträgen und Debatten erneut gezeigt, dass an der Verständigung zum Zwecke der Integration und Versöhnung kein Weg vorbei führt, dass aber auch 25 Jahre nach dem Fall des Eisenen Vorhangs Europa sich nicht uneingeschränkt im endgültigen Frieden wähnen darf. Die neuen Herausforderungen für den Frieden haben den Kontinent längst erreicht.

Bernhard Knapstein


Erinnerungen an Ostpreußen
Heimatkreistreffen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Itzehoe 2014

Rund 250 Gäste nahmen am zweitägigen Heimatkreistreffen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Itzehoe am 11. und 12. September 2014 teil. Bei der offiziellen Eröffnung des Treffens im Ständesaal hatte Bernd Hinz als Vorsitzender der Kreisgemeinschaft Pr. Holland zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung begrüßt und auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Dankbar zeigte er sich dabei für die mittlerweile seit 61 Jahren bestehende Patenschaft mit dem Kreis Steinburg und der Stadt Itzehoe. Als einen Akt von hoher Symbol- und Aussagekraft bezeichnete Bernd Hinz die Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde, die die bisherige Patenschaft der Stadt noch einmal bekräftigte und für die Zukunft vertiefte.

Auch erinnerte er an die große Festrede des Vertreters des Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, Staatssekretär Rolf Fischer, der den erfolgreichen Weg der Patenschaften in dem Zeitraum von 60 Jahren nachzeichnete, die Erfolgsgeschichte mit den großartigen Leistungen dieser Patenschaften im nationalen und europäischen Rahmen herausarbeitete und die Einrichtungen dieser Patenschaften für die Zukunft weiterhin als notwendig und sinnvoll erklärte.

Bernd Hinz würdigte insbesondere zwei Personen, die für das Patenschaftsverhältnis Herausragendes geleistet haben:
Joachim Schulz, letzter Landrat des Kreises Pr. Holland und Bürgermeister der Stadt Itzehoe, sowie Paul Barth, langjähriger Bürgervorsteher der Stadt Itzehoe. Des Weiteren sprach er das sehr eindrucksvolle Kulturprogramm an. Insgesamt konnte er auf eine Fülle von sehr erfolgreichen heimatpolitischen Aktivitäten verweisen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Ständesaal stand die Festrede des CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich, der über „Ostpreußen erleben, erfahren, erinnern und bewahren“ referierte. Er gehöre zwar nicht zu der betroffenen Generation, sein Interesse an Ostpreußen sei durch eine Forschungsarbeit und seine Vorfahren entstanden. Die jüngere Generation sollte das kulturelle Erbe bewahren, so Helfrich. Bürgervorsteher Heinz Köhnke würdigte in seinem Grußwort ebenfalls das Wirken der Kreisgemeinschaft und das bestehende Patenschaftsverhältnis. Er dankte neben vielen anderen aktiven Vertretern der Kreisgemeinschaft der Geschäftsführerin Gudrun Collmann für ihren Einsatz.

Einen ganz besonderen Dank richtete Kreisvertreter Hinz abschließend an den früheren Kreispräsidenten Hans-Friedrich Tiemann, der der Kreisgemeinschaft stets ein verlässlicher und warmherziger Partner gewesen sei. Dank galt auch dem Karteiführer Bruno Behrendt, der mehr als 20 Jahre die Kreiskartei geführt hat und dem es ein Anliegen stets gewesen ist, bei der Ahnenforschung oder bei Nachforschungen von vermissten Personen helfen zu können.

Im Mittelpunkt des zweiten Tages stand der Festvortrag von Friedrich Burggraf zu Dohna-Schlobitten. Er ließ die Geschichte seiner Vorfahren in den Kriegsjahren Revue passieren. Die Gäste sollten sich vorstellen, sie seien ein Fürst und führen einen großen landwirtschaftlichen Betrieb mit entsprechendem Viehbestand, leben in einem riesigen Schloss, haben viele Kinder und sind verantwortlich für 600 Angestellte, Arbeiter und Familienangehörige. „Nun ist Krieg und Sie alle sind im Kessel von Stalingrad und haben erkannt, dass der Krieg verloren ist.“ Das bedeutete, zu retten, was möglich ist.

Der Gastredner sprach über das einschneidende, schicksalhafte Ereignis des 20. Jahrhunderts: Die Vorbereitung und schließlich das Verlassen der jahrhunderte alten Besitzungen in Ostpreußen, insbesondere Schlobitten und Prökelwitz. In dem durch Bilder veranschaulichten Vortrag „Flucht des Tracks“ verdeutlichte der Referent, dass das Gelingen des Tracks nur ermöglicht wurde durch das Gefühl der engen Zusammengehörigkeit aller Teilnehmer und ihrer Bereitschaft zur Unterordnung unter die Anweisungen des Fürsten.

Für die musikalische Begleitung des eindrucksvollen Heimattreffens sorgten Judith Michalski und die Chorgemeinschaft Sude/Wilster.

 
 

Festredner Friedrich Burggraf zu Dohna-Schlobitten, Kreisvertreter Bernd Hinz, im Hintergrund Chorgem. Sude/Wilster

Altkreispräsident Hans-Friedrich Tiemann, Kreisvertreter Bernd Hinz
Blick in Festversammlung Klosterbrunnen
         
 
 
Landrat Torsten Wendt, stellv. Kreispräsident Volker Susemihl, stellv. Kreispräsident Werner Schultze
Blick in Festversammlung
Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich bei seiner Festrede im Ständesaal
         
 
 
Begrüßungsrede durch Bürgervorsteher Heinz Köhnke im Ständesaal, davor sitzend Mark Helfrich, MdB
Ständesaal von links Kreistagsabgeordnete Gerlinde Böttcher-Naudiet und stellv. Landrat Rainer Naudiet im hinteren Bereich
Begrüßungsrede von Bürgervorsteher Heinz Köhnke
im Klosterbrunnen
         
Verabschiedung von Karteiwart Bruno Behrendt durch Kreisvertreter
Bernd Hinz
Blick in den Ständesaal während der Sitzung der Kreisgemeinschaft
Pr. Holland
Der Deutsche Verein aus Pr. Holland mit Vertretern der Kreisgemeinschaft Pr. Holland

 


Reichenbacher-Treffe in Krempe
Artikel aus der Norddeutschen Rundschau vom 04.06.2014


Itzehoer Kulturnacht 2014 am 10.05.2014

Referent im Haus der Heimat: Friedrich Graf zu Dohna-Schlobitten

Am 10.05.2014 fand in Itzehoe unter reger Beteiligung der Bevölkerung und auswärtiger Gäste die 12. Itzehoer Kulturnacht statt.
Organisiert wird dieses in verschiedenen Räumlichkeiten, Geschäften und dem Theater jährlich stattfindende Event vom Theater Itzehoe unter der Leitung der Theaterdirektorin Frau Schanko.
Im Haus der Heimat hatte Kreisvertreter Bernd Hinz die Ehre zu dieser Veranstaltung zum zweiten Mal Friedrich Graf zu Dohna, ältester Sohn von Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten, begrüßen zur dürfen. Graf zu Dohna hielt zum Thema „Schlobitten“ drei Vorträge mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Der erste Vortrag beleuchtete die frühe Geschichte des Herzogtums Preußen und verdeutlichte am Beispiel von verschiedenen Mitgliedern des Hauses Dohna den Einsatz dieser Familie für das Herzogtum.
Im zweiten Vortrag referierte Graf zu Dohna über das einschneidende, schicksalhafte Ereignis des 20. Jahrhunderts: Die Vorbereitung und schließlich das Verlassen der jahrhundertealten Besitzungen in Ostpreußen, insbesondere Schlobitten und Prökelwitz. In diesem Vortrag, aufgewertet durch Bildmaterial und Interviews mit Beteiligten, verdeutlichte der Referent, dass das Gelingen dieses Trecks nur ermöglicht wurde durch das Gefühl der engen Zusammengehörigkeit aller Treckteilnehmer und ihrer Bereitschaft zur Unterordnung unter die Anweisungen des Fürsten. Der Treck, einer der größten des Ostens, erreichte fast vollständig Niedersachsen.
Der dritte Vortrag war eine sehr persönliche Darstellung, die der Referent zu Recht mit „MEIN SCHLOBITTEN“ betitelte.
In einer vielschichtigen, anregenden Powerpoint-Präsentation wurde dem interessierten Publikum eine persönlich gehaltene Interpretation des Themas geboten: Alte Familienfotos kontrastierten mit computeranimierten Rundgängen um das Schloss und durch einige der vielen prunkvollen Räume von Schloss Schlobitten. Graf zu Dohna referierte vor sehr interessiertem Publikum. Anwesend waren u. a. Bürgervorsteher Heinz Köntke, das Mitglied des Kreistages Stefan Goronczy, das Mitglied des Bundestages Mark Helfrich, der ehemalige Bürgermeister der Stadt Itzehoe, Harald Brommer mit Gattin und der Vorsitzende der Itzehoer Ostpreußengruppe Herr Erdt.
Sehr erfreut waren die Veranstalter, dass ein Teil der Gäste alle drei Vorträge des Referenten verfolgte.
Am Ende der Veranstaltung dankte Bernd Hinz dem Referenten und drückte seine Freude aus, Graf zu Dohna-Schlobitten anlässlich des Kreistreffens in Itzehoe am 13. und 14.09.2014 begrüßen zu dürfen.

 

Bürgervorsteher Heinz Köhnke,
Friedrich Graf zu Dohna-Schlobitten
Kreisvertreter Bernd Hinz

 

Friedrich Graf zu Dohna-Schlobitten
bei seinem Vortrag

     
 
Besucher im Vortragssaal
 
Stefan Goronczy, Hans-Werner Erdt
     

Mark Helfrich,MdB, Bernd Hinz, Kreisvertreter


Arbeitsbesuch in Itzehoe April 2014

Im Rahmen seines Arbeitsbesuches in Itzehoe vom 12.04. – 17.04.2014 führte Kreisvertreter Bernd Hinz einen umfassenden Informations- und Gedankenaustausch (nachfolgend chronologische Reihenfolge) mit Herrn Stefan Goronczy, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP Fraktion im Kreistag, Frau Ilona Adamski, Fraktionsvorsitzende der Piraten im Kreistag, Heinrich Voß, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag sowie mit den Fraktionsmitgliedern Dr. Ruge, Frau Carstensen-Herold und Frau von Bargen. In diesen Gesprächen wurde Einigkeit darüber erzielt, dass das 60jährige Patenschaftsverhältnis auch weiterhin ideelle Unterstützung erfahren soll und man die Arbeit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland wohlwollend begleiten will. Bei einem Rundgang durch das Haus der Heimat waren die Kreistagsmitglieder von dem Inhalt und der Gestaltung der musealen Exponate beeindruckt. Man vereinbarte die Zusammenarbeit im Rahmen des Patenschaftsverhältnisses vertiefend fortzusetzen.

Darüber hinaus hat Kreisvertreter Bernd Hinz im Gespräch mit Herrn Rainer Naudiet, Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion im Kreistag, und dem Kreistagsmitglied Frau Gerlinde Böttcher-Naudiet die Möglichkeit einer weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit sondiert.

Ebenfalls erwiesen sich die Gespräche mit Landrat Torsten Wendt und mit  Kreispräsident Peter Labendowicz als besonders ergiebig. Kreisvertreter Bernd Hinz stellte beiden kommunalen Spitzenrepräsentanten die museale Arbeit der Kreisgemeinschaft vor. Des Weiteren wies er sie auf die bedeutenden Aufgabenfelder wie grenzüberschreitende Arbeit und kommunale Außenpolitik, die kulturhistorische Forschungsarbeit und die humanitär soziale Arbeit hin.

Mit dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich konnte vereinbart werden, dass er auf dem Kreistreffen im Ständesaal der Stadt Itzehoe am 13. September 2014 den Festvortrag hält und er u. U. auf dem Kommunalpolitischen Kongress in Posen im Oktober 2014 als Referent zur Verfügung stehen wird.

Im Rahmen des Gespräches mit Bürgervorsteher Heinz Köhnke von der Stadt Itzehoe hat sich Hinz für die große Unterstützung durch die Stadt im Rahmen des 60jährigen Patenschaftsjubiläums bedankt und in diesen Dank einbezogen auch den großen Symbolakt der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde zur Fortsetzung und Vertiefung des Patenschaftsverhältnisses zum Ausdruck gebracht. Insbesondere kann bei diesem Arbeitsbesuch hervorgehoben werden, dass sich die Zusammenarbeit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland mit den Fraktionen im Kreistag Steinburg auf einem sehr positiven Weg befindet und die Arbeit der Kreisgemeinschaft aus der Sicht der kommunalen Fraktionen im Kreistag einen hohen Stellenwert genießt.

Es wurden noch mit allen Personen weitere Werbemöglichkeiten für das Haus der Heimat besprochen.

Außerdem fanden noch Gespräche mit mehreren Landsleuten aus dem Kreis Pr. Holland statt.

 
Ilona Adamski, Fraktionsvorsitzende der Piraten im Kreistag und
Kreisvorsitzender Bernd Hinz
 
Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich und Kreisvertreter Bernd Hinz
     
 
Landrat Torsten Wendt und Kreisvertreter Bernd Hinz
 
Kreispräsident Peter Labendowicz
und Kreisvertreter Bernd Hinz
     
Heinrich Voß, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag
mit den Fraktionsmitgliedern Dr. Ruge, Frau Carstensen-Herold, Frau von Bargen,
Kreisvertreter Bernd Hinz, Monika Hinz, Gudrun Collmann

 


Bekenntnis und Leistung

Der neue Heimatbrief der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland ist da. Neben Beiträgen zur Geschichte des Landkreises und seiner Menschen nimmt das beachtliche Leistungsprofil der Kreisgemeinschaft deutlich Raum ein. Die Kreisgemeinschaft erfreut sich gegen jeden Trend der zunehmenden Anerkennung nicht nur seitens der Patenschaftsträger, sondern auch im internationalen Kontext. Der Heimatbrief zeigt, dass neben dem Bekenntnis zur Heimat eben auch Leistung stehen muss, um im politischen Gespräch zu bleiben und darüber hinaus auch neue Pflöcke einschlagen zu können. Die Stadt Itzehoe steht nicht nur zu ihrer Patenschaft, sondern bekräftigt den Willen, die Kooperation auch in Zukunft noch weiter ausbauen zu wollen. Ein Bekenntnis, das so im Bund der Vertriebenen einzigartig und beispielgebend ist.

Bernhard Knapstein


Kommunalpolitischer Kongress 2013

Strategische Fragen zur Kommunalpartnerschaft in Europa
Deutsch-polnischer AKP-Kongress tagte in der Abtei Brauweiler

Im Hansesaal des Kölner Rathauses: (v.r.) Bernd Hinz Janusz Marszalek, Jürgen Roters und Hans-W. Bartsch

Das Gelingen von Tagungen, die über die reine Fach- und Sacharbei hinausgehen, die vielmehr philosophische oder politische Grundgerüst betreffen, hängt oft auch von der Aura des gewählten Tagungsortes ab. Das gilt vor allem dann, wenn die zu diskutierenden Themen groß Reibungsflächen bieten, so wie noch vor 10 Jahren die deutsch-polnische Beziehungen oder heute Fragen zur Zukunft Europas.

Mit just diesen Themen hat sich die deutsch-polnische Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) im Rahmen ihres jährlichen deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresse am 11.-13. Oktober 2013 im Gierden-Saal der Abtei Brauweiler bei Köln befasst. Auch dieser Tagungsort war mit Bedacht gewählt: die Abteikirch wurde einst von der polnischen Königin Richeza gestiftet, einer Enkelin Kaiser Otto II. aus dem Geschlecht der Ezzonen, die beide Nationen miteinander verbindet.

Die AKP arbeitet gezielt solche positiven Verknüpfungen in de deutsch-polnischen Geschichte heraus, denn sie sieht sich mit ihrer Kongressinitiative dem europäischen Geist verpflichtet. So blicken im Log der Organisation auch die Adler beider Länder konsequent Flügelblatt an Flügelblatt auf Europa.

Der von der AKP ausgerichtete und von der Bundesregierung aus Mitteln des BMI geförderte deutsch-polnisch Kommunalpolitische Kongress diskutierte über "Die europäische Vision - Der Wert der Partnerschaftsbewegung in der Krise". Mehr als 60 Landräte Bürgermeister, Regional- und Kommunalpolitiker aus Deutschland und Pole sowie Vertreter ostdeutscher Heimatkreisgemeinschaften und der deutschen Minderheit in Polen waren zu diesem Zweck in Brauweiler zusammengekommen, darunter starke Delegationen aus den Wojewodschaften Oppeln und Ermland-Masuren.

An Referenten konnte AKP-Vorsitzender Bernd Hinz politische Größen w e den früheren NRW-Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers, Staatssekretär a.D. Dr. Bernhard Worms, den Präsidenten des Deutschen Landkreistages Hans Jörg Duppré oder den Direktor des Polnischen Städtetages Andr ej Porawski begrüßen. Letzterer ist in Polen eine erstrangige kommunalpolitische Schlüsselfigur, dessen Stab partiell auch de Polnischen Landkreistag mit betreut. Doch auch der Rat der Gemeinden und Regionen in Europa (RGRE) zeigte sich an dem Kongress interessiert. Sein deutsch-polnischer Partnerschaftsausschuss war gleich mit mehreren Vertretern aus beiden Ländern angereist, wie etwa der langjährige Stadtpräsident von Auschwitz Janusz Marszalek und der Kreistagsvorsitzend des Main-Taunus-Kreises Wolfgang Männer.

Welches Gewicht dem AKP-Kongress in der deutschen Kommunalpolitik beigemessen wird, demonstrierte der trotz angeschlagener Gesundheit angereiste Präsident des Deutschen Landkreistages Hans-Jörg Duppré, der in seinem Vortrag die deutsch-polnischen Beziehungen als wichtige Säule für Europa und die Partnerschaften als zentrales Mittel zur Vertiefung der Beziehungen herausarbeitete. Dabei ließ Duppré auch die wirtschaftliche Komponente nic t außer Acht. "Eine noch engere Verzahnung von Verwaltung und Planung in de nächsten Jahren wird eine wesentliche Voraussetzung dafür schaffen, die zentrale Lage beider Länder innerhalb der EU für mehr Wachstum und Innovation zu nutzen", so Duppré. Daran arbeite der Deutsche Landkreistag indem über den jetzt vom Polnischen Landkreistag unterzeichnet Zusammenarbeitsvertrag eine vertiefte Kooperation möglich sei. "Für eine starke Europäische Union sind Initiativen wie der AKP, die zu eine aktiven Austausch anregen, unumgänglich", dankte Duppré abschließend er AKP für ihr Wirken.

Der polnische Generalkonsul in Köln, Jan Sobczak beteuerte, dass gerade auch für ihn "die deutsch-polnische Städtepartnerschaften eine besondere Herzensangelegenheit" seien. Sie seie der "wichtigste Baustein in den deutsch-polnischen Beziehungen. Sobczak betonte, dass es wichtig sei, neue "wichtige Angebote für die Jugendlichen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wies Bernd Hinz auf die immerhin 18 Kommunalpartnerschaften zwischen ostdeutschen Heimatkreisgemeinschaften und polnischen Gebietskörperschaften hin - ein beredter Ausdruck der Verständigungspolitik der Vertriebenen auf Ebene de Heimatkreisgemeinschaften.

Ein Pionier im Bereich der Kommunalpartnerschaftsbewegung zwischen beiden Ländern ist der ehemalige Landrat des Rhein-Erft-Kreises Werne Stump. Er bezeichnete die einstige Suche nach einem passenden Partner in Polen als kleines Abenteuer. Die heutige Partnerschaft seines Kreises zum Landkreis Bielsko-Biala/Bielitz sei keine "Reisepartnerschaft für Politiker", sondern zeichne sich durch Fach- und Sachaustausch aus Stump bestätigte mit eigenen Erfahrungen zudem eine Einschätzung der AK , dass es heute kein Problem mehr sei, gemeinsam mit seinen polnischen Partnern auch nach noch unentdeckten deutschen Kriegsgräbern zu suchen, sich also der schwierigen deutsch-polnischen Geschichte auch ganz praktisch zu nähern.

Nordrhein-Westfalens Alt-Ministerpräsident und Bundesminister a.D. Dr. Jürgen Rüttgers ging auf die Frage nach der möglichen Führungsrolle Deutschlands in Europa ein. Eine solche Führung habe ihm gegenüber etwa der US-Kongressabgeordnete Barney Frank von Deutschland eingefordert. Die USA hätten genug für die Sicherheit Europas getan und dafür nun auch kein Geld mehr. Die Deutschen sollten aufhören, über den Holocaust zu sprech n und nun die Führung in der EU übernehmen. Auch wenn der US-Politiker, auf den der Dodd-Frank-Act (2009, Regulierung der US-Finanzmärkte) zurückgeht , wohl gemeint haben dürfte, die Deutschen sollten ihre Politik nicht mehr grundsätzlich über den Holocaust definieren, so habe Rüttgers die es Ansinnen zurückgewiesen. Das Gespräch habe gezeigt, dass Europa derze t im Wege der Umverteilungs- und Finanzierungsthemen auf eine Macht- und Margenfrage reduziert werde. Dabei sehe Rüttgers einen "Trend hin zu Re-Nationalisierung" in Europa. So stellten sich in vielen Länder zunehmend Fragen wie Integration und Rechtspopulismus. Deshalb sei es so wichtig, auf die positiven Entwicklungen in der Nachkriegszeit hinzuweisen. "Seit Adenauer verfolgen wir eine Politik, in der wir uns als Volk verstehen, das sich ohne Wenn und Aber für die europäische Integrati n entschieden hat", so Rüttgers.

Rüttgers Beitrag sorgte für eine Diskussion über die Bewertung on Europakritik, die an beiden Tagen aufflammte. Dabei bestand im Plenum Einigkeit, dass berechtigte Kritik an Konstruktionsfehlern der EU und insbesondere auch der Währungsunion keine europafeindliche Haltung sei "Gerade wer für Europa ist, der muss Fehler auch offen bekennen", so ein Teilnehmer. Die Erfolge der Alternative für Deutschland (AfD) habe Ursache und man müsse für ein Vorankommen bereit sein, im Zweifel auch einmal einen Schritt zurückzugehen, so ein weiterer Diskussionsbeitrag. Die Debatt bestätigte das Bestreben der Delegierten, nicht über das "ob" der Europäischen Integration sprechen zu müssen, sondern über das "wie". Schon auf dem Hambacher Kongress der AKP im Jahr 2011 hatte Baden-Württemberg Alt-Ministerpräsident Dr. Erwin Teufel ungewohnt scharf die EU-Kommissio für fehlende Transparenz und Unterminierung des Subsidiaritätsprinzips kritisiert. Ein Votum, dass den zustimmenden Applaus der deutschen und polnischen Kommunalpolitiker erhalten hatte.

Dr. Bernhard Worms, der unmittelbar über da Tagungsthema referierte und dabei vor allem aus seiner christlichen Grundhaltung heraus Adenauers Leitthese "Europa ist die einzige Antwort auf all die ungelösten Fragen" in den Fokus setzte, hielt im Zusammenhang mit zunehmenden Protestwahlergebnissen in Europa berechtigte Kritik an der Konstruktion Europas für zulässig. Der ehemalige Staatssekretär es seinerzeitigen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm ist heute Präsident der Europäischen Senioren Union. Worms zeigte sich von der Sinnhaftigkei der AKP-Tagung überzeugt und dankte dem AKP-Vorsitzenden Bernd Hinz für sein Wirken.

Eine enge Kooperation mit Worms pflegt auch der ehemalige Stadtpräsiden von Auschwitz, Janusz Marszalek, der über die Gründung der Polnischen Senioren-Union und das geplante Friedenszentrum (Erinnerungs- und Gedächtnishügel zu Ausschwitz) berichtete. Marszalek ist zudem Vorsitzender der polnischen Sektion im deutsch-polnischen Ausschuss der RGRE, in dem auch die AKP mitwirkt.

Ein Akt der besonderen Würdigung war der Empfang im Hansasaal des historischen Rathauses der Stadt Köln durch Bürgermeister Hans-Werner Bartsch. Oberbürgermeister Jürgen Roters, von einem Partnerschaftsabend (Köln-Barcelona) kommend traf zufällig auf die Kongressdelegierten und ließ es sich nicht nehme , spontan die Delegierten persönlich in Empfang zu nehmen und seine Stellvertreter gewissermaßen anzumoderieren. Einige Delegierte nutzten die Gelegenheit, vor dem Diner im renommierten Lokal "Em Krützsche", in der auch schon die G8-Regierungschefs gespeist hatten, noch im Dom die Grablage Richezas aufzusuchen. Über Richeza selbst und die über die Geschichte der Abtei berichtete der ehemalige Oberkreisdirektor des früheren Landkreise Köln, Dr. Karlheinz Gierden. Nach ihm ist auch de Tagungssaal benannt. Neben der Stadt Köln entbot auch das Land Nordrhein-Westfalen sein Willkommen.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte eigen Europa-Staatssekretär Dr. Jan-Marc Eumann nach Brauweile entsandt, der die besondere Stellung Nordrhein-Westfalens als Heimat fü Rheinländer, Westfalen, Lipper, für Polen und für Heimatvertriebene heraushob. NRW habe eine eigene Partnerschaft zur Region Niederschlesien und sei stolz auf das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen.

Einen ganz praktischen Beitrag für mehr Kooperation bot der Geschäftsführer der MedEcon Telemedizin GmbH, Marcus Kremers. Er stellte das große Telemedizin-Netzwerk MedEcon Ruh mit 124 angeschlossenen Kliniken und Institutionen vor, das via Telemedizin die Koordinierung der Kommunikation von Fachabteilungen diverser Krankenhäuser über einen zentralen Server und einheitliche Softwa e ermögliche. So könnten Informationen wie die Krankengeschichte von Patienten ad hoc abgerufen werden. Mehrere Institutionen hätten bereit Interesse an einer deutsch-polnischen Kooperation signalisiert, u.a. ein an der Universitätsklinik Münster arbeitender polnischer Spezialist für en sensiblen Bereich der Kinder-Herzchirurgie.

 

Einer der Höhepunkte des Kongresses war der Beitrag von Andrzej Porawski. Der Direktor des Polnischen Städtetages ist ein echtes politisches Schwergewicht bei de Vertretung kommunalpolitischer Interessen gegenüber der Zentralregierung i Warschau. Er stellte in seinem Vortrag "Die Kommune in Europa - Tritt neben die kulturelle Partnerschaft eine strategische?" vier Herausforderungen für die polnische Selbstverwaltung in den Mittelpunkt:

1. Die Folgen der Globalisierung mit der Finanzkrise zöge in Polen ein stärkere Zentralisierung nach sich berühre die Fiskal- und Haushaltsautonomie der Kommunen.

2. Die demografische Entwicklung habe eine sinkende Erwerbstätigkeit un die steigende Inanspruchnahme der Grundsicherung zur Folge. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung steige in den kommenden Jahren in Pole von 38 auf 48 Jahre,

3. Im Hinblick auf kommunale Fragen fehle es an Transparenz im Handeln der zentralen Behörden.

4. Der wirtschaftliche Umbau werde nicht von der staatlichen Gewalt, sondern von den freien Märkten bestimmt. Polen benötige eine europäische kommunale Solidarität, schlussfolgerte Porawski. Hierzu könnten Partnerschaften einen wichtigen Beitrag leisten.

Ein Vortrag, der - wie auch die Themen und Referenten des Kommunalpolitischen Kongresses insgesamt - den Nerv der Teilnehmer traf und in Zukunft noch vertieft werden soll. Vor diesem Hintergrund will die AKP in Kooperation mit dem Polnischen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag un der RGRE den nächsten deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongress im Jahr 2014 in Posen ausrichten, wo der Polnische Städtetag seinen Sitz hat Die ersten Vorgespräche hierzu haben bereits stattgefunden.

Bernhard Knapstein


Jubiläumskreistreffen am 14. & 15. September 2013

Zum Jubiläumskreistreffen in Itzehoe hat die Norddeutsche Rundschau mit dem Bericht "Patenschaft aktuell wie vor 60 Jahren" einen lesenswerten Artikel veröffentlicht.
Diesen können Sie sich hier ansehen.

Lesen Sie außerdem hier einen weiteren Artikel über das Kreistreffen. Dieser trägt den Titel "Mahnung gegen das Vergessen" und stammt ebenfalls aus der NR.

Bilder zum Jubiläumskreistreffen finden Sie in unserer Galerie.


11. Kulturnacht in Itzehoe am 20. April 2013

Die 11. Itzehoer Kulturnacht an 38 Veranstaltungsorten mit mehr als 3.200 Besuchern war erneut ein voller Erfolg. Im Haus der Heimat trat Tatjana Gräfin Dönhoff auf und las aus ihren Werken „Die Flucht“ und „Weit ist der Weg nach Westen“ sowie aus zwei Kurzkrimis „Mord an der Schwebefähre“ und „Reise ins Teufelsmoor“ vor einem sehr sachkundigen Publikum im überfüllten Festsaal.
Bei der Lesung aus dem Werk „Die Flucht“ hatte sie das Kapital Abschied von Mahlenberg zur Lesung ausgesucht. Das Werk „Die Flucht“ diente dem großen ARD-Zweiteiler als Filmvorlage und mit diesem Werk hat sie in Deutschland einen großen Durchbruch geschafft. Bei dem Werk „Weit ist der Weg nach Westen“ folgt sie den Spuren ihrer Großtante Marion Gräfin Dönhoff. Dabei hat sie den südlichen Teil Ostpreußens mit u.a. Quittainen, der jahrhundertealte Besitz der Grafen Dönhoff und Umgebung erkundet.

Ein Abend mit einer einmaligen Atmosphäre voller freundlicher Begegnungen.
Ein herrliches Erlebnis!

Tatjana Gräfin Dönhoff wird ihre Lesungen bei uns fortsetzen zum Jubiläumskreistreffen
am 14. und 15. September 2013 in Itzehoe.


 
Blick in das Audtiorium bei der 11. Kulturnacht in Itzehoe, vorne ganz rechts Kreistagsabgeordnete Sina Esselborn mit Ehemann
 
Blick in den Festsaal des Hauses der Heimat mit v.l. Mark Helfrich, Mitglied des Kreistages und Bundestagskandidat, Stephan Goronczy, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion
     
 
Lesung im Haus der Heimat durch Tatjana Gräfin Dönhoff
 
Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat, v.l. Bürgervorsteher Heinz Köhnke, Tatjana Gräfin Dönhoff, Kreisvertreter Bernd Hinz

 


Haus der Heimat

Neben den bereits in diesem Jahr erfolgten vielfältigen denkmalspflegerischen Arbeiten im und am Haus konnte der Bestand an Exponaten für das Heimatmuseum wieder erweitert werden.

Bei einem Besuch bei Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten erhielt das Haus der Heimat ein bedeutsames Geschenk der Familie, und zwar eine 85 cm x 95 cm große Serviette der Familie Dohna-Schlobitten, die das gräfliche Wappen in sehr großem Format enthält und aus dem Jahr 1890 stammt; des Weiteren  ein alter antiker Bierkrug 750 Silber mit der Inschrift „Landwirtschaftliche Ausstellung Pr. Holland“, ca. 1876, Glas sieht wie Bleikristall aus: außerdem ein Aquarell des Malers Bruno Bielefeld und eine Wertmarke des Kriegsgefangenenstammlagers Pr. Holland aus der Zeit des 1. Weltkrieges.


Arbeitsgespräche in Itzehoe im März und April 2013

Im Vorfeld der Jubiläumsveranstaltungen „60 Jahre Patenschaft des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe für Kreis und Stadt Pr. Holland sowie 50 Jahre Patenschaft der Stadt Krempe für die Gemeinde Reichenbach“ standen zahlreiche Arbeitsgespräche auf der Tagesordnung beim Arbeitsbesuch von Kreisvertreter Bernd Hinz.
Daneben dienten die Gespräche mit den führenden Vertretern der Parteien bzw. Fraktionen im Kreis Steinburg der Abstimmung in Fragen der Zusammenarbeit und der gemeinsamen politischen Schnittmengen.
Erfreulich konnte im Gespräch mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Kreistag, Stephan Goronczy, festgestellt werden, dass der Kreisverband der FDP in seinem Wahlprogramm die Patenschaft des Kreises Steinburg mit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland und hierbei insbesondere die kulturelle Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft weiterhin angemessen gefördert werden soll.
Auch der Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Dr. Jürgen Ruge, bekräftigte erneut die Zusammenarbeit seiner Fraktion mit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland und stellte einen Besuch der Fraktion im Haus der Heimat in Aussicht.
Ein wichtiges Signal ging vom Besuch der SPD-Fraktion im Kreistag unter der Leitung des Fraktionsvorsitzenden Rainer Naudiet aus und unterstrich auch bei der Erörterung von Sachthemen die seit mehr als 30 Jahren bestehenden guten Beziehungen zwischen der SPD und der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.
Außerdem fanden noch fruchtbare Gespräche mit führenden CDU-Vertretern im Kreis Steinburg statt. Der CDU-Kreisvorsitzende Heiner Rickers, MdL, und der Bundestagskandidat für die CDU im Wahlkreis Steinburg / Dithmarschen, Mark Helfrich, sowie Bürgervorsteher Heinz Köhnke (Stadt Itzehoe) unterstrichen nachhaltig ihre Unterstützung für die Patenschaft zur Kreisgemeinschaft Pr. Holland.

 

 
Besuch der SPD-Kreistagsfraktion im Haus der Heimat, vorne zweiter von links Fraktionsvorsitzender Rainer Naudiet, daneben Stellvertretende Kreispräsidentin Ilona Adamski
 
Besuch des Kreisvertreters Bernd Hinz bei Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten

 


Hauptkreistreffen der Preußisch Holländer in Itzehoe am 08. und 09. September 2012

Lesen Sie hier zunächst den Artikel zum Hauptkreistreffen aus der Norddeutschen Rundschau vom 11.09.2012:

"Itzehoe. Teilnehmer aus ganz Deutschland und viele offizielle Gäste kamen zum 59. Hauptkreistreffen der Kreis gemeinschaft Preußisch Holland.

Nach einem Stadtrundgang mit Berndt Doege begrüßte Kreisvertreter Bernd Hinz die Teilnehmer im Ständesaal. Bürgervorsteher Heinz Köhnke würdigte die Heimat "als Bestand tief in unseren Herzen". Mit Blick auf die Patenschaft der Stadt mit den Preußisch-Holländern betonte er die Verpflichtung, über die Grenzen der Nationen hinweg Verbindungen zu schaffen. Er erinnerte an die Vertreibung von Millionen von Menschen, die in ihrer neuen Heimat nicht immer willkommen gewesen seien. Zu ihnen gehörte Joachim Schulz, ehemals Landrat des Kreises Preußisch Holland und später Bürgermeister in Itzehoe. Mit dem Bild der Heimat im Herzen habe er deshalb für eine Patenschaft mit Stadt und Kreis geworben - und diese habe sich sehr bewährt.

Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann nannte das 60-jährige Bestehen der Patenschaft im kommenden Jahr "Diamantene Hochzeit". Er freue sich, bei einem so großen Familien- und Erlebnistreffen dabei zu sein. Flucht und Vertreibung seien lange nach Kriegs ende noch Thema und in anderen Ländern heute aktuell. "Wir können froh sein, dass wir so viele Jahre lang in Frieden leben dürfen", schloss Tiemann.

Bernd Hinz erinnerte an viele heimatpolitische Aktivitäten von der Teil nahme an einem kommunalpolitischen Kongress der deutsch-polnischen Arbeitsgemeinschaft auf dem Hambacher Schloss und bei der Itzehoer Kulturnacht bis zum Tag des offenen Denkmals. Außerdem habe sich die Kreis gemeinschaft Preußisch Holland am runden Tisch "Kultur in Itzehoe" beteiligt. Abschließend bedankte sich Hinz bei Geschäftsführerin Gudrun Collmann für ihre Arbeit.


Dank an die Festrednerin:
Bernd Hinz mit Birgit Herdejürgen.
Foto: Boe

Die Festrede hielt SPD-Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen. Sie erinnerte an die Gründung der "Deutschen Jugend im Osten", die Kindern und Jugendlichen nach Flucht oder Vertreibung bei der Integration helfen, aber auch die Verbundenheit mit der alten Heimat pflegen sollte. Seit der Öffnung des "Eisernen Vorhanges" und der Wiedervereinigung seien neue Herausforderungen auf den Jugendverband zugekommen mit Begegnungen in Osteuropa sowie entstehenden Partnerschaften und Freundschaften - "sehr positiv" sei diese Entwicklung, so Birgit Herdejürgen. Dankbar müsse man sein, dass das Leben ihrer Generation bisher nur von Frieden in Deutschland gekennzeichnet gewesen sei: "Lasst uns deshalb dafür weiter arbeiten und kämpfen."

Nach dem Treffen im Ständesaal, das musikalisch von Judith Maria Rietdorf-Michalski gestaltet wurde, besuchten die Teilnehmer das Haus der Heimat und trafen sich dann zum musikalischen Heimatabend im "Klosterbrunnen". Der zweite Tag begann mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal Langer Peter, es folgte eine Festveranstaltung im "Klosterbrunnen" mit dem Gesangverein Sude und einem Vortrag von Wilhelm von Boddien zum "Wiederaufbau des Berliner Schlosses". mjb
"

 
Kreisvertreter Bernd Hinz
 
Öffentliche Sitzung des Kreisausschusses der Kreisgem.Pr. Holland im Ständesaal
     
 
Birgit Herdejürgen, MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag
 
Gespräche beim Musikalischen Heimatabend im Klosterbrunnen
     
 
Kranzniederlegung am Ehrenmal

 

Im Mittelpunkt des 2. Veranstaltungstages stand der Vortrag des Geschäftsführers des Fördervereins Berliner Schloss, Wilhelm von Boddien, zu der Entwicklung des Jahrhundertbauwerkes „Wiedererrichtung des Berliner Schlosses als Humboldtforum“.

Die Grußworte des Bürgermeisters der Stadt Itzehoe, Dr. Andreas Koeppen, und des stellvertretenden Landrates Rainer Naudiet unterstreichen die tiefe Verbundenheit der Patenschaftsträger Kreis Steinburg und Stadt Itzehoe zur Kreisgemeinschaft Preußisch Holland.

 
Gruppe Margarete Stramka
aus Mühlhausen
 
Gespräche im Saal Klosterbrunnen
     
 
Rainer Naudiet, stellv. Landrat und Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion
 
Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss
     
Dr. Andreas Koeppen, Bürgermeister der Stadt Itzehoe

Arbeitsbesuch von Vertretern des Kreises Elbing in Köln

In der grenzüberschreitenden Arbeit hat im Juli 2012 in Köln ein mehrtägiges Arbeitsgespräch mit Vertretern des Kreises Elbing unter der Leitung des Vizelandrates Maciej Romanowski stattgefunden. Neben gemeinsamen Projektüberlegungen im Rahmen des Partnerschaftsverhältnisses wurde u.a. über die Vorbereitungen zum Kommunalpolitischen Kongress in Elbing 2012 und zur 10-jährigen Festlichkeit der Partnerschaft zwischen dem Kreis Elbing und der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland 2013 gesprochen.


Zusammenarbeit zwischen der AKP und der Europäischen Senioren-Union

Bei einem Informations- und Meinungsaustausch zwischen dem Präsidenten der Europäischen Senioren-Union, Dr. Bernhard Worms, und dem Vorsitzenden der AKP, Bernd Hinz, am 18.06.2012 wurde eine Zusammenarbeit im Rahmen der Deutsch-Polnischen Verständigungsarbeit vereinbart. Herr Dr. Worms befürwortet eine Teilnahme seiner Organisation an der Kongressreihe der AKP und sieht viele Schnittmengen in den Zielsetzungen und Aufgabeninhalten.

v.l. Dr. Bernhard Worms, Präsident der Europäischen Seniorenunion,daneben Ehepaar Lagodzki, Präsident
der Polnischen Seniorenunion, 2.v.r. Janusz Marszalek, Vorsitzender im Partnerschaftsausschuss RGRE - Polinische Sektion;rechts AKP-Vorsitzender Bernd Hinz
 
v.l. Janusz Marszalek und Bernd Hinz


Arbeitsbesuche in Itzehoe

Im Rahmen der Arbeitsbesuche des Kreisvertreters Bernd Hinz im April/Mai 2012 wurden Arbeitsgespräche mit den führenden Patenschaftsvertretern des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe sowie mit den Vertretern der SPD- und FDP-Fraktionen im Kreis Steinburg geführt. Über die ideelle Unterstützung der SPD- und FDP-Fraktionen im Kreis Steinburg unter wohlwollender förderlicher Begleitung durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bei den Haushaltsberatungen zur Haushaltsposition „Erhöhung des Patenschaftsansatzes Kreisgemeinschaft Preußisch Holland“ haben sich die Pr. Holländer sehr gefreut. Mit dieser sichtbaren Geste haben die drei Fraktionen deutlich gemacht, dass sie unsere Arbeit würdigen.


Mitglied im Förderverein des Schloss Schönhauses in Berlin

Die Kreisgemeinschaft Preußisch Holland ist über die Kulturreferentin und Stellvertretende Kreisvertreterin, Monika Hinz, Mitglied im Förderverein des Schlosses Schönhausen in Berlin, unserem "zweiten Museum".


Zusammenarbeit zwischen AKP und RGRE - Polnische Sektion

Der AKP-Vorsitzende, Bernd Hinz, traf sich am 21. Mai 2012 in Monheim mit Herrn Janusz Marszalek, Vorsitzender für die Partnerschaften im Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) und Co-Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Arbeitsgruppe für die Partnerschaften sowie mit dem Präsidenten der Polnischen Seniorenunion, Herr Henryk Lagodzki, zu einem Gedanken- und Meinungsaustausch. In dem sehr freundschaftlichen Gespräch wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen der AKP und der Polnischen Sektion in der RGRE vereinbart. Die beiden bedeutenden polnischen Vertreter zeigten großes Interesse, an dem Deutsch-Polnischen Kommunalpolitischen Kongress der AKP mitzuwirken.
Des Weiteren wurde anlässlich des 90-jährigen Geburtstages von Herrn Dr. Janusz Mlynarski, einer hoch engagierten polnischen Persönlichkeit für den bilateralen Verständigungs- und Versöhnungsprozess zwischen Polen und Deutschland, ein Gespräch mit Herrn Dr. Bernhard Worms, Präsident der Europäischen Senioren-Union, vereinbart.


Grünhagener Platz in Hardegsen

In Anwesenheit von mehr als 100 Teilnehmern aus der Stadt Hardegsen, darunter 9 Ratsmitglieder (parteiübergreifend), und der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland enthüllten am 19. Mai 2012 anlässlich des Einweihungsfestaktes Bürgermeister Dieter Sjuts, der Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland, Bernd Hinz, und der Ortsvertreter der früheren Gemeinde Grünhagen, Kurt Morr, die beiden Namenstafeln der Grünfläche. Die Stadt Hardegsen pflegt seit 1984 zu den Vertriebenen eine Patenschaft. Mit der Namensgebung ging ein langgehegter Wunsch des Verbandes in Erfüllung.
Der Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft, Bernd Hinz, sagte, die Namensgebung des Platzes nach dem früheren Kirchspielort Grünhagen direkt gegenüber dem Rathaus an zentraler Stelle gelegen, erfülle ihn mit Freude und Stolz. Sie sei ein Zeichen für eine lebendige, ja liebevoll gepflegte Patenschaft. So erinnern nicht nur der neue Platz an die Gemeinde Grünhagen, sondern auch eine Heimatstube im Muthaus, dem mit der Burg bedeutendsten historischen Gebäude der Stadt, die Patenschaftstafeln am Ortseingang sowie eine Eiche mit Gedenktafel am Rathaus.
Kurt Morr, Ortsvertreter der früheren Gemeinde Grünhagen, dankte der Stadt Hardegsen für ihre Unterstützung und Hilfe in den vergangenen 28 Jahren und Herrn Bürgermeister Dieter Sjuts, seit 20 Jahren Bürgermeister der Stadt Hardegsen.
Des Weiteren begingen mehr als 30 Landsleute aus dem Kirchspiel Grünhagen ihr turnusmäßiges Kirchspieltreffen in Hardegsen.

 
Bürgermeister Dieter Sjuts
bei seiner Begrüßungsrede
 
Teilnehmer des Platzeinweihungsfestaktes
     
 
Nach der Enthüllung des Hinweisschildes,
v. l.: Bürgermeister Dieter Sjuts, Ortsvertreter Kurt Morr und Kreisvertreter Bernd Hinz
 
Vertreter des Rates der Stadt Hardegsen und Vertreter der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland
     
Der Grünhagener Platz nach den Einweihungsfeierlichkeiten

10. Itzehoer Kulturnacht 2012

Das Haus der Heimat war auch bei der diesjährigen Itzehoer Kulturnacht am 5. Mai 2012 beteiligt. Sebastian Dunkelberg, der bereits vor drei Jahren eine Lesung aus dem Werk „12 Abschnitte aus den Masurischen Geschichten. So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz vorgenommen hatte, begang diesmal mit dem Gedicht von Hermann Sudermann „An die Heimat“, dann las er aus Sudermanns Werken „Heimat im Osten“ und „Des Hausfreunds Silvesterbeichte“. Nach dem 1857 in Ostpreußen geborenen Schriftsteller und Bühnenautor Hermann Sudermann stellte Dunkelberg im zweiten und dritten Teil seiner Lesung den biografischen Roman „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich Treichel vor.
Im vierten abschließenden Teil seiner Lesungen widmete er sich Paul Fechter, in Elbing 1880 geboren und als Theater- und Kunstkritiker sowie Redakteur und Schriftsteller tätig. Er las aus der Schrift Fechters „Zwischen Haff und Weichsel“, in der auch die Stadt Preußisch Holland beschrieben wird.
Die Heimat im Osten, das Land zwischen Haff und Weichsel, stand im Zentrum dieser Lesungen unter dem Motto „Lange Schatten“. Natur und Menschen, Humor und Melancholie, Vergangenheit und Gegenwart. Das Publikum ging bei der lebendigen Vortrags- und Darstellungskunst von Sebastian Dunkelberg sehr gerne mit auf die Reise.

Blick in das Auditorium,
letzte Reihe, 2. und 3. von rechts:
Ehepaar Harald Brommer und Gattin

Veranstaltung im Haus der Heimat anlässlich der 10. Itzehoer Kulturnacht. v.l. Sebastian Dunkelberg, Bernd Hinz, Gudrun Collmann und Bürgervorsteher Heinz Köhnke

 

 
Sebastian Dunkelberg bei der Lesung

Kultur in Itzehoe

Die Kreisgemeinschaft Pr. Holland beteiligt sich am Runden Tisch "Kultur in Itzehoe", um gemeinsam mit anderen Kulturschaffenden in der Stadt die Itzehoer Kulturlandschaft mit zu gestalten und bei zukünftigen Veranstaltungen aktiv mit zu wirken.


Heimatbrief des Kreises Preußisch Holland 2011/2012

Die Heimatkreisgemeinschaft Preußisch Holland hat einen neuen Heimatbrief herausgegeben. Auf 184 Seiten wird über die neuesten Artefakte des Museums berichtet, darunter Tagebücher eines Handwerkers aus den Jahren 1815 – 1818, Kupferstiche der Ordens-Hochmeister (1265 – 1525) aus dem Jahr 1684, eine Korrespondenz Generalmajors Franz H. von Thaddens aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges, Schulzenbriefe mit Siegeln und Feldpostbriefe aus den Kriegsjahren 1870 und 1916/17. Die Kreisgemeinschaft strebt eine Museumszertifizierung an. Ein Schwerpunktthema ist der vor 350 Jahren geborene Alexander Burggraf zu Dohna-Schlobitten, auf den der bedeutende Umbau des Schlosses Schlobitten durch den preußischen Landbaumeister und Landmesser Johann Caspar Hindersin zurückgeht, der gleichfalls vorgestellt wird. Der Heimatbrief lässt zudem eine politische Annäherung der ostpreußischen Kreisgemeinschaft an die SPD und FDP im Kreis Steinburg sowie einen neuen Dialog mit Bündnis 90 / Die Grünen erkennen.


Würdigung der Rolle der Kreisgemeinschaft Pr. Holland im deutsch-polnischen Verhältnis

Die Heimatkreisgemeinschaft Pr. Holland wird in einem Interview des WDR 5 mit dem Geschäftsführer der AKP als herausragender Träger einer deutsch-polnischen Kommunalpartnerschaft gewürdigt.

In der Sendung "Alte und neue Heimat" hatte sich der WDR 5 am 06.11.2011 mit den Zielen und Aufgaben der AKP beschäftigt.

Aus Anlass des deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresses der AKP auf dem Hambacher Schloss 2011, hat AKP-Geschäftsführer Bernhard Knapstein dem WDR ein Hintergrund-Interview gegeben. Zum Podcast.


Kommunalpolitischer Kongress der AKP auf dem Hambacher Schloss am 14.-16.10.2011

In seiner Hambacher Rede vor rund 55 deutschen und polnischen Landräten, Bürgermeistern, Parlamentariern und Diplomaten würdigte Alt-Ministerpräsident Erwin Teufel die Versöhnungspolitik Willy Bandts gegenüber Polen und seinen Kniefall von großer symbolischer Bedeutung vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos.“ Im Zusammenhang mit der Finanz- und Währungskrise erklärte Erwin Teufel: „Man hat den Deutschen bei der Aufgabe der D-Mark unter Helmut Kohl und Theo Waigel zu Recht gesagt, man habe beim Euro noch stärkere Stabilitätskriterien ausgehandelt als die Stabilitätskriterien der D-Mark. Die EZB sei noch unabhängiger als die Bundesbank. Und nun haben die Staats- und Regierungschefs in einer Nacht diese Stabilitätskriterien weggeputzt. Wie will man denn von den EU-Bürgern erwarten, dass sie sich rechtstreu und vertragstreu verhalten, wenn Staats- und Regierungschefs über geschlossene Verträge hinweggehen? Da ist Vertrauen weggebrochen.“

AKP wurde 2005 als Dialogsforum gegründet

Anlass der Hambacher Rede war der dreitägige Kommunalpolitische Kongress, den die deutsch-polnische Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) auf dem Hambacher Schloss organisiert hatte. Die AKP ist eine von Heimatkreisgemeinschaften der Vertriebenen und polnischen Gebietskörperschaften 2005 im Beisein der Minister Dr. Thomas de Maziere und Dr. Wolfgang Schäuble zu Dresden gegründete Initiative. Der traditionsreiche Kommunalpolitische Kongress der AKP findet jährlich wechselweise in Deutschland und Polen statt. Er dient der Vertiefung der Kommunalpartnerschaften zwischen den Ländern. Wenig bekannt ist: 17 polnische Kommunen und Kreise haben sogar mit Vertriebenen-Kreisgemeinschaften offizielle Kommunal-Partnerschaftsverträge geschlossen.

Erstmals polnischer Botschafter bei deutschen Heimatvertriebenen

Polens Botschafter Marek Prawda
und AKP-Vorsitzender Bernd Hinz.

Auch Polens Botschafter Dr. Marek Prawda forderte in einer emotionalen Rede auf dem Hambacher Schloss die deutschen und polnischen Partner auf, den Dialog fortzusetzen. Europa müsse als Friedens- und Freiheitsprojekt begriffen werden. Es war der erste Besuch eines polnischen Botschafters bei einer von deutschen Heimatvertriebenen organisierten Veranstaltung.

„Die Teilnahme des Botschafters an diesem Kongress begreifen wir als Würdigung unserer bisherigen Bemühungen um den Dialog und die Verständigung zwischen unseren Völkern und die Förderung der kommunalen Partnerschaftsbewegung“, erklärt dazu der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz.

Erstmalig wurde im Rahmen des Kommunalpolitischen Kongresses auch eine Podiumsdiskussion durchgeführt.


Unter der Moderationsleitung des Kieler NDR-Landesfunkhausdirektors Friedrich-Wilhelm Kramer diskutierten der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck (CDU), der Allensteiner/Olsztyner Landrat Miroslaw Pampuch (Bürgerplattform PO), der Journalist Stefan Dietrich (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und der Vizepräsident des Oppelner Sejmik, Jozef Kotys (deutsche Minderheit), über 20 Jahre Deutsch-Polnischer Nachbarschaftsvertrag.
Eine ebenfalls geladene SPD-Europaabgeordnete musste ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen.

Das Hambacher Schloss erwies sich für den Kongress als idealer Tagungsort für inspirierende Debatten und Gespräche zwischen den deutschen und polnischen Partnern. Schon einmal hatte auf dem Hambacher Schloss die polnische Fahne neben der deutschen geweht. Während des Hambacher Festes von 1832 hatte sich die deutsche Demokratie- und Einheitsbewegung mit den polnischen Freiheitskämpfern solidarisiert. Etliche hundert Polen hatten sich an dem Fest beteiligt.

Quelle: www.akp-dialog.de / Bernd Knapstein


Hauptkreistreffen 2011

Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen Kreisausschusssitzung im Ständesaal

 

 
Festveranstaltung im Klosterbrunnen Kreisvertreter Bernd Hinz und Jörg Kirschstein, Direktor des Schlosses Schönhausen in Berlin


Heimat - wieder war es der zentrale Begriff beim Jahrestreffen der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland im Ständesaal des Historischen Rathauses.

Kreisvertreter Bernd Hinz begrüßte zahlreiche Besucher, bevor Bürgervorsteher Heinz Köhnke als Hausherr die Gäste aus ganz Deutschland und sogar der Schweiz in der "guten Stube" Itzehoes willkommen hieß. Die Kreisgemeinschaft und die Stadt gehörten zusammen. "Das Bindeglied der jährlichen Treffen ist und bleibt dieser Ständesaal", so Köhnke. Er erinnerte an die Flucht und leitete über zum "Haus der Heimat": In dem Museum seien noch viele Stücke aus der früheren Heimat zu sehen. Es bleibe daher "ein Bindeglied zwischen Ihrer Heimat im Herzen und der zweiten Heimat irgendwo in der Welt". Köhnke und Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen bedankten sich mit Geschenken bei Bernd und Gudrun Collmann für ihre Aktivitäten im "Haus der Heimat".



Nach den Grüßen von Landrat Dr. Dr. Jens Kullik berichtete Kreisvertreter Bernd Hinz ausführlich über die Tätigkeiten der Kreisgemeinschaft.
Bürgermeister Koeppen hielt die Festrede: Ihm sei in seiner noch kurzen Amtszeit bewusst geworden, dass die Patenschaft zwischen Itzehoe und Preußisch Holland eine besondere Beziehung darstelle. Koeppen blickte zurück auf die Geschichte dieser Verbindung und die Anfänge der 1948 gegründeten Kreisgemeinschaft. Der 1932 in der Stadt Preußisch Holland als Bürgermeister und von 1933 bis 1945 als Landrat des gleichnamigen Kreises tätige Joachim Schulz sei 1950 zum hauptamtlichen Bürgermeister Itzehoes gewählt worden.

Nach kleinen Schritten mit dem Erfolg der Aussöhnung habe die Patenschaft seit 58 Jahren Bestand, und die Stadt stehe dazu, betonte der Bürgermeister. "Wir sind auf einem guten Weg, denn wer hätte es vor 25 Jahren für möglich gehalten, dass Polen mittlerweile seinen Platz im europäischen Haus an der Seite eines geeinten Deutschlands einnehmen würde." Die Patenschaft der Stadt und der Kreisgemeinschaft sei durch besonderes Engagement der handelnden Personen geprägt, schloss Koeppen, der von Hinz zum Dank ein Buchgeschenk erhielt. Für den musikalischen Rahmen im Ständesaal sorgte Judith Maria Rietdorf- Michalski.

Vorausgegangen war am Vormittag ein Stadtrundgang mit Berndt Doege, am Abend ging es weiter mit einem Besuch im "Haus der Heimat" sowie einem musikalischen Heimatabend in der Gaststätte "Klosterbrunnen".
Der gestrige zweite Veranstaltungstag begann mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal Langer Peter und wurde fortgesetzt mit einer Zusammenkunft
im "Klosterbrunnen". Die musikalische Untermalung lieferte dort der Gesangverein Sude unter Leitung von Adalbert Becker.

(Norddeutsche Rundschau v. 12.09.2011)

Höhepunkt am 2. Tag des Kreistreffens war der mit einer Powerpoint-Darstellung begleitete Vortrag von Herrn Jörg Kirschstein, Direktor des Schlosses Schönhausen in Berlin, der die historische Entwicklung des Schlosses nachzeichnete und sich insbesondere den Ausstellungsräumen über das Schloss Schlobitten und die Grafen Dohna-Schlobitten widmete. Dabei wurde deutlich, dass es sich hier um das "2. Museum" der Kreisgemeinschaft Pr. Holland handelt.


Besuch in Berlin

Zu einem 2-tägigen Besuch in Berlin vom 24. bis 26. Juli 2011 befand sich der Kreisvertreter und AKP Vorsitzende Bernd Hinz. Bei einem Gedanken- und Informationsaustausch mit dem Botschafter der Republik Polen, S.E. Dr. Marek Prawda, wurde u. a. der bevorstehende Kommunalpolitische Kongress der AKP im Hambacher Schloss vom 14. bis 16. Oktober 2011 besprochen. Im Rahmen des Gesprächs wurde auch die Rolle der deutschen Heimatvertriebenen beim Verständigungsprozess mit Polen gewürdigt.

Des Weiteren hat u. a. ein Besuch beim Deutschen Landkreistag stattgefunden, in dem die weitere Zusammenarbeit zwischen der AKP und dem Deutschen Landkreistag besprochen worden ist.

 


Arbeitstagung der führenden kommunalen Vertreter der Stadt Paslek/Pr. Holland und der Kreisgemeinschaft Pr. Holland

Vom 22. Juni bis 26. Juni 2011 kam eine 5-köpfige Delegation der Stadt Paslek/Pr. Holland mit Bürgermeister Dr. Wieslaw Sniecikowski und Ratsvorsitzenden Stanislaw Pazdzior an der Spitze zu einem 5tägigen Arbeitstreffen mit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Hürth und Köln zusammen.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen der zukünftigen Zusammenarbeit beider Partner im kulturellen Bereich sowie der kommunalpolitische Kongress der AKP im Hambacher Schloß vom 14. – 16. Oktober 2011 und die Vorbereitungen zu einer 2-tägigen Festveranstaltung in Paslek/Pr. Holland 2012 anläßlich der 20jährigen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Paslek/Pr. Holland und der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.
Die Gespräche machten deutlich, dass es für die polnischen Vertreter ein großes Bedürfnis ist, diesen zeitlichen Jubiläumsanlaß mit vielen inhaltlichen Erfolgen besonders zu würdigen und die Erfolgsgeschichte der Partnerschaft zwischen den ehemaligen und jetzigen Bewohnern der Stadt Pr. Holland/Paslek angemessen zu dokumentieren.

Die sehr harmonisch und vertrauensvoll geführten Arbeitsgespräche, an der auch die Vorsitzende des deutschen Vereins in Paslek/Pr. Holland, Frau Inge Obiala, teilnahm, wurden begleitet von einem interessanten Kulturprogramm

 

 


Patenschaftstreffen der Reichenbacher in der Patenstadt Krempe

Bitte klicken Sie hier, um den dazugehörigen Artikel aus der Norddeutschen Rundschau vom 15.06.2011 zu lesen.


Grünhagener Platz

Der Rat der Stadt Hardegsen in Niedersachsen hat in seiner Sitzung am 02. Mai 2011 beschlossen, einer zentral gelegenen Grünanlage, schräg gegenüber dem Rathaus, die Bezeichnung „Grünhagener Platz“ zu geben.
Dieser Beschluß unterstreicht das vertrauensvolle und inhaltlich vitale Patenschaftsverhältnis zwischen der Stadt Hardegsen und den Grünhagenern aus der Gemeinde Grünhagen, früher Kreis Pr. Holland, seit cirka 27 Jahren nachhaltlich. Damit geht ein ideeller Wunsch der Kreisgemeinschaft Pr. Holland und der Ortsgemeinschaft Grünhagen in Erfüllung. Herzlichen Glückwunsch. Eine feierliche Einweihung dieses Platzes erfolgt 2012


Neue Schilder in der Stadt Itzehoe weisen auf das "Haus der Heimat" hin

 


9. Itzehoer Kulturnacht

Bei bestem Wetter fand am 07.05.2011 die 9. Itzehoer Kulturnacht mit mehr als 30 Veranstaltungsorten und 3.000 Besuchern statt.

Einer dieser Veranstaltungsorte war auch in diesem Jahr wieder das Haus der Heimat.
Hier las Arno Surminski im überfüllten Festsaal aus der masurischen Eisenbahnreise vor; des Weiteren schilderte er die Reise zum deutschen Kaiser, die ärmländische Maria, Lisas Vermächtnis, Borodino ocIer die letzte Ordnung und das Paradies waren weitere heitere Geschichten, die er mit Wärme und hintergründigem Humor vortrug und dabei die Ängste und Nöte der sogenannten "kleinen Leute" schilderte.

Zum Schluss gab es eine Premiere. Er trug die Geschichte "Open-Air Wacken und die Schwarzen" vor, die in ca. 2 Jahren in einem neuen Band veröffentlicht wird.
Auffallend viele jüngere Besucher lauschten dem 1934 in Ostpreußen geborenen Schriftsteller. Während der Pausen offerierte das Ehepaar Pfahl vom Cafe Königsberg frisch zubereitetes Königsberger Marzipan.

Die Veranstaltung war wie bereits in den Vorjahren ein großer Erfolg und die Kulturnacht eine gute Reklame für die Stadt Itzehoe.


   

Heimatbrief Nr. 27 / Jahrgang 2010/2011

Der neue Heimatbrief der Kreisgemeinschaft Preußisch Holland ist fertig. Auf 212 Seiten zeigen die Pr. Holländer, dass Heimatpolitik durchaus attraktiv und erfolgreich gestaltet werden kann. Diverse Jubiläen wurden begangen, zu denen sich die Vertreter der Politik die Klinke in die Hand gaben. Die Redebeiträge sind dokumentiert. Landrat Dr. Dr. Kullik hat seine Rede bewusst noch einmal gesondert an die Kreistagsabgeordneten und an führende Verwaltungskräfte im Kreis Steinburg verschickt. Die ist ein schöner Beleg dafür, dass die Preußisch Holländer im Kreis eine feste Größe darstellen.

Außerdem im Heimatbrief: Das Leben des königlich preußischen Staatsministers Friederich Ferdinand Alexander Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten, der in die Aufstellung der preußischen Landwehr von 1813 involviert war.
Eine weitere kleine Besonderheit, die im Vertriebsebenenbereich schon Ausnahmestatus hat:
Im Heimatbrief dokumentiert ist die Rede des polnischen Historikers Lech Slodownik, der die Festansprache aus Anlass des 700-jährigen Bestehens der Gemeinde Reichenbach gehalten hat. Er hat auch persönliche Worte "unter ostpreußischem Himmel" einfließen lassen.
(von Bernhard Knappstein)


Hauptkreistreffen 2010

Das Hauptkreistreffen fand am 11. und 12. September 2010 unter dem dem Motto: "700 Jahre Reichenbach" in Itzehoe statt.

Hier nun 2 interessante Zeitungsberichte zur Veranstaltung.
Artikel 1 - Artikel 2

Bilder zur Veranstaltung befinden sich in unserer Galerie.


Festakt
"25 Jahre Haus der Heimat" und "10 Jahre Kultursitz der Kreisgemeinschaft Holland"
in Itzehoe am 12. Juni 2010

Informationen über die Veranstaltung finden Sie hier.
Die Bilder befinden sich in unserer Galerie.


25 Jahre Patenschaft der Stadt Hardegsen für die Gemeinde Grünhagen

Im Muthaussaal, dem Wahrzeichen der Stadt Hardegsen, fand am 14.05.2010 ein würdiger Patenschaftsfestakt statt. Kreisvertreter Bernd Hinz, der die Festrede hielt, sowie Bürgermeister Sjuts und Altbürgermeister Gärner arbeiteten in ihren Reden die großartige Erfolgsgeschichte des Patenschaftsverhältnisses heraus, während Ortsvertreter Kurt Morr in seiner Grußrede die Aktivitäten der Ortsgemeinschaft Grünhagen mit ihren Orts- und Patenschaftstreffen in Hardegsen seit 1974 nachzeichnete.

Im Foyer des Muthauses und in der Grünhagener Heimatstube fand nach dem Festakt mit den anwesenden Hardegser Kommunalpolitikern sowie den Grünhagener Landsleuten ein gemütliches Beisammensein mit Umtrunk statt.

Die Bilder befinden sich in unserer Galerie.


8. Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat

Anlässlich der 8. Itzehoer Kulturnacht las Sebastian Dunkelberg im Haus der Heimat am 17. April 2010 zwölf Abschnitte aus den Massurischen Geschichten „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz. Seine lebendige Vortrags- und Darstellungskunst gaben der Lesung eine besondere Farbe und begeisterten die zahlreich erschienenen Gäste.
Sebastian Dunkelberg ist Dozent für Schauspiel, Musik, Theaterregie und Liedinterpretation.

 

 

 


Arbeitsbesuche / Arbeitsgespräche

Kreisvertreter Bernd Hinz stattete im Geschäftsjahr 2009 zahlreiche Arbeitsbesuche ab.

So führte er im Frühjahr in Itzehoe Arbeitsgespräche mit Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann und Bürgervorsteher Heinz Köhnke. Auf der Gesprächagenda standen Projekte und Fragen der Patenschaftsbeziehungen.

Des Weiteren gab es Gespräche mit einer Delegation der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion im Kreistag Steinburg, sowie mit dem Präsidenten des schleswig-holsteinischen Landkreistages, Herrn Johannes Petersen.

Außerdem fanden Unterredungen mit dem Botschafter der Republik Polen in Berlin, Dr. Marek Prawda, und mit dem Vizebotschafter der Republik Polen in Paris, Janusz Styczek, statt.

Wichtig waren auch die eng geknüpften Verbindungen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland mit dem Lazarus-Orden im internationalen und nationalen Bereich. Hier konnte Kreisvertreter Bernd Hinz unter anderem bei mehrmalig stattfindenden Besuchen in der Kaiservilla zu Bad Ischl wichtige vertrauensvolle Kontakte mit seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit, Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen, herstellen und für die zukünftige Zusammenarbeit wichtige Impulse erhalten.


v.l. Erzherzog Markus von
Habsburg-Lothringen, Bernd Hinz


Hauptkreistreffen

Mehrere Hundert Pr. Holländer Landsleute besuchten das zweitägige Hauptkreistreffen der Kreisgemeinschaft Pr. Holland in Itzehoe am 12./13. September 2009.
Eine Stadtführung mit dem ehemaligen Ratsmitglied Berndt Doege, eine Sitzung der Kreisgemeinschaft im Ständesaal des historischen Rathauses, die Besichtung im „Haus der Heimat“, ein musikalischer Heimatabend, die traditionelle Kranzniederlegung und ein Vortrag mit Cornelia Eisler von der Universität Oldenburg – das waren die Programmpunkte des Hauptkreistreffens der Kreisgemeinschaft.
Zur Sitzung im Ständesaal, die musikalisch von Judith Maria Rietdorf-Michalski untermalt wurde, begrüßte der Kreisvertreter Bernd Hinz neben den Mitgliedern auch zahlreiche offizielle Gäste.
Bürgervorsteher Heinz Köhnke und Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann entboten Grußworte der tiefen Verbundenheit der Patenschaftsträger Kreis Steinburg und Stadt Itzehoe mit der Kreisgemeinschaft Pr. Holland.
Im Rahmen des Forums „Deutschlandgespräche der Kreisgemeinschaft Pr. Holland“ sprachen die Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen (SPD), Heiner Rickers (CDU) und der Landtagskandidat Stefan Goronczy (FDP).
Im Haus der Heimat wurde anschließend die von der Ostpreußengruppe in Itzehoe gestaltete Ausstellung über die Geschichte der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen den vielen Besuchern vorgestellt.
Bei der traditionellen Kranzniederlegung am zweiten Veranstaltungstag am Ehrenmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung hielt der Bundestagsabgeordnete Jörn Thiessen (SPD), Pfarrer der nordelbischen Kirche, die Gedenkrede in Form einer Andacht.
In der vom Gesangverein Sude musikalisch umrahmten Feierstunde stand der Vortrag von Cornelia Eisler von der Universität Oldenburg zum Thema: „Ein Stück Heimat wurde lebendig – Dokumentation der Heimatsammlungen in Deutschland“ im Mittelpunkt. Die Referentin zeigte sich über das Kulturhaus der Pr. Holländer mit seiner 360 qm großen Ausstellungsfläche tief beeindruckt, das nach ihrer Einschätzung im Vertriebenenbereich eine herausragende Stellung einnimmt. Auch die Presse zeigte sich vom Leistungsgrad der Pr. Holländer sehr angetan und drückte dies in der Überschrift des Zeitungsartikels mit „Heimat in der Fremde: Vertriebene zeigen Stärke“ aus.

Blick in den Ständesaal

Landtagskandidaten mit Kreispräsident,
Bürgervorsteher und Kreisvertreter

Jörn Thießen, MdB, und Kreisvertreter Bernd Hinz

Cornelia Eisler M.A., Universität Oldenburg




Benefizveranstaltung im Haus der Heimat

Im vollbesetzten Stucksaal im Haus der Heimat in Itzehoe fand am 2. Juli 2009 eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Wiederaufbaus des Berliner Stadtschlosses statt. Veranstalter war die Kreisgemeinschaft Pr. Holland im Zusammenwirken mit dem Förderverein Berliner Schloss e.V.
Der Geschäftsführer und Initiator dieses Projektes, Wilhelm von Boddien, referierte in einem sehr lebendig präsentierten und durch umfangreiches Bildmaterial gestützten Vortrag 75 Minuten über die Architektur und Geschichte des Schlosses von seinen Anfängen 1443 bis zur Sprengung 1950 und beleuchtete anschließend das Nutzungskonzept des Projektes „Humboldt-Forum“. Hier sollen u.a. die Sammlungen der europäischen Wissenschaft und Forschung sowie die Sammlungen des Ethnologischen Museums sowie das Museum für asiatische Kunst und für außereuropäische Kunst untergebracht werden. Auch Hintergrundinformationen über den Architektenwettbewerb und die mit Stolz verkündete Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Prof. Dr. Köhler über dieses Jahrhundertprojekt wurden angesprochen.
Die Zuhörer, unter ihnen Landtagspräsident Martin Kayenburg, Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann und Gisela Gräfin zu Dohna-Schlobitten sowie mehrere Bürgermeister und Mandatsträger aus dem Kreis Steinburg verfolgten, trotz der hochsommerlichen Temperaturen, den Vortrag mit größter Konzentration und begeisterter Aufmerksamkeit.
Meinungs- und Gedankenaustausch, informative Gespräche mit dem Referenten rundeten die bis Mitternacht dauernde Veranstaltung ab.


v.l. Wilhelm von Boddien, Bernd Hinz, Martin Kayenburg


Kommunalpolitischer Kongress 2009

Die Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP), bei der die Kreisgemeinschaft Pr. Holland federführend mitwirkt, veranstaltete vom 16. – 18. Oktober 2009 in Düsseldorf ihren diesjährigen Kommunalpolitischen Kongress.

Leitthema war: „Der Prozess der deutsch-polnischen Verständigung der letzten zwei Dekaden – Rückblick auf Erreichtes und Ausblick auf notwendige und mögliche Maßnahmen zur Vertiefung“.

Der Vorsitzende der AKP, Bernd Hinz, begrüßte das sehr prominent besetzte Forum. Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Ingo Wolf, eröffnete mit seinem Vortrag, u. a. über die kommunalverfassungsrechtlichen Reformen mit dem GO-Reformgesetz sowie dem Gesetz zur Änderung des Kommunalwahlgesetzes NRW, den ersten Veranstaltungstag.
Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sprach danach über die deutsch-polnischen Beziehungen aus deutscher Sicht und widmete sich u. a. dabei insbesondere den deutschen Minderheiten im Ausland. Danach schloss sich das sehr herzlich vorgetragene Referat der Generalkonsulin der Republik Polen in Köln, Frau Jolanta Roza Kozlowska, an, das sich dem Leitthema widmete.
Der Deutsche Landkreistag war vertreten durch Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der über „Das internationale Friedenswerk der kommunalpolitischen Partnerschaftsarbeit Deutschlands und seiner Nachbarn“ sprach und dabei viele praktische Erfahrungen aus seinen Partnerschaftsbeziehungen zu einem polnischen Landkreis einfließen lassen konnte.
Die Europa-Abgeordnete, Petra Kammerevert, die auch führende Kommunalpolitikerin in der Stadt Düsseldorf ist, entbot ein Grußwort der Stadt im Auftrag von Oberbürgermeister Dirk Elbers und führte danach über die friedenssichernde Funktion der europäischen Integration aus und äußerte sich darüber hinaus über die Bedeutung des Vertrages von Lissabon.

Mit der Themenfolge „Der Lazarus-Orden und sein humanitäres Werk im deutsch-polnischen Verhältnis“ wurde dieser älteste christliche Orden mit seiner umfangreichen humanitären Arbeit im deutsch-polnischen Verhältnis gewürdigt. Dr. Ronald Hendriks aus den Niederlanden, der eine Führungsposition im Orden auf der internationalen Ebene bekleidet, skizzierte die Geschichte des Ordens und stellte dessen Selbstverständnis vor. Danach schloss sich der Vortrag des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Lazarus-Hilfswerkes in Deutschland, Herrn Horst Engel, MdL NRW, an, der die humanitäre Arbeit dieses Sozialwerkes mit seinen Sozialstationen in Polen aufzeigte und zum Schluss dieser Vortragsreihe stellte die Direktorin der Lazarus-Sozialstationen in der Stadt Elbing und in der Wojewodschaft Allenstein, Frau Jolanta Golombiewska, die brillante Arbeit der Elbinger Sozialstationen vor.
Zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages referierte Herr Ryszard Donitza, Vizepräsident des Sejmek (Landestages) der Wojewodschaft Oppeln über 20 Jahre nach der Wende – „Zur Situation der deutschen Minderheit in der Wojewodschaft Oppeln“. Hier konnte der Referent erhebliche Verbesserungen für die Deutschen im Laufe von 20 Jahren aufzeigen.
Der zweite Veranstaltungstag begann mit dem von Vizemarschall Jozef Kotys erarbeiteten Vortrag „Die polnisch-deutsche Partnerschaftsarbeit zwischen der Wojewodschaft Oppeln und dem Land Rheinland-Pfalz“. Bei diesem Referat registrierte das Plenum mit großer Überraschung die Dichte der Projekte und die große Erfolgsbilanz dieser Partnerschaft im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses.
Die von Höhenpunkten sehr reichhaltige Veranstaltung setzte sich bis zum Ende der Veranstaltung fort: Oberkreisdirektor a.D. des ehemaligen Landkreises Köln, Dr. Heinz Gierden, der mehrere Dekaden Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland war, sprach über die deutsch-polnischen Beziehungen am Beispiel der Abtei Brauweiler. In seinem Vortrag bezog er auch die große positive Resonanz der durchgeführten deutsch-polnischen Verständigungswoche in der Abteil Brauweiler mit ein, dessen Organisator er gewesen war. Mit diesem Beitrag, der auch mit vielen tiefsinnigen historischen Begebenheiten garniert war, schloss eine glanzvolle Veranstaltung, dem u.a. mit großer Aufmerksamkeit der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck, der zurzeit amtierender Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist, sowie der langjährige ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Köln, Dr. Norbert Burger und der ehemalige Präsident des Schleswig-holsteinischen Landkreistages, Herr Johannes Petersen, sowie der Vizebotschafter der Republik Polen in Frankreich, Herr Janusz Styczek, folgten.
In einer Broschüre, die voraussichtlich Ende des Jahres / Anfang des kommenden Jahres herausgegeben wird, werden alle Beiträge in vollem Wortlaut aufgenommen.

 
Innenminister Dr. Ingo Wolf ,
Kreisvertr. B. Hinz
 
Der Vorstand der Kreisgemeinschaft Pr. Holland  mit den Bürgermeistern aus dem Kreis Elbing und dem Kreis Steinburg

 

 Die Referenten des Lazarus- Ordens und des Lazarus- Hilfswerkes
(LHW), v.r. Dr. Ron Hendriks Grossvizekanzler des Lazarus-Ordens im
Weltverband, Jolanta Golombiewska, Vorsitzende der Lazarus-
Sozialstationen im Regierungsbezirk Ermland und Masuren,Horst Engel,
MdL,Geschäftsführender Vorstand im LHW und Kreisvertreter B. Hinz


7. Itzehoer Kulturnacht im Haus der Heimat

Ein Erfolg:

Die 7. Kulturnacht sprengte alle Besucher-Rekorde. Die ganze Innenstadt diente als Bühne.
Im Haus der Heimat in Itzehoe las die Dokumentarfilmerin, freie Journalistin und Buchautorin, Ulla Lachauer, ostpreußische Texte aus "Paradiesstraße: Lebenserinnerungen der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit", "Die Brücke von Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Russlands Westen" und die „Ostpreußischen Wolkengärten"; aus "Der Akazienkavalier“. „Von Menschen und Gärten“.
Ein besinnlicher Abend mit sehr einfühlsamen Vorträgen und interessanten Gesprächen und Diskussionen über den Hintergrund der Erzählungen.


Ulla Lachauer nach ihrer Lesung